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Gesundheitswahn
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  Autor    Thread Dieses Forum ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren, schreiben oder beantworten. Dieses Thema ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.
Oscar



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Alter:45

Anmeldungsdatum: 12.04.2005
Beiträge: 4331
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Ralf-abc hat folgendes geschrieben::
Tim007 hat folgendes geschrieben::
Früher gab es die "Daseinsvorsorge". (Eigentlich gibt es sie immer noch, doch wo ist sie geblieben?) Sie besagt, dass der Staat sich um das zu kümmern hat, was für das Leben der Menschen unerlässlich ist: Gas, Wasser, Strom, Krankenhäuser, Verkehrsbetriebe, Bäder ...


An diesem Punkt sind wie uns der Sache nach einig.

Aber:

Für mich gehört zu dieser Daseinsvorsorge auch, dass der Staat so weit wie möglich für eine gesunde Umwelt und einen sparsamen Umgang mit Recourcen zu sorgen hat = Erhaltung der Lebensgrundlage für nachfolgende Generationen.
Das führt nun zu einem Problem: Die Lebensgrundlage für zukünftige Generationen sicherzustellen, bedeutet zwangläufig, die heutige Generation in Ihrem Recourcenverbrauch einzuschränken; Verhaltensweisen, die sehr viele Recourcen verbrauchen, z.B. der Individualverkehr mit dicken SUV's oder ein übermäßiger Fleischkonsum, müssen also eingeschränkt werden.
Die Forderung, dass der Staat die Lebensgrundlage für zukünftige Ggenerationen zu bewahren hat, steht also in direktem Gegensatz zu Deiner Forderung, dass der Staat sich aus den Konsum- bzw. Lebensgewohnheiten der Bürger gefälligst rauszuhalten hat.

Eine Festlegung, wie viel Staat wirklich nötig ist, ist als weitaus schwieriger, als Du das immer darstellst.


Jaja die Forderung nach Trennung von Staat und Kirche klappt schon nicht und nun die Forderung von Staat und Wirtschaft.
Dazu müßten aber ein paar mehr Menschen ihren fetten Arsch vom Sofa heben.
Dazu bedarf es mehr als gelaber.
Wirtschaft lässt uns konsumieren, aber lässt sie uns auch "leben"?

Beitrag 01 Dezember 2014 23:30 
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Tim007



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Vier Zeilen.
Und Zeile für Zeile gequirlter Unsinn.
Das macht Dir so schnell keiner nach.

Erste Übung: Was ist "Wirtschaft"?

Beitrag 01 Dezember 2014 23:48 
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Ralf-abc
Ehemaliger User










@Tim,

ich fände es nett, wenn Du nicht nur auf Oskars Beitrag reagierst, sondern auch zeigst, was Dir so zu meinen Gedankengängen einfällt.

Beitrag 02 Dezember 2014 09:25 
 
 
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Tim007



Geschlecht: Geschlecht:männlich


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Ich kann dazu nur sagen, Ralf, dass Du dem Grunde nach Recht hast. Vor allem Deine Aussage ist richtig:

Zitat:
Eine Festlegung, wie viel Staat wirklich nötig ist, ist als weitaus schwieriger, als Du das immer darstellst.


... natürlich mit Ausnahme des letzten Halbsatzes.

Ich hatte heute Morgen an Dich gedacht (so weit ist es gekommen), als ich mit dem Rad fuhr (ohne Helm). Du hattest vor ewigen Zeiten mal auf die Berechtigung der Gurtpflicht hingewisesn. Ich hatte gekontert, dass es auch vernünftig wäre, jedem Fußgänger Protektoren, Warnweste und Glocke um den Hals zu verordnen.

Nicht alles, was vielleicht vernünftig sein könnte, sollte man regulieren. Das Ergebnis wäre ein Albtraum.

Was Deine Aussage bestätigt: Die Grenzziehung ist nicht immer einfach.

Beitrag 02 Dezember 2014 10:07 
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Bummler



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Anmeldungsdatum: 05.12.2005
Beiträge: 2367
Wohnort: Lübben


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Tim007 hat folgendes geschrieben::


Die Grenzziehung ist nicht immer einfach.


Das stimmt. icon_lol.gif

Übrigens, es geht ja um Gesundheit:
Ich las das Burn-out zurück geht, dafür aber immer mehr Menschen an Demenz sterben.
Das ist wie bei der Mode, mal ist das eine angesagt, mal das andere.

Beitrag 02 Dezember 2014 11:14 
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harzkowsky



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Beiträge: 716
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Tims Antwort auf Oskars Beitrag:

Tim007 hat folgendes geschrieben::
Vier Zeilen.
Und Zeile für Zeile gequirlter Unsinn.
Das macht Dir so schnell keiner nach.

Erste Übung: Was ist "Wirtschaft"?


Meint er etwa seine Eckkneipe?
icon_smile.gif

Beitrag 02 Dezember 2014 18:16 
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Ralf-abc
Ehemaliger User










Bummler hat folgendes geschrieben::
Übrigens, es geht ja um Gesundheit:
Ich las das Burn-out zurück geht, dafür aber immer mehr Menschen an Demenz sterben.
Das ist wie bei der Mode, mal ist das eine angesagt, mal das andere.


Ja, die Diagnose von ADHS bei Kindern ist auch signifikant angestiegen, seit es mit Ritalin ein Medikament dagegen gibt.

Beitrag 02 Dezember 2014 18:40 
 
 
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Oscar



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Tim007 hat folgendes geschrieben::
Vier Zeilen.
Und Zeile für Zeile gequirlter Unsinn.
Das macht Dir so schnell keiner nach.

Erste Übung: Was ist "Wirtschaft"?


http://www.spiegel.de/einestages/pazifikinsel-nauru-a-947212.html

icon_lol.gif icon_lol.gif icon_lol.gif

Zitat:
"Nauru ist eine Insel aus Scheiße", sagte einmal ein australischer Anwalt über das Eiland. "Sie sieht aus wie Scheiße, und sie riecht wie Scheiße, aber wenn Sie Geschäftssinn haben, können Sie in diesem Land ganz schnell eine ganze Menge Schotter verdienen." Das war die Leitlinie, die jahrzehntelang das Schicksal der Tropeninsel bestimmte.

Luc Folliet: "Nauru, die verwüstete Insel - Wie der Kapitalismus das reichste Land der Erde zerstörte". Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 2011, 137 Seiten.

Beitrag 02 Dezember 2014 19:32 
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Oscar



Geschlecht: Geschlecht:männlich
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Tim007 hat folgendes geschrieben::
Vier Zeilen.
Und Zeile für Zeile gequirlter Unsinn.
Das macht Dir so schnell keiner nach.

Erste Übung: Was ist "Wirtschaft"?


Was kommt nach der ersten Übung????????????????

Beitrag 04 Dezember 2014 18:03 
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WITCH
Site Admin


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Anmeldungsdatum: 22.09.2002
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Die zweite... icon_rolleyes.gif

Beitrag 04 Dezember 2014 18:17 
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Kantianer



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Alter:63

Anmeldungsdatum: 28.08.2010
Beiträge: 419
Wohnort: Altbayern


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Zitat:
Ja, die Diagnose von ADHS bei Kindern ist auch signifikant angestiegen, seit es mit Ritalin ein Medikament dagegen gibt.


Alleine schon der Beipackzettel ist mehr als Angst einflößend


http://www.zentrum-der-gesundheit.de/ia-ritalin-nicht-unschaedlich.html


Nur soviel zum Glauben an den Gesundheitswahn und den Erklärungsnotständen des Gespanns Pharmaindustrie / Mediziner.

Beitrag 04 Dezember 2014 19:34 
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Tim007



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 29.11.2005
Beiträge: 7783
Wohnort: Bremen


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Ralf-abc hat folgendes geschrieben::


Ja, die Diagnose von ADHS bei Kindern ist auch signifikant angestiegen, seit es mit Ritalin ein Medikament dagegen gibt.


Sorry, weil ich es schon einmal gepostet hatte, doch es lohnt sich wirklich:

https://www.youtube.com/watch?v=rBh6Mya6sOk

Währenddessen werde ich mir für Oskar eine zweite Übung ausdenken. Oskar, das wird was ganz Feines ...

Beitrag 04 Dezember 2014 19:46 
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Aria



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Anmeldungsdatum: 24.01.2012
Beiträge: 2986
Wohnort: München


germany.gif
Wie der Fortschritt der Wissenschaften unsere Wahrnehmung beeinflusst

Frei zitiert aus der Süddeutschen vom 2.12.2014: „Dioxine wurden erstmals in den 1970er-Jahren nachgewiesen, damals in recht hoher Konzentration im ppb-Bereich, zum Beispiel in den Flüssen nach dem Chemieunfall in Seveso. Ein ppb (parts per billion, auf Deutsch: Teile pro Milliarde) entspreche einem Stück Würfelzucker in einem Tankschiff oder einem Millimeter auf der Strecke Köln-Wien.

Fünfzehn Jahre später wurde schon tausend Mal so genau gemessen und Dioxin in Billionsten-Anteilen auch in Muttermilch und Lebensmitteln nachgewiesen. Um im Bild zu bleiben konnten Chemiker nun ein Stück Würfelzucker in einer Talsperre aufspüren. Oder ein Millimeter auf der tausendfachen Entfernung Köln-Wien und damit weit am Mond vorbei.

Heute allerdings wird in Femtobereich, also in billiardstel Teilen gemessen, der berühmte Stück Zucker ließe sich also aktuell nachweisen, wenn er in knapp 3 Milliarden Litern Wasser des Starnberger See aufgelöst würde.“


Nun gibt es aber für Lebensmittel auch sogenannte Null-Toleranz-Grenzen, d.h. ein bestimmter Stoff darf darin gar nicht vorhanden sein. Und weil das aufgrund der modernen Messverfahren praktisch nicht mehr zu erreichen ist, kann jederzeit jemand kommen und sagen: Ha, in dem Lebensmittel X ist ein Stoff drin, der absolut verboten ist! Die böse, böse Lebensmittelindustrie schreckt vor nichts zurück!

Und schon hat man eine Schlagzeile (z.B. im Öko-test) und die Verunsicherung der Verbraucher. Und wenn jemand sagt, das kann nicht schädlich sein, dann sagen die anderen, bei diesem (gefährlichen) Stoff kann es Grenzwerte gar nicht geben, es heißt deswegen ja Null-Toleranz, und Null heißt Null. Es wird natürlich verschwiegen, dass man diesen Stoff nur gefunden hat, weil es heute so präzise Messverfahren gibt.

Die Folge: Die Verbraucher fahren u.U. lieber direkt zum Bauern und kaufen dort teures Gemüse, das vielleicht ein bisschen Rauch und damit auch Dioxin abbekommen hat, weil Bauerskinder mal ein Lagerfeuer an dem nahen Feld angezündet hatten. Aber der Verbraucher weiß nichts davon, Hauptsache das Zeug ist vom Bauern und nicht von der Lebensmittelindustrie.

Beitrag 17 Dezember 2014 20:20 
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harzkowsky



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Anmeldungsdatum: 05.08.2009
Beiträge: 716
Wohnort: Nördlich des Harzes


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... klingt wie eine Antwort der Lebensmittelindustrie.

Beitrag 17 Dezember 2014 20:38 
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Ralf-abc
Ehemaliger User










harzkowsky hat folgendes geschrieben::
... klingt wie eine Antwort der Lebensmittelindustrie.


Naja, ganz unrecht hat Aria da nicht.
Die immer genaueren Meßmethoden führenzwangsläufig zu immer mehr Funden von Schadstoffen. Inzwischen ist dadurch ein Punkt erreicht, in dem es kaum noch ein Produkt - auch kein rein natürliches - mehr gib, in dem sich keine Schadstoffe finden lassen.
Das sorgt beim Verbraucher nicht unbedingt für ein Sicherheitsgefühl.

Das ist durchaus geeignet, den Vorteil von biologisch gegenüber den industriell hergestellten Lebensmitteln zu verringern - wenn man denn diese Betrachtung nur auf den Schadstoffgehalt beschränkt und die sosstigen Aspekte der Herstellung außer Acht lässt.

Beitrag 17 Dezember 2014 20:42 
 
 
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