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Aktuelles Datum und Uhrzeit: 24 Mai 2013 12:07 |
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Zett

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Alter:52
Anmeldungsdatum: 29.03.2010
Beiträge: 512
Wohnort: Sachsen

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| Klaus_59 hat folgendes geschrieben:: | | Zett hat folgendes geschrieben:: | | ... auch ... Urjoggen genannt ... |
Dann mach ich also Ur-Gärtnern.
Ur steht ja für ursprünglich, vor langer Zeit (oder so). Da gab es aber noch gar kein Joggen. Da lief man, weil man jagte oder gejagt wurde oder es aus sonst einem Grund eilig hatte. Urjoggen gibt es also nicht. Den Ausdruck Kaltjoggen finde ich für das, was du machst, noch am treffendsten. Schweißfrei ist kaltes Joggen ja auch nicht generell. Kommt auf die Temperatur an und auf die Leistung, die du dir abverlangst. |
Kein Urjoggen? Ich weiß nicht, ob es wirklich kein Joggen gab:
"Jogging (engl. jog „trotten“) ist eine Form des Freizeit- beziehungsweise Laufsports, bei der durch gemächliche Dauerläufe die Kondition (Ausdauer) gesteigert wird." (Wikipedia, Stichwort Jogging, 22.04.12)
Das ist sicher ein bißchen Glaubenskrieg, ob jede Minute, die die Urmenschen hatten, mit Nahrung, Unterkunftsbau, Vermehrung etc. ausgelastet waren. Wenn ich so die Bilder von heutigen Urvölkern im Kopf habe, glaube ich, die haben auch Minuten der Muße, vielleicht wird auch so manche Bewegung zur Besserung der Kondition verwendet. Also, so grottenfalsch halte ich den Begriff Urjoggen nicht, zumal als bildliche Abgrenzung zum "normalen" Joggen in Laufschuhen, Trainingsanzug und im eigenen Saft.
Dass das Joggen in Kälte nicht zwangsläufig zu Schweißfreiheit führen muss, gerade dieser Umstand hat es ja notwendig gemacht, den Begriff "Schweißfreies Joggen" einzuführen, weil der Witz an diesem Joggen ist, dass man eben darauf zielt, nicht dabei zu schwitzen. Und das funktioniert, und sicher nicht nur bei mir. Auch wenn schon jemand weißmachen wollte, er schwitze selbst bei 10 Grad minus (und das nackt! Vielleicht sogar noch barfuß?)
Wenn Du eine besondere Art des Gärtnerns betreibst (vielleicht sogar noch außer, dass Du dabei nackt bist), dann lass es uns unter dem Begriff Ur-Gärtnern erfahren. Wir lernen doch alle gern dazu, oder nicht?
Liebe Grüße
Eisjoggen-Zett
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Hans H.
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Anmeldungsdatum: 17.06.2006
Beiträge: 660
Wohnort: Hessen

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- nach allem, was man aus Überlieferungen weiß, wurde das Training, das zusätzlich zur ohnehin täglich anstehenden körperlichen Belastung (und die war in früheren Zeiten recht hoch) mindestens 2000 J. vor unserer Zeitrechnung, wahrscheinlich sogar noch viel früher erfunden, um Krieger mit noch besserer Kondition und Kraft auszustatten, als normale Landarbeiter, die in frühen Zeiten auch schon sehr kräftig waren. Das Training war kein Freizeitvergnügen, sondernhatte militärische Ziele. Auch die scheinbaren Freizeitwettkämpfe (Olympia der Antike etc.) hatten immer den Hintergrund, die Jugend "zu stählen", um gute Krieger heranzubilden. Allerdings gehörte der extreme Langstreckenlauf auch in der Frühzeit dazu, um Botschaften zu überbringen. Pferde waren zwar immer schneller, aber nie so ausdauernd wie die laufenden Boten. Der Bote von Marathon, der dann zusammenbrach, hatte nicht nur die Marathonstrecke hinter sich, sondern über 500 Km (nach Sparta, Hilfe zu holen, zurück, nach Marathon und mit der letzten Botschaft wieder zurück, alles ohne Pause).
--- Aber: das alles war kein Joggen! Das war schneller Langstreckenlauf. Das heutige Joggen, also der amerikanische Begriff für gemächlichen Dauerlauf ist eine Erfindung unserer Zeit zum Ausgleich für berufliche "Schreibtischtäter", ohne dabei den Kreislauf zu überlasten. Mit 2-4 Mal wöchentlich 1-2 h lockerem Dauerlauf (oder Neudeutsch Joggen) können wir eben nur weit entfernt bleiben von der Kondition, die in diesen Zeiten nicht nur die Wettkämpfer hatten, sondern die Mehrheit der Bevölkerung. (Den Begriff Joggen haben nur sehr wenige andere Sprachräume übernommen, aber wir sind da wohl immer die ersten bei den Anglizismen!)
- zum Schwitzen oder nicht schwitzen: vergiss nicht, dass die Menschen in der Physiologie sehr verschieden sind. Viele schwitzen kurz nach Beginn jeglicher Bewegung wie Joggen, ganz egal wie kalt es ist! Die Regulierung läuft oft nur über die innere Energiefreisetzung ohne Regulierung seitens der Hauttemperatur. Das ist natürlich eine zivilisatorische Degenerationserscheinung und die könnte meiner Ansicht nach (bin aber nicht ganz sicher) bei manchen der Betroffenen durch sehr viel häufigere nackte Bewegung, auch noch bei recht kühlen Temperaturen normalisiert werden, weil die normale Regulierung durch die Hauttempreatur wieder erlernt wird. Aber man sollte daher schon ernst nehmen, wenn einer sagt, auch bei -10° noch zu schwitzen. Bei mir jedenfalls ist es so, dass ich immer im Früjjahr dieses Problem eher habe und es sich bis zum Herbst hin weitgehend erledigt. Im Spätherbst kann ich dann mit trockener Haut immer bis zu deutlich niedrigeren Temperaturen noch nackt Laufen, als jetzt im Frühjahr. Auf jeden Fall: zur Zeit schwitze ich auch bei Wind und 8°, so dass ich mir nach kurzer Strecke etwas überziehen muss. Grüße, H.H.
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Zett

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Alter:52
Anmeldungsdatum: 29.03.2010
Beiträge: 512
Wohnort: Sachsen

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Tolles Wissen, was Du uns da bringst!
Kleiner Einwand Nr. eins: 500 km "schneller Langstreckenlauf"? Das halte ich schon für etwas utopisch und weit aus dem Reich der Phantasie und der Mythen.
großer Einwand zwei: Wieso muss man sich etwas anziehen, wenn es einem zu warm ist? Ich dachte, da wäre ausziehen besser!? Und wenn man nichts mehr zum Ausziehen hat, weiß man, dass man bei zu großer Wärme unterwegs ist (das kann durchaus bei 8 Grad sein, wenn die Sonne scheint und es ist windstill) und rennt das nächste mal bei niedrigeren Temperaturen oder wenn es regnet.
Aber selbst wenn man schwitzt: Wieso soll man sich da noch was drüberziehen? Davon geht das Schwitzen mit Sicherheit nicht weg. Der erste beginnende Schweiß macht genau das, was er soll: Die überschüssige Wärmeenergie schnell vom Körper abführen. Also, wenn man schon bei zu viel Wärme unterwegs ist - und seine Schuhe nicht ausziehen will und kein Bach oder ähnliches in der Nähe ist -, dann sollte man doch zu ein bißchen Schwitzen stehen und nicht was drüberziehen und dann schwitzen wie die Sau. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man von Nicht-Schwitzen zu Beginnenden-Schwitzen sich gleich eine Unterkühlung der Körperstelle wegholt.
Wenn ich die verkehrte Kleidung zum entsprechendem Wetter trage (z.B. Schuhe statt barfuß) oder es verpasst habe, beizeiten früh loszukommen und die Sonne scheint dann heftig, schwitze ich auch schnell (am Rücken), trotzdem schaffe ich es zu über 99% der Läufe, ohne jedes Schwitzen auszukommen. Da spielen aber eine Menge Erfahrungswerte mit rein und auch inzwischen einiges an Abhärtung, so dass ich mehr Spielraum mit den Temperaturen nach unten habe.
Liebe Grüße
Eisjoggen-Zett
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Klaus_59
Geschlecht: 
Anmeldungsdatum: 05.03.2007
Beiträge: 3938

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Bei -10° laufe ich nicht nackt, da es meiner Gesundheit schadet. Du magst das bezweifeln, aber mein Körper meldet mir das. Ich verstehe meine Körpersignale ganz gut. Bei 0° habe ich beim Nacktlaufen auch schon geschwitzt. Nicht übermäßig, aber ein wenig. Ich hätte langsamer laufen müssen, um nicht zu schwitzen, was aber keinen Sinn macht. Am Schwitzen ist ja nichts Negatives. Wieso sollte man nicht bei wärmeren Temperaturen laufen, und dabei ordentlich schwitzen? Was ist daran falsch? Ich lese zumindest aus deinem Text, das du es als falsch ansiehst:
| Zett hat folgendes geschrieben:: | | Und wenn man nichts mehr zum Ausziehen hat, weiß man, dass man bei zu großer Wärme unterwegs ist (das kann durchaus bei 8 Grad sein, wenn die Sonne scheint und es ist windstill) und rennt das nächste mal bei niedrigeren Temperaturen oder wenn es regnet. |
Edit:
Zur Richtigstellung ist noch zu sagen, ich gehe auch bei -20° noch nackt raus, könnte dann natürlich auch laufen. Das hätte aber keinerlei Trainingseffekt auf die Kondition, weil es nicht lange ginge, weshalb ich es auch nicht mache. Ich habe andere Möglichkeiten, mich nackt im Freien zu bewegen und gleichzeitig die ohnehin nötigen Dinge zu tun.
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Zett

Geschlecht: 
Alter:52
Anmeldungsdatum: 29.03.2010
Beiträge: 512
Wohnort: Sachsen

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| Klaus_59 hat folgendes geschrieben:: | | Bei -10° laufe ich nicht nackt, da es meiner Gesundheit schadet. Du magst das bezweifeln, aber mein Körper meldet mir das. Ich verstehe meine Körpersignale ganz gut. |
Die Signale des Körpers sind auch für mich das wichtigste. Und wenn bei Dir bei -10° Dein Körper signalisiert, dass er nicht laufen möchte, solltest Du das auch auf keinen Fall ignorieren. Es könnte allerdings auch sein, dass Du einfach irgendetwas nicht optimal gemacht hast und die -10° gar nicht der Hauptgrund sind, warum es sich ungut anfühlt.
| Klaus_59 hat folgendes geschrieben:: | | Bei 0° habe ich beim Nacktlaufen auch schon geschwitzt. Nicht übermäßig, aber ein wenig. Ich hätte langsamer laufen müssen, um nicht zu schwitzen, was aber keinen Sinn macht. |
Wieso macht langsamer laufen keinen Sinn, wenn man dadurch nicht schwitzt? Ist das Schwitzen für Dich ein angenehmes Gefühl?
| Klaus_59 hat folgendes geschrieben:: | | Am Schwitzen ist ja nichts Negatives. Wieso sollte man nicht bei wärmeren Temperaturen laufen, und dabei ordentlich schwitzen? Was ist daran falsch? Ich lese zumindest aus deinem Text, das du es als falsch ansiehst |
Schwitzen finde ich tatsächlich nicht gut: Zum einen ist mir der Hitzestau sehr unangenehm und lässt das Joggen wesentlich anstrengender werden als bei Kühle (wo es sich wie von allein läuft), zum anderen habe ich in Büchern gelesen, dass mit dem Schwitzen auch viele Salze verlorengehen, die man nur ungenügend wieder mit der Nahrung nachfüllen kann. Deshalb soll z.B. auch Sauna-Weltmeister Finnland Herzinfakt-Weltmeister sein.
Ich betrachte Schwitzen als eine langfristig ungesunde Not-Reaktion des Körpers gegen die akute Gefärdung der Überhitzung und keinesfalls als Anzeige dafür, wie toll man Sport macht (oder arbeitet)
| Klaus_59 hat folgendes geschrieben:: | | Zur Richtigstellung ist noch zu sagen, ich gehe auch bei -20° noch nackt raus, könnte dann natürlich auch laufen. Das hätte aber keinerlei Trainingseffekt auf die Kondition, weil es nicht lange ginge, weshalb ich es auch nicht mache. Ich habe andere Möglichkeiten, mich nackt im Freien zu bewegen und gleichzeitig die ohnehin nötigen Dinge zu tun. |
Ich laufe bei -20° auch so lange wie bei +5°, allerdings nicht die ganze Strecke nackt, von daher gleicher Trainingseffekt, egal welche Temperatur.
Um die "anderen Möglichkeiten", Dich nackt im Freien zu bewegen und dabei die ohnehin nötigen Dinge tun zu können, bist Du echt zu beneiden. Aber ich habe dafür mein Eisjoggen, das muss mir reichen.
Liebe Grüße
Eisjoggen-Zett
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Klaus_59
Geschlecht: 
Anmeldungsdatum: 05.03.2007
Beiträge: 3938

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| Zett hat folgendes geschrieben:: | | Es könnte allerdings auch sein, dass Du einfach irgendetwas nicht optimal gemacht hast und die -10° gar nicht der Hauptgrund sind, warum es sich ungut anfühlt. |
Was könnte es denn deiner Meinung nach sein, was ich falsch mache?
| Zett hat folgendes geschrieben:: | | Wieso macht langsamer laufen keinen Sinn, wenn man dadurch nicht schwitzt? Ist das Schwitzen für Dich ein angenehmes Gefühl? |
Wenn ich langsamer laufe, nur damit ich nicht schwitze, habe ich nicht den gleichen Trainingseffekt. Und ja, wenn ich nackt bin, finde ich schwitzen ganz ok. Ich schwitze im Sommer bei der Gartenarbeit fast immer. Das geht gar nicht anders.
| Zett hat folgendes geschrieben:: | | … dass mit dem Schwitzen auch viele Salze verlorengehen, die man nur ungenügend wieder mit der Nahrung nachfüllen kann. |
Wenn man das nicht ausgleichen könnte, müsste ich schon tot sein.
| Zett hat folgendes geschrieben:: | | Ich betrachte Schwitzen als eine langfristig ungesunde Not-Reaktion des Körpers gegen die akute Gefärdung der Überhitzung und keinesfalls als Anzeige dafür, wie toll man Sport macht (oder arbeitet) |
Es gibt noch eine ganze Reihe anderer Not-Reaktionen des Körpers, und das ist auch gut so. Frieren ist ebenso eine Not-Reaktion. Schwitzen kühlt, frieren wärmt. Beides funktioniert natürlich nur in gewissen Grenzen. Der menschliche Körper ist selten der optimalen Temperatur ausgesetzt, wenn er sich unbekleidet in der Natur befindet. Aber er ist ständig bestrebt, die Kerntemperatur von 37° konstant zu halten. Die Bedingungen dazu ändern sich mit der Schwere der Tätigkeit und dem Wetter und sind deshalb ständig anders. Schwitzen, frieren und Durchblutungsänderungen sind ganz normale Mechanismen, die die konstante Kerntemperatur realisieren.
| Zett hat folgendes geschrieben:: | Ich laufe bei -20° auch so lange wie bei +5°, allerdings nicht die ganze Strecke nackt, von daher gleicher Trainingseffekt, egal welche Temperatur.
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-20° sind mir für das beim Laufen beschleunigte Atmen zu kalt.
Wenn du immer nur bei Kälte läufst (oder dich sonst irgendwie entsprechend betätigst), ist dein Körper aber auch einseitig trainiert. Wenn du mal bei Wärme richtig ran musst, kippst du womöglich gleich um.
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Zett

Geschlecht: 
Alter:52
Anmeldungsdatum: 29.03.2010
Beiträge: 512
Wohnort: Sachsen

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| Klaus_59 hat folgendes geschrieben:: |
Was könnte es denn deiner Meinung nach sein, was ich falsch mache? |
Dazu wäre es hilfreich für mich, wenn Du mitteilst, woran Du es merkst, dass Dir das Joggen bei -10° nicht gut tut. Ich kenne von früher das Stechen beim Luftholen. Da vermute ich, dass das deshalb nicht mehr bei mir auftritt, weil ich vom ersten Schritt an - und die ganze Strecke - beim Joggen nicht schwitze und ausreichend viel Luft durch den Mund atme, so wie im Warmen auch. Ich gehe mal davon aus, dass das Schwitzen und die kalte Luft nicht gut zusammenpassen.
| Klaus_59 hat folgendes geschrieben:: | | Wenn ich langsamer laufe ... habe ich nicht den gleichen Trainingseffekt. | Das ist ein Argument. Allerdings kann man anstatt langsamer zu laufen eben auch bei niedrigeren Temperaturen laufen, wo man mit nur ein klitzekleines bißchen langsamer schon keinerlei Schwitzen hat.
Im Sommer schwitzen ist ja ok (wer`s mag). Wenn man bei kühleren Temperaturen schwitzt, kommt dann aber auch schnell das Frieren hinterher (weil man mal pinkeln muss, weil man mal die Landschaft anschauen will, weil man irgendwo Schmerzen bekommen hat und langsamer laufen möchte, weil die Kondition nachlässt) Und wenn man vorher nicht schwitzt, macht einem sowas viel weniger Probleme, weil kein so extrem sich ändernder Wärmeverlust durch die Nässe eintritt.
| Klaus_59 hat folgendes geschrieben:: | | Ich schwitze im Sommer bei der Gartenarbeit fast immer. Das geht gar nicht anders. |
Das ist wohl so. Das ist aber erstmal noch kein Grund, warum man Schwitzen gut finden sollte.
| Klaus_59 hat folgendes geschrieben:: |
| Zett hat folgendes geschrieben:: | | … dass mit dem Schwitzen auch viele Salze verlorengehen, die man nur ungenügend wieder mit der Nahrung nachfüllen kann. |
Wenn man das nicht ausgleichen könnte, müsste ich schon tot sein.  |
Zwischen idealgesund und tot gibt es noch ein paar Zwischenstufen, und auf denen befinden sich 99,999% der Weltbevölkerung. Dass du mit viel schwitzen und noch dazu bei körperlicher Anstrengung ungesund lebst, heißt ja nicht, dass du beim ersten Schwitzen tot umfallen musst, oder?
Wie bei so ziemlich allem macht wohl auch hier die Dosis den Unterschied: Mal ein bißchen schwitzen oder mal ein bißchen frieren ist sicher kaum ungesund. Interessant sind doch solche Zusammenhänge von Oft-Viel-Schwitzen und Häufigkeit von Herzinfakten oder von Glatzenbildung (scheint zwar etwas ganz anderes zu sein, hängt aber wohl auch irgendwie zusammen)
| Klaus_59 hat folgendes geschrieben:: |
Wenn du immer nur bei Kälte läufst (oder dich sonst irgendwie entsprechend betätigst), ist dein Körper aber auch einseitig trainiert. Wenn du mal bei Wärme richtig ran musst, kippst du womöglich gleich um. |
Da hab ich noch nichts davon gemerkt. Ich glaube vielmehr, dass man mit Eisjoggen besser den Kreislauf trainieren kann als mit Schweißjoggen (oder Arbeiten bei Hitze) und ich dadurch auch besser bei Hitze zurechtkomme. (Gelegentlich jogge ich auch bei Hitze)
Eisjoggen ist gesundheitlich durch nichts zu überbieten!
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Klaus_59
Geschlecht: 
Anmeldungsdatum: 05.03.2007
Beiträge: 3938

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| Zett hat folgendes geschrieben:: | | Dazu wäre es hilfreich für mich, wenn Du mitteilst, woran Du es merkst, dass Dir das Joggen bei -10° nicht gut tut. |
Nun, ich jogge eigentlich selten, übertrage das eher auf andere körperliche Aktivitäten wie z.B. Holz hacken oder Schnee schippen. Allgemein, egal bei welcher Tätigkeit, bekomme ich bei lange anhaltender Kälte Rückenschmerzen. Außerdem bekomme ich schnell (zu) kalte Füße, Hände, Penis, in der Reihenfolge. Das lässt sich bei mir auch nicht trainieren.
| Zett hat folgendes geschrieben:: | | Klaus_59 hat folgendes geschrieben:: | | Wenn ich langsamer laufe ... habe ich nicht den gleichen Trainingseffekt. | Das ist ein Argument. Allerdings kann man anstatt langsamer zu laufen eben auch bei niedrigeren Temperaturen laufen, … |
Wer richtet schon seinen Trainingsplan nach der Temperatur? Ist den meisten gar nicht möglich.
| Zett hat folgendes geschrieben:: | | Wenn man bei kühleren Temperaturen schwitzt, kommt dann aber auch schnell das Frieren hinterher (weil man mal pinkeln muss, weil man mal die Landschaft anschauen will, weil man irgendwo Schmerzen bekommen hat und langsamer laufen möchte, weil die Kondition nachlässt) Und wenn man vorher nicht schwitzt, macht einem sowas viel weniger Probleme, weil kein so extrem sich ändernder Wärmeverlust durch die Nässe eintritt. |
Natürlich hast du recht, dass wer nicht nass ist, auch nicht durch Verdunstungskälte unterkühlen kann. Das heißt aber noch lange nicht, dass jemand, der geschwitzt hat, deshalb unterkühlt, wenn er die Tätigkeit einstellt. Wenn man schwitzt, ist der Körper zu warm geworden. Dann hat das Schwitzen eine Berechtigung. Schwitzen kühlt den Körper wieder auf das rechte Maß herunter. Man unterkühlt deshalb aber nicht gleich, schon gar nicht, wenn man nackt ist. Dann nämlich ist das Verhältnis zwischen Leistung und Schwitzen im Lot. Der Mensch schwitzt so viel, wie er an Kühlung braucht. Das ist anders, wenn man Kleidung trägt (auch bei sogenannter Funktionskleidung). Kleidung wärmt. Dadurch schwitzt man früher, aber die Kühlung setzt verspätet ein, weil die Verdunstung behindert wird. Da die Kühlung nicht unmittelbar einsetzt, schwitzt man mehr. Der Schweiß verdunstet an der Oberseite der Kleidung schlechter als auf der Hautoberfläche, denn die Oberfläche der Kleidung ist kälter als die Oberfläche der Haut. Bei gut isolierender Kleidung könnte im Winter möglicherweise sogar gar keine Verdunstung stattfinden, weil die Kleidungsoberfläche unter dem Gefrierpunkt liegen könnte (Sieht man z.B. daran, wenn Schnee auf der Kleidung liegen bleibt). Das würde zunächst den Körper überhitzen. Die dann später, evtl. erst nach der Anstrengung einsetzende Verdunstung, würde den bereits wieder zur Ruhe gekommenen Körper dann unterkühlen. Sollte der Schweiß aufgrund der Temperatur in der Kleidung vereisen, droht ebenfalls die Unterkühlung. Bei nackten Menschen geschieht das aber nicht, denn der Schweiß verdunstet sofort auf der erhitzten Haut und kühlt den Körper direkt in dem Moment, wo die Kühlung benötigt wird. Erbringt der Körper keine oder weniger Leistung, hört das Schwitzen sehr bald auf und der letzte Schweiß verdunstet schnell, sodass die Haut sehr bald wieder trocken ist. Das funktioniert so gut, dass ich bei leichtem Nieselregen bei der Gartenarbeit gar nicht nass werde, weil das bisschen Wasser direkt verdunstet und mir das Schwitzen ersetzt. Ich bin dann, wenn der Regen aufhört, schon 1 Minute danach komplett trocken. Da ist nichts mit Unterkühlung.
Natürlich ist klar, dass man sich irgendwann nach der Tätigkeit anziehen muss, da ja keine Erwärmung durch Muskeltätigkeit mehr stattfindet.
| Zett hat folgendes geschrieben:: | | Interessant sind doch solche Zusammenhänge von Oft-Viel-Schwitzen und Häufigkeit von Herzinfakten oder von Glatzenbildung (scheint zwar etwas ganz anderes zu sein, hängt aber wohl auch irgendwie zusammen) |
Quellen?
| Zett hat folgendes geschrieben:: | | Ich glaube vielmehr, dass … ich dadurch auch besser bei Hitze zurechtkomme. |
Das glaubst du, oder das weißt du? Ich komme mit Maloche in der Hitze jedenfalls gut zurecht, ohne Eisjoggen bzw. schweißfreies Joggen (oder Arbeiten).
| Zett hat folgendes geschrieben:: | | Eisjoggen ist gesundheitlich durch nichts zu überbieten! |
Solche Werbeaussagen hört man ständig überall. Jeder hat das Beste.

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Zett

Geschlecht: 
Alter:52
Anmeldungsdatum: 29.03.2010
Beiträge: 512
Wohnort: Sachsen

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| Klaus_59 hat folgendes geschrieben:: | | Allgemein, egal bei welcher Tätigkeit, bekomme ich bei lange anhaltender Kälte Rückenschmerzen. Außerdem bekomme ich schnell (zu) kalte Füße, Hände, Penis, in der Reihenfolge. Das lässt sich bei mir auch nicht trainieren. |
Bei Kälte ist mein Rücken auch etwas empfindlicher, zum Glück nicht sehr viel empfindlicher. Mehr Ursache als die Kälte ist dann aber meist das zu lange vorm Computer sitzen.
Die anderen Sachen sind ja typische Durchblutungsprobleme bei Kälte: Wird es für den Körper schwierig, die Kerntemperatur aufrechtzuerhalten, beginnt er die "weniger wichtigen" herzentfernten Organe abzuschalten.
Aus meiner Joggen-Erfahrung würde ich den Tipp geben, die Tätigkeit bei Kälte mit soviel Bekleidung zu beginnen, dass Du damit nach 10-20 Minuten beginnen würdest zu schwitzen. Und dann während der Tätigkeit in dich hineinhorchen, und wenn du dir sagst: jetzt würde ich mich temperaturmäßig schon gern luftiger machen, dann mit Öffnen der Kleidung beginnen bzw. Stück für Stück ausziehen. (Also lange vor dem Schwitzen)
Da musst Du sicher bißchen rumexperimentieren, wird nicht gleich auf Anhieb perfekt was bringen.
Vor Deiner Tätigkeit erstmal 200-500 m joggen wäre auch einen Versuch wert.
Mit den Füßen hab ich weniger Probleme (da hab ich dann auch etwas an den Füßen an und die haben auch ganz schön zu tun), nur mit den Händen komme ich leider auch nicht ohne Handschuh aus, hab es lange versucht.
| Klaus_59 hat folgendes geschrieben:: |
Wer richtet schon seinen Trainingsplan nach der Temperatur? Ist den meisten gar nicht möglich. |
Möglich ist es jedem genau so wie es mir möglich ist. Ob man es macht oder ob man es als zu anstrengend empfindet, ist eine andere Sache. Rund die Hälfte des Jahres ist es auch tagsüber kühl genug (z.B. gleich nach der Frühschicht) und wenn es warm ist, kann man vor der Schicht rennen (im Dunkeln). Manchmal gibt es auch ein Wochenende, da kann man sich Tageszeit - und damit die Temperatur - ziemlich leicht heraussuchen.
[quote="Klaus_59"] | Zett hat folgendes geschrieben:: | | Wenn man bei kühleren Temperaturen schwitzt, kommt dann aber auch schnell das Frieren hinterher. |
Ja, da hast Du recht, dass das für einen Nackten wesentlich geringer ausfällt. Da hab ich in dem Moment gar nicht dran gedacht und hatte einen Textiler vor Augen, als ich das schrieb.
Was aber bleibt, ist, dass der Kreislauf entlastet wird, wenn man nahe am Frieren rennt anstatt bei Hitze. Und dann empfinde zumindest ich es als so großen Unterschied, wie vielleicht der Unterschied zwischen leicht angezogen mit Schuhen zu nackt von Kopf bis Fuß. Das eine ist "naja, so ok", das andere ist "Leben in seiner Vollendung". Aber wer Kalt- und Warmbewegung kennengelernt hat und sich für das Warme entscheidet, ist das ja ok für ihn.
[quote="Klaus_59"] | Zett hat folgendes geschrieben:: | | Interessant sind doch solche Zusammenhänge von Oft-Viel-Schwitzen und Häufigkeit von Herzinfakten oder von Glatzenbildung (scheint zwar etwas ganz anderes zu sein, hängt aber wohl auch irgendwie zusammen) |
| Klaus_59 hat folgendes geschrieben:: | | Quellen? |
Quellen muss ich erstmal schuldig bleiben. Wenn mir wieder mal etwas dazu über den Weg läuft, schreib ich es.
| Klaus_59 hat folgendes geschrieben:: | | Zett hat folgendes geschrieben:: | | Ich glaube vielmehr, dass … ich dadurch auch besser bei Hitze zurechtkomme. |
Das glaubst du, oder das weißt du? Ich komme mit Maloche in der Hitze jedenfalls gut zurecht, ohne Eisjoggen bzw. schweißfreies Joggen (oder Arbeiten). |
Ich gehe mal davon aus, dass ich körperliche Belastung unter Hitze heute besser aushalte als vor 5-6 Jahren (joggen bei Hitze nannte ich schon, einen Schrebergarten habe ich auch), wobei ich aber weder bei Kälte noch bei Hitze versuche, an meine Leistungsgrenze zu gehen, schon weil das meiner Schilddrüse nicht gut tut.
| Klaus_59 hat folgendes geschrieben:: | | Zett hat folgendes geschrieben:: | | Eisjoggen ist gesundheitlich durch nichts zu überbieten! |
Solche Werbeaussagen hört man ständig überall. Jeder hat das Beste.
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Einfach mal einen scheinbar sehr gesunden Sport nennen und ich nenne die Vorteile von Eisjoggen gegenüber diesem Sport. Es gibt keinen, der nur annähernd so gesund ist!!
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