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Schamhaftigkeit bei Jugendlichen
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Lorenz
Ehemaliger User










Schamhaftigkeit bei Jugendlichen

Wenn die Kinder in die Pubertät kommen, erleben es fast alle Eltern: plötzlich wollen sie sich nicht mehr ausziehen. Auch wenn die Familie ganz regelmäßig beim FKK war, kommt das irgendwann ganz unverhofft. Auf der Fahrt zum Naturismusurlaub schwärmen sie noch, wie sehr sie sich darauf freuen. Doch an demselben Strand, an dem sie im vergangenen Jahr noch nackt herumgetollt sind, mag sich eines der Kinder nicht mehr ausziehen. Obwohl es die Eltern und Geschwister genauso tun wie eh und je. Ich habe das auch erlebt. Und als ich daran erinnern wollte, dass gemeinsame Nacktheit ein wichtiges Element des Naturismus ist, bekam ich die Antwort: „Das finde ich voll Schei..!“

In einem anderen FKK-Forum habe ich kürzlich die Antwort bekommen, dass man mit Kindern, die beim FKK nicht richtig mitmachen wollen, gefälligst keine FKK-Urlaube machen soll. Dort sind die strenggläubigen FKKler vertreten (und ich inzwischen unerwünscht). Da wurde mir beschieden, dass man gegen Regelverletzer hart und intolerant sein müsse. Wer sich nicht ausziehen will, hat zu verschwinden! Wenn es nach diesem Standpunkt ginge, müsste man jede Familie aus der FKK-Anlage herauswerfen, wenn sich nur eines der Kinder nicht ausziehen will. Da blieben dann kaum noch Familien übrig. Ich denke, dass das ein massives Unrecht gegenüber den Eltern wäre und noch mehr gegenüber den textilfreien jüngeren Geschwistern.

Ich halte es für verfehlt, ganze Familien vom FKK auszuschließen, nur weil gerade eines der Kinder in der Schamphase ist. Auch für die nackten Geschwister wird dadurch der Kontakt zum Naturismus gewaltsam abgerissen. So gewinnt man die nachfolgenden Generationen ganz gewiss nicht dafür!

Viele Jugendliche haben nach meiner Erfahrung einen Horror davor, begafft zu werden. Und es gibt eben leider Leute, die am FKK-Strand mit Stielaugen herumlaufen oder sich mit Fleiß direkt unterhalb von jungen Frauen hinlegen icon_eek.gif Also halte ich es für richtig, dass sich Jugendliche auch mit Kleidung davor schützen dürfen, solange sie das brauchen.

Mit 18 sollte die Pubertät aber vorbei sein! Wenn die jungen Leute volljährig werden, sollten sie sich entscheiden können: richtiges FKK oder anderes Urlaubsziel. Dann brauchen sie auch nicht mehr den Familienverbund für die Urlaubsgestaltung und können, wenn es ihre Glückseligkeit ist, ohne Eltern und Geschwister die textilen Bereiche aufsuchen. Meist kommen sie aber bald wieder auf die textilfreie Lebensart zurück. Je weniger Zwang sie früher gespürt haben, umso leichter!

Soweit meine Meinung, natürlich darf jeder auch eine andere haben icon_smile.gif

Naturistische Grüße von Lorenz

Freiheit für Familien

Beitrag 14 Januar 2006 23:00 
 
 
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jgpaar
Ehemaliger User










Re: Schamhaftigkeit bei Jugendlichen

Lorenz hat folgendes geschrieben::
Mit 18 sollte die Pubertät aber vorbei sein! Wenn die jungen Leute volljährig werden, sollten sie sich entscheiden können:


vom alter würd ich sowas ned wirklich abhängig machen, eher vom jeweiligen individuellen entwicklungsstatus.

ansonsten; lasst die kinder doch machen was sie wollen. Wir hatten im fkk-urlaub auch sehr gute freunde, 2 pubertierende jungs, die nur mit boxerschorts rumgelaufen sind...

so what; hat und und sie sicherlich ned verdorben...hihi

Liebe Grüße

Beitrag 14 Januar 2006 23:41 
 
 
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Walter
Ehemaliger User










@Lorenz

wer Kinder hat, der weiss auch um dieses Problem ... naja, eigentlich ist es
ja kein Problem sondern einfach nur ein Teil eines natürlichen Prozesses.
Den Jugendlichen ist es eben nicht geheuer, daß sich plötzlich so einiges
ändert ... sie müssen halt noch lernen, daß dies ganz normal ist. Zureden
der Eltern und Erwachsenen hilft da sehr wenig ... die Jugendlichen müssen
da mehr oder weniger alleine durch.

Wer auch nur ein wenig den naturistischen Gedanken verfolgt, der sollte
sich ohnehin nicht in FKK-Vereinen orientieren....

Gruß
Walter

PS: die Pubertät hört nicht zwangsläufig mit 18 auf ... genausowenig, wie
sie zwangsläufig in einem bestimmten Alter beginnt. Die Spanne reicht von
10 Jahren (in seltenen Fällen auch darunter) bis über 20!

Naja ... und bei manchen endet sie nie, wie man ja hier im Forum immer
wieder zur Kenntnis nehmen kann, darf, muß.

Beitrag 15 Januar 2006 03:20 
 
 
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Pullover



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Alter:46

Anmeldungsdatum: 28.03.2005
Beiträge: 3300
Wohnort: Herne in Westfalen


germany.gif
Autorität

Das grundlegende Provblem, das ihr anspricht, ist eingentlich ein ganz anderes, nämlich die Autoritär der Eltern,

Während in den 50ern, 60ern, und vielleicht auch noch in den 70ern Jahren die Autotität der Eltern nicht oder kaum angezweifelt wurde, so hat sich das spätestens nach 1968 (quasi radikal) geändert.

Mit Beginn der sogenannten 68er-Generation, ist der Wille der Eltern nicht mehr entscheidend für das Tun ihrer Kinder.

Da sind auch sicherlich neben den Eltern auch zu viele Einflüsse, die aus die Kinder wirken, also Umfeld, Schule, Umgebung, aber eben auch das, was sich auf das Umfeld wiederum auswirkt, nämlich Zeitungen, Medien, Fermsehen nicht zuletzt. Das Main-Argument der Medien (Fernsehen vorwiegend, danach Illustrierte, bspw. Bravo) ist Moral und Tradition, ja letztlich Verklemmtheit.

Warum?

Weil ein erigierter Penis, laut Medienggesetz nicht gezeigt werden darf. Daraus hat man unnötig gefolgert, das auch nackte Haut, ja, nackte weibliche Haut bis zu einem bestimmten Zeitpunkt tabuisiert wird (meist bis ca: 23:00).

Eine Art Derrick-Denken hat sich in Deutschland (BRD bis 1989) festgesetzt.
Letztlich eine Diskrepanz, Einerseits fordern die Medien eine Schamhaftigkeit (der eigenen Person), andererseits ein Elternhaus (Eltern), die völlig ohne Hemmungen den Urlaub möglichst nackt verbringen.

Was dem einzelnen Jugendlichen (was nun in Klammern zu setzzen ist bleibt jedem selbst überlassen) bleibt ist die Gesellschaft und nicht mehr die Familie.

Also ist das was er anstrebt die Konformität mit der Gesellschaft und nicht mit der (kleinen) Familie.

(was ich noch nicht angesprochen habe, was aber sicherlich genauso relevant ist, ob Schamhaftigkeit, tatsächlich nicht angeboren ist. Zumal sie zumindestens in der weiblichen Menschenhwelt vor unnötiger Schwangerschaft schützen kann.)

Schöne Grüsse aus Herne, der Wilhelm.

Beitrag 15 Januar 2006 04:06 
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düllerk



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Alter:74

Anmeldungsdatum: 10.01.2004
Beiträge: 1002
Wohnort: EL


germany.gif
!

pubertät: "fkk" ist in dem zusammenhang nur eines der "probleme".
nach wie vor ist wichtig, dass und wie eltern ihre kinder durch die jahre begleiten. ich selbst habe einige defizite erlebt (wie viele andere auch) und weiß deshalb, wo es gehakt hat. nur ein beispiel, das nicht direkt mit fkk zu tun hat, aber mit dem erwachsenwerden:
in meiner jugend (anders als heute) war es üblich, so früh im jahr wie möglich die kurzen hosen anzuziehen. aber welch schreck: plötzlich waren über den winter richtig dunkle haare an den beinen gewachsen . . .
meine eltern werden das mit sicherheit bemerkt haben - ohne darauf einzugehen - vielleicht dachten sie auch, das sei für mich kein problem.
ein oder zwei jahre lang habe ich mir die behaarung (so gut wie es ging) abrasiert. aber das war keine richtige problembehandlung.
gespräch, gespräch, gespräch - genau auch bei fkk - "mögen" eltern das?

Beitrag 15 Januar 2006 10:27 
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nonudo



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 31.12.2004
Beiträge: 798



germany.gif
Keinerlei Druck - einfach machen lassen

Meine Frau und ich haben in der Pubertät unserer Kinder unsere Gewohnheiten nicht geändert und sind im Urlaub weiter an FKK-Strände gegegangen. Wir haben aber stets darauf geachtet, dass die Kinder angezogen bleiben konnten, wenn sie es wollten.

Ich hab mal erlebt, dass in einem Bad der Bademeister einige Jungs, die nicht gewusst hatten, dass FKK-Zeit ist, gezwungen hatte, sich auszuziehen oder zu gehen. Ein Junge hat sich dann ausgezogen und sofort eine Errektion bekommen, die er mit dem Handtuch verborgen hat, was trotzdem jeder mitbekommen hat und ihm saupeinlich war. Das muss nicht sein.

Also: FKK als was Schönes und Selbstverständliches vorleben: Ja !

Druck oder Zwang: Nein !!!

Beitrag 15 Januar 2006 11:29 
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Erftland-Naturist
Ehemaliger User










Walter hat folgendes geschrieben::
Wer auch nur ein wenig den naturistischen Gedanken verfolgt, der sollte sich ohnehin nicht in FKK-Vereinen orientieren....


Walter, was willst du uns denn damit sagen?
Man kann doch Mitglied im FKK-Verein sein und naturistische Gedanken verfolgen. Das Eine schließt doch nicht das Andere nicht aus.

Warum hast du nur so eine Phobie gegenüber FKK-Vereine?

Beitrag 15 Januar 2006 13:12 
 
 
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Fred
Ehemaliger User










Re: mein einziger beitrag zu "erektion"

edl hat folgendes geschrieben::
kommt jetzt:

eine erektion beim jugendlichen kommt mit oder ohne hose, wach oder im traum.
das war's.

dass sich manche genieren, weil sie anderenorts (unter sich) damit angeben, wilde phantasien dazu entwickeln, etc. ist auch klar. also muss es wohl "tabuisiert" werden.
hoffentlich nur übergangsweise ein paar monate lang.
da braucht es verständnis derer, die sich komischer weise genau daran nur selten mehr erinnern: nämlich der "erwachsenen".
verständnis, nicht verdeckte geilheit oder überschießende abwehr.

was hier im forum auftritt, ist ein phänomen, das ich nur so verstehen kann:
aktualisierung alter, nicht zu ende gebrachter "tabus" - d.h. heimliche (womöglich pubertär-lüsterne) sexualisierung von nacktheit, und deren krude auswüchse, aber auch übertrieben harte abwehr in frage, antwort, bild und (nein: zum glück nicht auch noch "ton").

liebe grüße
v.


Also, ich finde eigentlich nicht, dass die Frage nach "FKK-Zwang für Jugendliche in der Pubertät oder lieber Clothing Optional" eine heimliche Sexualisierung von Nacktheit beinhaltet.

Und die Standard-Antwort auf die pure Nennung des Wortes "Erektion" (nämlich: "die kriegt man mit oder ohne Hose") führt hier auch ins Leere. Mit Hose ist man nämlich nicht gezwungen, sie zu zeigen.

Wohlgemerkt, wir reden hier nur von Jugendlichen in der Pubertät, deren Körperreaktionen ja, wie wir alle noch aus dem Geschichtsbuch wissen, gegelegentlich unberechenbar sein können. Dass die Forumsteilnehmer niemals... aber lassen wir das.

Nach wie vor: Clothing Optional überall ist meine Forderung. Da kann dann jeder Jugendliche, jeder Erwachsene und jedes Kind sich ausziehen oder nicht, ohne dies rechtfertigen zu müssen.

Gruß Fred

Beitrag 15 Januar 2006 17:03 
 
 
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Run_Naked
Moderator


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Alter:53

Anmeldungsdatum: 29.12.2003
Beiträge: 2551
Wohnort: Bergisch Gladbach


germany.gif
re: Walter

Walter hat folgendes geschrieben::
... Wer auch nur ein wenig den naturistischen Gedanken verfolgt, der sollte sich ohnehin nicht in FKK-Vereinen orientieren ....

Wie darf man denn jetzt diesen Satz verstehen?

Meinst Du: "Sich an FKK-Vereinen orientieren" oder "Sich in FKK-Vereinen organisieren"? icon_rolleyes.gif

"Sich in FKK-Vereinen orientieren" geht eigentlich nur mit nem Kompass! icon_lol.gif Natürlich nur, wenn das Gelände das hergibt! icon_lol.gif

Hin wie her, macht der Satz keinen Sinn und es fehlt, so wie er formuliert ist, jeder Bezug zum Topic! icon_rolleyes.gif

Bitte um nähere Erläuterung, was Du damit meinst!

Run_Naked

Beitrag 15 Januar 2006 18:56 
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Werner



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Alter:66

Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beiträge: 4275
Wohnort: Broome


australia.gif
Re: re: Walter

Run_Naked hat folgendes geschrieben::
Bitte um nähere Erläuterung, was Du damit meinst!

Wozu?

Es weiß doch mittlerweile jeder, wo der "Stein des Weisen" gefälligst zu liegen hat.

Grüße

Werner

Beitrag 15 Januar 2006 19:05 
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Walter
Ehemaliger User










Erftland-Naturist hat folgendes geschrieben::
Warum hast du nur so eine Phobie gegenüber FKK-Vereine?

Ich bezog mich auf Lorenz' Beitrag .... Bitte im Zusammenhang lesen. Danke!

Ich sprach von der Orientierung in FKK-Vereinen ... eine Phobie ist etwas
gänzlich anderes. Außerdem muß man ja nicht hineininterpretieren, was
nicht geschrieben wurde. Es entspricht nicht meiner Meinung, etwas gegen
FKK-Vereine haben zu müssen ... jedem eben das Seine. Die Mehrheit der
Naturisten, bzw. derer, die versuchen, dem naturistischen Gedanken
möglichst nahe zu kommen, findet man keinesfalls in FKK-Vereinen
(aufgepaßt: ich schrieb Mehrheit!)...

@run_naked
gilt auch für Dich ... bitte im Zusammenhang lesen. Danke!
Nein, run_naked, ich schreibe keinsfalls so hochgeistig, daß auch Du es
verstehen kannst icon_rolleyes.gif

run_naked hat folgendes geschrieben::
...geht eigentlich nur mit nem Kompass!

Siehst Du das bei der sexuellen Orientierung genauso? icon_confused.gif

@Werner
Bist Du JEDER? icon_eek.gif

Gruß
Walter

PS: da sind sie ja wieder, diejenigen, die jeden Thread zerreißen müssen,
ohne sich, mangels Verstand, wirklich auf das Topic beziehen zu können.

Beitrag 15 Januar 2006 19:16 
 
 
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Pan meets Lilith




Alter:78

Anmeldungsdatum: 24.02.2005
Beiträge: 14850
Wohnort: EUdSSR


blank.gif

Mit Ausnahme der Frotzelei gegen Walter der erste "problem-" und sachorientierte Thread seit langem. Prima! *s* (ich weiß, ich selbst bin nicht ganz unschuldig an den unsachlichen oder flappsigen Beiträgen).

@run_naked:
Walter wird von einem ausgeprägten Dogmatismus bei den FKK-Vereinen ausgehen. Ich neige dazu, ihm Recht zu geben. Aber möglicherweise tun wir beide den Vereinsleuten unrecht.

Den in Bezug auf das Handeln und Fühlen Jugendlicher aufgeworfenen Gedanken mit der "Richtschnur Großgruppe Gesellschaft" (statt "Richtschnur Kleingruppe Eltern / Familie") finde ich außergewöhnlich interessant. Wie ich den Gedanken für mich selbst bewerten soll, fällt mir allerdings schwer.

Das Clothing optional wäre für die FKK-Vereine ein fortschrittlicher Gedanke, so glaube ich. Etwas zu gestatten (anstatt es vorzuschreiben), wäre ein Zeichen neu erworbener Souveränität.

War neulich mit einer Freundin im langen Saunaabend - und ärgerte mich darüber, dass man sie nicht mit Badehose schwimmen ließ. (Die hatte sie anbehalten, weil es ihr ohne Hose unangenehm wegen ihrer einsetzenden Menstruation war). DAS empfand ich als dogmatisch. Ich will MEINE Freiheit der Nacktheit ja nicht um den Preis "der Gefangenschaft Bekleideter" erreichen. Aber nun je - vielleicht kommen ja noch interessante Stimmen zu dem Thema - dass sich ... THEMENDISZIPLIN ! icon_wink.gif auf die Pubertätsphase mit den Unsicherheiten Jugendlicher bzgl. ihrer Körperveränderungen bezieht.

Die Fragen, die - für mich! - vorerst unbeantwortet sind:
- Wieviel Rücksicht darf man auf ander Leuts Pubertätswallungen nehmen?
- Wieviel Hirnlosigkeit oder Unsicherheit oder Frechheit darf man mit Pubertät entschuldigen?
- Auch noch interessant (i.S. von lustig): Warum zeigen die pubertanden Mädchen-Generationen der letzten Jahre ihre freie Bauchnabel-Nieren-Region OHNE jegliche Scham-Anwandlung, OBWOHL sie fast allesamt einen äußerst unattraktiven Speckring um das tragen, was bei anderen Generationen mal die Taille war. Das Ganze wird zudem durch eine offenbar "hippe" Hosenmode betont, die den Gürtelbereich der Hose eben nicht auf der "Taille", sondern weiter unten, auf den Beckenknochen ruhen lässt.

Daraus leitet sich für mich die lästerhafte Frage ab: Bereitet sich diese Generation auf einen Krieg vor? (vgl. Schönheitsideal Renaissance versus Schönheitsideal Barock -> Erfahrung 30-jähriger Krieg; Schönheitsideal 20-er Jahre (Erfahrung 1. Weltkrieg) versus Schönheitsideal Nazi-Zeit; Schönheitsideal 50-er-Jahre (Fresswelle, Erfahrung II. Weltkrieg versus Schönheitsideal 60-er / 70-er / 80-er / 90-er).

Bei den Jugendlichen, die ich so im Verwandten- und Freundesumfeld beobachte, werde ich den Eindruck nicht los, die könnten irgendwo auch eine intakte Nabelschnur an den elterlichen Kühlschrank haben (oder an den nächsten Aldi): Fressen, saufen, poppen. Über Intellektuelles schweig ich mal höflich.

PML

Beitrag 15 Januar 2006 19:29 
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Donald



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Alter:48

Anmeldungsdatum: 13.05.2003
Beiträge: 1778
Wohnort: Berlin


blank.gif

Bitte entschuldigt, dass ich ziemlich willkürlich zu dem einen oder anderen eine Bemerkung mache. Zum Sortieren ist mir das alles zu viel.

"nur weil gerade eines der Kinder in der Schamphase ist"

Hmm, hmm. Inhaltlich wohl richtig, dass die meisten Menschen irgendwann mal (Körper-)Scham empfinden. Durch den bestimmten Artikel und durch die knappe Formulierung schwingt aber gleichzeitig noch so eine Unausweichbarkeit, gar Notwendigkeit mit, die es IMO nicht gibt. Diese Scham ist kein Naturgesetzt wie der Sonnenaufgang, sondern ein höchst komplexes und sich individuell unterschiedlich auswirkendes soziales Phänomen.

"Phase" impliziert auch eine zeitliche Begrenztheit, die auch keineswegs klar ist.

So würde mit die analoge Formulierung "nur weil sich eines der Kinder dabei schämt" besser gefallen.

"Teil eines natürlichen Prozesses"

Diese Formulierung finde ich noch gefährlicher. Solche Aussagen sind zwar nie richtig falsch, weil "natürlich" eben ein höchst unklarer Begriff ist, aber sie transportieren eben auch die (falsche) Naturgesetz-Botschaft "unausweichlich" und hier sogar noch eine positive, förderungswürdige Wertung.

Durch die Definition/Konstruktion einer "Schamphase" befördert man sie unnötigerweise. Das wäre ähnlich oberflächlich und kontraproduktiv, wie beispielsweise der Begriff Flegeljahre.

Pullover hat recht, wenn er auf die Medien aufmerksam macht, die in dieser selbstverstärkenden und selbsterhaltenden Begrifflichkeit eine wichtige Multiplikatorrolle spielen.

"Viele Jugendliche haben nach meiner Erfahrung einen Horror davor, begafft zu werden"

So einfach ist das nicht, wie man an Rainers treffender Bemerkung erkennen kann: "Auch noch interessant (i.S. von lustig): Warum zeigen die pubertanden Mädchen-Generationen der letzten Jahre ihre freie Bauchnabel-Nieren-Region OHNE jegliche Scham-Anwandlung".

Ja, tatsächlich, stellen sich die gleichen Jugendlichen, die vielleicht Nacktbaden ablehnen würden, durchaus in anderen Situationen auch in Pose.

Welche Art der Exposition nun positive oder negativ wahrgenommen wird, scheint mir mehr eine Modefrage zu sein.

"Den Jugendlichen ist es eben nicht geheuer, daß sich plötzlich so einiges ändert"

Richtig. Aber wieso ist das so? Bei Kindern verändert sich ständig irgendwas, daran sollte sie doch gewöhnt sein. Das fängt ja schon ganz offensichtlich mit der Körpergröße an. Wieso können sie sich damit so problemlos arrangieren, dass einige größer sind, andere kleiner, dass der Wachstumsschub bei einigen früher bei anderen später kommt, ohne dass das zwangsläufig zu enormen Problemen führt? Ich denke, weil diese Entwicklung eben offen stattfindet. Deswegen denke ich, dass bei genügender Offenheit die sonstigen körperlichen Entwicklungen ( Beinbehaarung beispielsweise icon_smile.gif ) auch weniger problembehaftet wären.

nonudo hat folgendes geschrieben::

Ich hab mal erlebt, dass in einem Bad der Bademeister einige Jungs, die nicht gewusst hatten, dass FKK-Zeit ist, gezwungen hatte, sich auszuziehen oder zu gehen. Ein Junge hat sich dann ausgezogen und sofort eine Errektion bekommen, die er mit dem Handtuch verborgen hat, was trotzdem jeder mitbekommen hat und ihm saupeinlich war. Das muss nicht sein.


Ich finde das richtig. Und auch wenn dem Jungen das kurzfristig peinlich war, wer kann schon sagen, ob dieses (forcierte) Ablegen der Tabus untereinander der Gruppe nicht auch nicht nützlich war? Hast du mitbekommen, wie es im Bad später weitergegangen ist? War ihnen der Tag verdorben?

Für die Schamhaftigkeit der Jugendlichen sehe ich ganz wesentlich auch zirkuläre Ursachen - analog zu sonstige Moden. Die Kleineren schauen sich ihre Verhaltensweisen von den Größeren ab. Da ich FKK als gesunden Gegenpol zu der verklemmten, unehrlichen Gesellschaft schätze, gefällt mir das nicht.

Daher möchte ich, dass es auch "puristische" Orte gibt, an denen Nacktheit Standard ist, an denen schamhaftes Verhalten abgelehnt wird. Dort wird dieser Teufelskreis durchbrochen, der die Textilmode zum unausweichlichen Standard erhebt.

Ciao
Donald

Beitrag 16 Januar 2006 11:36 
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Pan meets Lilith




Alter:78

Anmeldungsdatum: 24.02.2005
Beiträge: 14850
Wohnort: EUdSSR


blank.gif

@donald:
Zitat:
"Teil eines natürlichen Prozesses"

Diese Formulierung finde ich noch gefährlicher. Solche Aussagen sind zwar nie richtig falsch, weil "natürlich" eben ein höchst unklarer Begriff ist, aber sie transportieren eben auch die (falsche) Naturgesetz-Botschaft "unausweichlich" und hier sogar noch eine positive, förderungswürdige Wertung.

Durch die Definition/Konstruktion einer "Schamphase" befördert man sie unnötigerweise. Das wäre ähnlich oberflächlich und kontraproduktiv, wie beispielsweise der Begriff Flegeljahre.


"Natürlich" ist m.E. nicht nur ein höchst unklarer, sondern ein kurzum überflüssiger Begriff.

Aber um auf deinen eigentlichen Ärger einzugehen:

Das Kreuz an der Geschichte ist: Wir können keine "ceteris-paribus"-Bedingungen herstellen, um zu überprüfen, WIE und OB eine pubertäre Schamphase "unausweichlich" ist.

Dazu müsste man Kinder, deren erste Stimmbruch- oder Behaarungs-Anwandlungen man bemerkt, völlig von der bisherigen Geschichte und bisherigen "Kulturwerten" isoliert halten. Dass dies nicht funktioniert, liegt m.E. auf der Hand. Dass es ein Menschenversuch zur Erkenntnis um jeden Preis wäre, auch. Am ehesten könnte man noch Erkenntnis aus der vergleichenden Zwillingsforschung schöpfen: bei eineiigen Zwillingen, die (etwa per Adoption) in getrennten Elternhäusern aufwachsen, mit jeweils anderen Wertbildern dieser Elternhäuser.

Bislang, Donald, finde ich die Auffassung der Pubertät als einer Phase sinnvoll, die gelinde von der "Narrenfreiheit der Kindheit / Welpen" in die pflichtorientierte Phase der Erwachsenwelt führt. Du öffnest mir gerade den Blick dafür, dass diese Phase kulturell gewachsen sein könnte (und eben nicht "natürlich" vorgegeben sein muss). Dennoch finde ich diese Phase dann zivilisatorisch ausgesprochen sinnvoll.

Übrigens liefern uns andere Säugetiere (mit Nesthocker-Status bei den Welpen) ja gute Anhaltungspunkte darüber, WIE natürlich individuelle Lebensstationen wie Säuglingszeit, Kindheit, Pubertät / Jugend, Erwachsenenstatus, Greisen-Status sind.

Eines dürfte jedenfalls feststehen: Zu keinem anderen Zeitraum wie in der Pubertät finden derart heftige genetisch programmierte und hormonell induzierte Veränderungen statt wie in dieser Phase. Ein Lebewesen, das mit "Bewusstsein" ausgestattet ist, kann das anders als verunsichert auf derartige Veränderungen seiner selbst reagieren?

Ich würde erst mal nicht so weit gehen wie du, Donald. Schlösse ich mich deiner Meinung an, hätte ich Sorge, die Nacktheit als Ausdruck der Wahrhaftigkeit zu idealisieren. M.E. ist Nacktheit NICHT Ausdruck der Wahrhaftigkeit, sondern Ausdruck DES WUNSCHES nach Wahrhaftigkeit. Eine Art Entschleunigung der "evolutiven Rüstungsspirale" mit deren Attributen höher, schneller, weiter, besser, aggressiver, ...

Aus Sicht einer Gemeinschaft kann eine derartige Entschleunigung durchaus Sinn ergeben: wenn sich das "Höher, Schneller, Weiter, Besser, Aggressiver" etwa als zu energieaufwändig, zu risikobehaftet für das Überleben der Species andeutet. Auch Entschleunigungs- und Stabilitätsphasen sind in der Evolution von Bio-Species immer wieder zu beobachten.

PML / Rainer

Beitrag 16 Januar 2006 12:11 
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Walter
Ehemaliger User










Donald hat folgendes geschrieben::
"Teil eines natürlichen Prozesses" (ein Satz aus einem Beitrag von mir)

Ist es denn wirklich so schwer das zu akzeptieren? Mit der einsetzenden
Pubertät wird den Kindern plötzlich bewußt, daß auch sie einen Körper
haben ... noch dazu einen, der sich binnen kürzerer Zeit enorm verändert.
Die Veränderung der Größe ist jedoch ein ständiger Prozeß und hat nichts
mit der Pubertät zu tun. Im Gegenteil. Weil sie größer werden, erreichen sie
Dinge, die vorher nicht einmal zu entdecken waren. Das sind ständige
Erfolgserlebnisse. Das verbinden Kinder mit Stolz, nicht mit Scham!

Das einsetzende "bewußt sein" ist und bleibt "Teil eines natürlichen
Prozesses", nicht die Scham als solche, welche ja indirekt durch Eltern,
Medien u.a. "gesteuert" ist. So habe ich irgendwo einmal gelesen, daß die
Frauen eines Eingeborenenstammes, wenn Du sie nackt vorfindest, sich den
Kopf "vor Scham" bedecken und nicht den Körper bzw. Genitalbereich.

An anderer Stelle schrieb ich bereits, daß man die Texte doch im
Zusammenhang lesen solle. Es bringt nichts, wenn man Teile herausnimmt
und virtuell zerreisst. Ich habe nicht geschrieben, daß die Scham als solches
der Teil eins natürlichen Prozesses sei....

Naja, vielleicht wird's noch .... wer lesen kann soll ja klar im Vorteil sein ....!

Gruß
Walter

Bezüglich Scham gibt es einen sinngebenden Witz:

Klein Erna macht immer einen Handstand beim spazierengehen mit ihrer
Omi. Jedesmal schimpfte Omi: "Da sehen die Jungs doch deinen Schlüpfer".
Eines Tages war kleine Erna alleine unterwegs. Als sie nach Hause kam,
erzählte sie ihrer Omi, daß sie wieder einen Handstand gemacht hätte,
worauf die Omi gleich wieder loswetterte: "ich habe dir doch gesagt, daß du
das nicht machen sollst, weil sonst die Jungs..." Klein Erna unterbricht: "Ach
Omi, die Jungs konnten meinen Schlüpfer gar nicht sehen, ich hatte ihn
vorher ausgezogen."

Soviel zu dem Thema: anerzogene Scham und was passiert, wenn man
etwas anderes vermittelt.

Beitrag 16 Januar 2006 13:21 
 
 
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