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Das Kreuz mit dem Kreuz
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  Autor    Thread Dieses Forum ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren, schreiben oder beantworten. Dieses Thema ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.
Pan meets Lilith




Alter:81

Anmeldungsdatum: 24.02.2005
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blank.gif

@hhnude:
Zitat:
Was kommt denn als Nächstest? Muss ich dann abschwören und Namen von anderen Ketzern aufsagen?

He! WEHE, du verpetzt mich auf Norberts katholischer Inquisitionsschaukel!
icon_biggrin.gif
Wo du Nikolaus von Kues erwähntest: Meine Fresse, MUSS dieser kluge Mann wachsam gewesen sein, dem Scheiterhaufen zu entgehen! Der muss das Motto auf Spinozas Siegelring beherzigt haben, bevor selbiger hätte geprägt sein können. Es gehörte allein Schneid dazu, sich zu seiner Zeit positiv auf Meister Eckhart zu beziehen.

@norbert:
Zitat:
Pan, wo bleibt bei Dir das Selbstbild?

Frag Sokrates! Er wusste, dass er nicht wusste.
Nach hhnude gehend, wusste er das sogar in Form von Platon. icon_wink.gif
NOCH schlimmer (Schwenk nach China) bei Lao Tse: Man munkelt von ihm, es habe ihn gar nicht persönlich gegeben!

Zitat:
Identität setzt voraus, dass ich ein Bild von mir habe.

icon_eek.gif Du hast ein BILD von dir!?
WIE hieß gleich der Jüngling, der sich beim Wasserschöpfen in sein Abbild verliebte? Nicht Dorian Grey, nee, der war später.
Wolle mers mal nicht überTREIBEN mit dem katholischen Pomp, he?!
Auch DANN nicht, wenn sich der (immerhin römisch-katholische) Papst und Bayer Joseph Ratzlinger (also gemäß der legendär gewordenen Schlagzeile einer bekannten Boulevardzeitung wir selbst) im Albert-Einstein-Jahr 2005 plötzlich mit "absoluten Werten" als Sektenführer der evangelisch-bilderstürmerischen Kreationisten entpuppte - oder gar als Topagent der Arianer? (zum Kummer dann freilich seines Busenfreundes von Ihro Merkwürden, Kardinal Meisler, von wegen "Ich will kein muslimisches Fenster in meinem Dome!" -> Also DOCH die Alten sinnenschwelgenden Griechen statt des - mutmaßlich - miesepetrigen und machtgeilen Paulus?)

Ehre, wem Weisheit gebürt!

Sorry, ich antworte etwas süffig.
Pallas Athene sei mit euch!

Beitrag 24 November 2009 04:46 
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hhnude



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Nikolaus von Kues

Pan meets Lilith hat folgendes geschrieben::
Wo du Nikolaus von Kues erwähntest: Meine Fresse, MUSS dieser kluge Mann wachsam gewesen sein, dem Scheiterhaufen zu entgehen!


Ja ja, die Unendlichkeit. Auch so eine schlimme Sache, ebenso wie das Nichts.



Noch ein Zeichen mehr.

Zitat:

Weil der Mensch in den verschiedensten kulturellen Phänomenen die unendliche Kreativität Gottes nachahmt, diese aber unerreichbar bleibt, kann keine konkrete Kultur die letztgültige sein und über alle anderen einen Absolutheitsanspruch erheben. Die Vielfalt der Kulturen ist für Cusanus vielmehr der positive Wert, denn in ihr spiegelt sich die Unerschöpflichkeit der Unendlichkeit des Schöpfergottes.


Hab ich irgendwo im Netz geklaut

Kues gilt auch Nichtchristen als brillanter Mathematiker und Logiker, irgendwo zwischen Mythologie und Nominalismus. Durch ihn kommt die Unendlichkeit in die christliche Welt, auch so ein Abstraktum wie Null. Sein Versuch eine Generalreform der römischen Kirche durch zu ziehen ist leider, nun ja, wie auch schon bei anderen vorher, nicht so wirklich erfolgreich gewesen. Er war aber nicht der erste oder der letzte.

Mathematische Theologie - Nikolaus von Kues (gest. 1464)
http://www.nvf.ch/math_kues.asp

und auch schön, die Coincidentia oppositorum (Zusammenfall der Gegensätze)
http://de.wikipedia.org/wiki/Coincidentia_oppositorum

Hier wirft man ihm glatt Pantheismus und Häresie vor. Echt schlimme Dinge. LOL

Aber, erstaunlich ist doch die Süddeutsche mit der Frage der Woche seinerzeit

Was war die größte Fälschung aller Zeiten?
(Frage der Woche, Süddeutsche 04.12.2007)
http://www.sueddeutsche.de/wissen/600/426357/text/

Vielleicht hatte der italienische Dominikaner Giordano Bruno nicht so viele deutsche Herren als Freunde wie der Nicolas Kues. Ich nehme an, du zielst doch auf Giordano Bruno ab? Worin mögen sich denn nun diese beiden frühen Humanisten so extrem unterschieden haben, so dass der eine zum Bischof wurde und der andere auf den Scheiterhaufen musste.

Sollte man wegen eines Nikolaus von Kues nun ein Kreuz an die Wand hängen, weil er für die Kultur des Abendlandes eine eigentlich ganz ansehnliche Figur macht. Immerhin ein Mann, der auch Griechisch konnte, und die Einigung der Orthodoxen mit der Römischen Kirche vorantreiben wollte.

hhnude

Beitrag 24 November 2009 20:53 
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Pan meets Lilith




Alter:81

Anmeldungsdatum: 24.02.2005
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@hhnude:
Zitat:
Vielleicht hatte der italienische Dominikaner Giordano Bruno nicht so viele deutsche Herren als Freunde wie der Nicolas Kues. Ich nehme an, du zielst doch auf Giordano Bruno ab? Worin mögen sich denn nun diese beiden frühen Humanisten so extrem unterschieden haben, so dass der eine zum Bischof wurde und der andere auf den Scheiterhaufen musste.

Hm. Gute Frage.

Cusanus lebte in der späten deutschen Gotik.
Bruno in der (für italienische Verhältnisse) sehr späten Renaissance.

In der Gotik, so nehme ich an, war die Stellung der Institution Kirche so weithin unangefochten und unangezweifelt, dass sie sich größere Gelassenheit leisten konnte in der Bekämpfung ihrer programmatisch-ideologischen Feinde. Sagen wir so: Die Frustrationstoleranz der machtgeilen Fanatiker war größer, weil es keine esoterische Konkurrenz gab, von der sich Kunde hätte großflächig verbreiten können.

Anders die gesamtchristlichen Verhältnisse zu Zeiten Brunos: Die Reformation war zu Brunos Lebensmitte rund 50 Jahre am spirituellen Markt. Somit gab es Konkurrenz unter den Christen (protestantische Bilderstürmer, also einerseits fanatisch-abstrakte QUASI-Arianer, wenn auch inkonsequent. Andererseits herkömmliche römische Katholen, die weiterhin auf den Machtfaktor Papst setzten.
Gleichzeitig: 50 Jahre Buchdruck. Und damit verbunden ein im Vergleich höherer Alphabetisierungsgrad.

Die westlichen Intellektuellen der Renaissance waren also, anders als zu gotischen Zeiten, in der Schere gleich ZWEIER Fanatikerinstanzen:

- katholisch-päpstlicher Durchsetzungs-Anspruch, manifestiert zuletzt in der Gegenreformation
- protestantisches Sektierer-, Moralistenkleinbürger- und Bilderstürmer-Umfeld (hierzu gehörig: Johannes Calvin, der Urvater Schweizer Geldgeilheit, möglicherweise impotent).

Ich bin fest überzeugt: Die Intellektuellen ALLER Zeiten und ALLER Orten waren der Schmirgelsand zwischen dem Rad der Macht und dem Rad des Mob. Nicht angefangen bei Heraklit. Nicht aufgehört bei Feuerbach.

Beitrag 24 November 2009 21:24 
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hhnude



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caute

Pan meets Lilith hat folgendes geschrieben::
Ich bin fest überzeugt: Die Intellektuellen ALLER Zeiten und ALLER Orten waren der Schmirgelsand zwischen dem Rad der Macht und dem Rad des Mob. Nicht angefangen bei Heraklit. Nicht aufgehört bei Feuerbach.


Tja, nun, irgendwo muss man ja stehen.


hhnude

Beitrag 24 November 2009 22:06 
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Pan meets Lilith




Alter:81

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Der Name der Rose



Pallas Athene sei mit dir!

Beitrag 24 November 2009 22:26 
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Eule



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Pan schreibt:
Zitat:
Du hast ein BILD von dir!?

Pan, ich habe ein Bild von mir. und ich hoffe, du hast auch eines von dir. Zumindest hast du mir ein solches Selbstbild vermittelt.

Zitat:
WIE hieß gleich der Jüngling, der sich beim Wasserschöpfen in sein Abbild verliebte?

Nun, den kennst du selbst sehr gut. Darum muss ich diesen dir nicht nennen. Aber mit der Frage des Selbstbildes im allgemekinen hat wer nichts zu tun. Denn bei dem jünglich ging es um ein Spiegelbild und nicht um ein Selbstbild.

Zitat:
@hhnude:
Zitat:
Zitat:
Vielleicht hatte der italienische Dominikaner Giordano Bruno nicht so viele deutsche Herren als Freunde wie der Nicolas Kues. Ich nehme an, du zielst doch auf Giordano Bruno ab? Worin mögen sich denn nun diese beiden frühen Humanisten so extrem unterschieden haben, so dass der eine zum Bischof wurde und der andere auf den Scheiterhaufen musste.


Hm. Gute Frage.

Cusanus lebte in der späten deutschen Gotik.
Bruno in der (für italienische Verhältnisse) sehr späten Renaissance.

Pan, ich erweitere die Frage von hhnude. Ich gehe jetzt mal in die heutige Zeit und denke an Ratzinger und Küng. Wie kann es sein, dass der eine Papst und der andere mit einem kirchlichen Lehrverbot belegt wurde?


hhnude schreibt:
Zitat:
Wir sind uns aber einig, dass du dich nicht wirklich mit dem Mittelalter auskennst, oder?

Dieses mag deine Meinung sein, aber hier sind wir uns nicht einig.

Zitat:
Und weil dem so ist, und du ja weisst, dass ich mich da sehr gut auskenne, erzählst du einfach mal so, ich irre mich.

Habe ich dieses Wissen wirklich?

Zitat:
Ja, das mit der Null ist aber auch wirklich Scheiße

Das kann ich nicht sagen. Denn der Wert "null" ist wirklich eine spannende Sache.

Zitat:
Ja ja, die Unendlichkeit. Auch so eine schlimme Sache, ebenso wie das Nichts.

Ich kann an der Unendlichkeit nichts schlimmes finden. ob ich diese in all ihren Dimensionen begreifen kann, ist eine andere Frage. Nur ein "Nichts" gibt es nicht. Selbst im Materialismus gibt es kein "Nichts".

Beitrag 30 November 2009 05:37 
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Pan meets Lilith




Alter:81

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@norbert:
Zitat:
Pan, ich erweitere die Frage von hhnude. Ich gehe jetzt mal in die heutige Zeit und denke an Ratzinger und Küng. Wie kann es sein, dass der eine Papst und der andere mit einem kirchlichen Lehrverbot belegt wurde?


Lass den Küng mal beiseite. Der führt närrische Spiegelgefechte.

Nimm statt Küng den Drewermann. DANN passt der Vergleich BESSER.

Drewermann überzeugt durch seine Lebensführung.

Ratzinger argumentiert mit struktureller Macht (darwinsche Anpassung plus individuelle Hinterfotzigkeit).

Wessen persönliche Gesellschaft würdest du schätzen?
Von welchem der beiden würdest du was kaufen?
Mit wem würdest du essen gehen, ohne dir bei Wahl deines Sitzplatzes den Rücken freizuhalten?

Ferdinand Piech ist für einen VW-Arbeiter nützlich, für einen Mercedes-Arbeiter aber gar nich so ...
Essen gehen wollte ein VW-Arbeiter aber trotzdem nicht mit Piech. Das liegt an den kleinen bösen Schweinsäuglein und an der hart gezogenen Mundpartie icon_wink.gif

Beitrag 30 November 2009 06:16 
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Eule



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Anmeldungsdatum: 08.07.2009
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Pan schreibt:
Zitat:
Nimm statt Küng den Drewermann. DANN passt der Vergleich BESSER.

Pan, das dir ein Vergleich mit Drewermann lieber ist, als mit Küng, glaube ich dir gerne. Nur der Vergleich Ratzinger mit Küng ist besser. Denn beide waren zur gleichen Zeit in gleicher Position beim II. Vatikanischen Konzil. Hier ist ein direkter Vergleich in den Lebensgeschichten beider Theologen möglich. Im Gegensatz zu Drewermann hat sich Küng für ein Verbleiben in der Kirche ausgesprochen.

Zitat:
Lass den Küng mal beiseite. Der führt närrische Spiegelgefechte.

Diese Aussage solltest du mir mal erläutern. Ich kann dieses nämlich nicht feststellen. Küng hat in seinem Kampf gegen die Kurie nicht nachgegeben und führt eine sehr harte Auseinandersetzung mit ihr. Er hat die Konsequenzen auf sich genommen und dabei die Vernichtung seiner beruflichen Existenz riskiert. Dass Rom ihm diese letztendlich nicht entziehen konnte, liegt im deutschen Recht begründet.

Das Vergleichspaar Ratzinger mit Küng beschreibt sehr exelent die beiden Gegensätze der heutigen Theologie, nämlich der rückwärts gerichteten von Ratzinger und der vorwärtz gerichteten von Küng.

Und dieses müsste doch für dich vom großen Interesse sein. Ratzinger begründet seine Theologie aus dem Streit mit der griechischen Philosophie. Küng hingegen auf die Quelle des Glaubens.

Beitrag 03 Dezember 2009 01:59 
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Pan meets Lilith




Alter:81

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Moin, Norbert!

@norbert:
Zitat:
Und dieses müsste doch für dich vom großen Interesse sein. Ratzinger begründet seine Theologie aus dem Streit mit der griechischen Philosophie.

Für mich zunächst inhaltlich nachvollziehbar.

Zitat:
Küng hingegen auf die Quelle des Glaubens.

Aussage bringt mir nix, da nicht erläutert.

Na, dann nimm doch Heinemanns Tochter Uta! Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, ist die gleichen Alters mit diesem Rotzinger - und die saßen zusammen im gleichen "theologischen Seminar".
Lt. einer meinerseits erinnerten Aussage Ranke-Heinemanns waren die in jungen Jahren sogar mal "befreundet". (was ich mir schwer vorstellen kann, die Naturelle betreffend, quirlig-humorig-schnatternd versus introvertiert-unsicher-boshaft-machtgeil).

Beitrag 03 Dezember 2009 04:45 
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skyfire



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...ihr könnt auch alles zerreden, wißt ihr das eigentlich?

Da ich nach langer Zeit mal wieder was poste , mal zum Original-Topic:

WURDE JA LANGSAM MAL ZEIT, daß das auch eine gerichtliche Instanz mal einsieht...

In einer nichtkonfessionellen Schule haben religiöse Symbole - egal welcher Konfession - schlicht nix zu suchen (außer ggf im Geschichtsbuch, aber das ist wieder was anderes). Ich kann die Klägerin sehr gut verstehen, und finde das "urteil" nicht nur richtig, sondern überfällig und begrüßenswert.

Die Behauptung weiter oben von tim, wir würden "im christlichen Abendland leben" - nein Tim. Es gibt so etwas wie ein "christliches Abendland" doch gar nicht - es gibt ein monotheistisch-usurpiertes Europa, das seiner Originalkultur nach mit dem Christentum so viel zu tun hat wie ein Pferd mit nem Kanapee.Es ist eine verbreitete Unsitte der Balkenseppanbeter, das zu behaupten, und das tun sie auch in dem von ihren Dogmen zugepampten "Religionsunterricht", dem offenbar auch du mal verfallen bist, und der dich zu diesem irrglauben geführt hat. Siehst du, zu solcher Mißinformation führt so ein sorgloser Umgang mit irgendwelcher Symbolik zur falschen Zeit...

Also, noch mal zum Mitschreiben: Wer von "wir Christen" spricht, bekommt von mir schon mal eine geklebt, weil ich aus gutem Grund kein Christ bin, und es nicht dulde, daß irgendwelche Möchtegerntonangeber meinen, sich hier anmaßen zu können, für "alle" zu sprechen.
Es mag sein, daß "auf dem papier" eine große Zahl der Deutschen als "Christen" geführt werden - wieviele davon sind das aus Überzeugung? Ein verschwindend geringer Teil. Vielerorts ist es entweder Heuchelei den Nachbarn gegenüber (gerade auf dem Dorf, da gehört sowas ja zum "guten Ton"), manchmal auch schlicht Bequemlichkeit, oder es könnte auch daran liegen, daß mittlerweile Geld für den Austritt aus diesem korrupten Wirtschaftssyndikat namens Kirche verlangt wird - in das viele ohne Einwilligung hineingezwängt werden, weil Eltern oft schlicht DOOF sind...
Das bestätigt nur, daß viele Deutsche einfach den Hintern nicht hochbekommen, einfach "mittreiben" und oftmals gar keine Meinung zu irgendwelchen themen haben... daß die größte Sekte der Welt nun den schlimmsten Möchtegernmordbrenner der Neuzeit zum Oberhaupt ernannt hat hilft ihrer Glaubwürdigkeit auch nicht gerade weiter...

Also: Richtig so, europäischer Gerichtshof. Und wenn es an einer (nichtkonfessionellen) Schule einen religionsunterricht geben soll, dann sollte dieser ein Unterricht in Religionswissenschaft und -geschichte sein, von gar keiner Religion "geprägt", und schon gar keine als "richtig" darstellen - es sollte informiert werden, was es alles gibt, wieso, warum, und was es bedeutet. Was davon dann wer für sich als "richtig" empfindet, sollte jedem selbst überlassen bleiben. Der Link weiter oben (ich glaube von hhnude) ist da recht gut, was die Auflistung der "kandidaten" angeht - aber vollständig ist der immer noch nicht.

So. 'nuff said.

Beitrag 03 Dezember 2009 05:50 
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Tim007



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Ach, skyfire, vielleicht wäre es ja sinnvoll, die nächste Postingpause zu intensivem Nachdenken zu nutzen.

Natürlich ist Europa durch christliche Kultur geprägt. Ein wohlmeinender Tipp: besuch mal eine Kunsthalle oder ein Museum. (gibt's sowas bei Euch?)

Außerdem habe ich leider, leider keinen regulären Religionsunterricht besucht, da es einen solchen in Bremen leider, leider nicht gibt. (Ist so als unrühmliche Ausnahme im Grundgesetz geregelt, unter Hinweis auf die WRV.)

Natürlich soll keine Zwangs-Glaubens-Vermittlung erfolgen. Trotzdem sollte man etwas Ahnung von der Bibel schon haben. Mach's meinethalben wie Brecht, der sich als Atheist sah, jedoch die Bibel als wichtigstes Buch betrachtete.

Mehr noch: wenn ich in einem muslimischen Land lebte, würde ich mich auch nicht darüber beklagen, wenn ich im Islam unterwiesen werden würde, im Gegenteil. Ich würde trotzdem kein Muslim. Garantiert nicht. Auch hier finde ich entsprechende Kenntnisse über andere Religionen wichtig (Du weißt doch Pan, ich bin Hindu-Experte).

Verkriech Dich, skyfire, wieder in Deinem wissensfreien Raum und feuere weiter ungezielt auf naive Gläubige, die Deinen Bewusstseinszustand noch nicht erreicht haben. Doch hab etwas Erbarmen mit ihnen.

Außerdem bin gerade ich es, der es verabscheut, wenn von "ihr" Christen oder "ihr" Atheisten die Rede ist. Wie kommst Du darauf, dass Du als Christ vereinnahmt werden sollst?

Es grüßt und wundert sich

Tim

Beitrag 03 Dezember 2009 20:24 
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skyfire



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Anmeldungsdatum: 12.04.2009
Beiträge: 1073
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Mensch Tim, lies doch mal genau was da steht...

Daß es hier "christliche Kulturzeugnisse" gibt, hab ich doch nirgends bestritten - allerdings gehören die allesamt nicht hierher, sondern sind von den tyrannischen Balkenseppanbetern "eingeschleppt" worden, haben also mit der ursprünglichen Kultur Mitteleuropas NIX zu tun, aber auch gar nix. Vielmehr haben hiwerzulande dann die Christen versucht, mit irgendwelchen erfundenen Festen die alten feiertage der ursprünglichen Religion(en) zu übertünchen - der einzige "selbsterfundene" Feiertag der Monokläuse ist Pfingsten, und was sie so ansonsten für sich "beanspruchen" ist eine ziemliche Unverschämtheit.

Ich habe auch nicht gesagt, daß man zB die Bibel nicht kennen sollte - es ist schon manchmal ganz praktisch zu wissen, an welches Märchenbuch der feind glaubt, dann weiß man, was man ihnen wo vorhalten kann, wenn sie sich mal wieder so schön selbst widersprechen. ich glaube, da sollten die mal Meisterschaften drin ausrichten...

Und - ich habe auch nicht gesagt, daß du persönlich von "wir" Christen sprichst, sondern daß es eine dumme, überebliche Angewonheit vieler wichtigtuerischer Balkenseppanbeter ist, das zu tun. Wenn du das "verabscheust", bist du diesen Deppen schon mal einen Schritt voraus.

Beitrag 03 Dezember 2009 21:03 
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Ralf-abc
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skyfire hat folgendes geschrieben::
allerdings gehören die allesamt nicht hierher, sondern sind von den tyrannischen Balkenseppanbetern "eingeschleppt" worden, haben also mit der ursprünglichen Kultur Mitteleuropas NIX zu tun, aber auch gar nix. Vielmehr haben hiwerzulande dann die Christen versucht, mit irgendwelchen erfundenen Festen die alten feiertage der ursprünglichen Religion(en) zu übertünchen - der einzige "selbsterfundene" Feiertag der Monokläuse ist Pfingsten, und was sie so ansonsten für sich "beanspruchen" ist eine ziemliche Unverschämtheit.


Mal so ganz dumm gefragt:
Welches ist denn die ursprüngliche Kultur Mitteleuropas (also die Kultur die schon immer da war und die daher nie eine andere Kultur verdrängt hat)?

Beitrag 03 Dezember 2009 23:25 
 
 
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hhnude



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Ralf-abc hat folgendes geschrieben::
Mal so ganz dumm gefragt:
Welches ist denn die ursprüngliche Kultur Mitteleuropas (also die Kultur die schon immer da war und die daher nie eine andere Kultur verdrängt hat)?


Das ist so schwer doch gar nicht zu erraten. Es waren mehrere "Kulturen". Interessant ist oft eher vielmehr, seit wann diese nicht mehr als "Leitkultur" in den Regionen gelten und wieso überhaupt. Und ebenso interessant ist, dass die sich auch noch so dermaßen gegenseitig beeinflussten, dass man eigentlich auch nicht mehr von "unabhängigen Kulturen" reden kann, auch wenn da viele noch so romantisch völkisch vor sich hinträumen wollen. Von einer rein auf Mitteleuropa bezogenen Kultur (so nach dem Motto, das war ja alles heiliges Römisches Reich, also ja Deutschland) kann man wohl auch nicht wirklich reden.

Mit der mitteleuropäischen Kultur oder Tradition ist das so wie das Volksmärchen von einem Griechenland. Tatsächlich hat es das nie wirklich gegeben. In unseren Köpfen entstehen ganze Welten. Das schönste beispiel ist, wie man heute Wikinger verstehen sollte. Diese werden nicht mehr als ein Volk (meist wurden die in 3 Völker getrennt) gesehen, sondern als ein Berufsstand.

Und mal ganz ehrlich in den vordersten Reihen der Hunnen ritten Goten und Türken zusammen. Unter den römischen Legionen waren kaum Römer. Und die wenigstens im heiligen römischen reich deutscher Nation sprachen deutsch.

hhnude

Beitrag 04 Dezember 2009 10:06 
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skyfire



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Die Frage ist durchaus berechtigt, Ralf... und hhnude hat schon einige ganz interessante ANtwortansätze parat.

Hier noch ein paar Kommentare von mir:
- es gibt hier nicht "eine Leitkultur", dazu waren es zu viele, aber es waren deutlich andere undvor allem ältere als irgendwelche "Kuturen" der neumodischen monotheistischen Ursupatoren. Soll heißen, schon mehrere Tausend Jahre bevor irgendwer versuchte, hier zu "missionieren", gab es hier "Kulturgut". In der Gegend, wo ich hier lebe (der Westen Deutschlands) waren das wohl verschiedene Gruppierungen aus den Völkergruppen der Germanen und der Kelten.

Richtiger Hinweise übrigens zu den "Wikingern" oben von hhnude - das war wirklich ein "Berufsstand", und zwar wird ein "Viking" als eine Mischung aus Eroberer/Plünderer/Kaperfahrer gesehen... "Viking gehen" galt sozusagen als "Tätigkeit", daß andere Völker die nirdischen Völker ganz gerne mal als "Wikinger" bezeichnet haben, hängt vor allem damit zusammen, daß sie hauptsächlich auf die Wikinger unter ihnen getroffen sind.

Durch die "Völkerwanderungen" hat sich dann in Europa erst recht einiges vermischt, vieles hat einander beeinflußt, aber das alles war weit vor dem monotheistischen Blödsinn. Und da die Monotheisten ja so herzlich einfallslos waren, kann man noch eine ganze Menge altes Kulturgut in den Brauchtümern sehen, die sie nicht übertüncht bekommen haben - sei es der immergrüne Baum mit roten Schleifen zu Yul, sei es die Fruchtbarkeitssymbolik der Eier zu Ostara, Sei es das Zwiegespräch mit den Ahnen zu Sammain (vgl. "Weihnachten", "Ostern", "Allerheiligen"...).

Insofern: Was "die" ursprüngliche Kultur "hier" ist, muß wenn jeder für sich selbst forschen, sicher ist allerdings, daß es keine der monotheistischen "Kulturen" ist, die kamen 1. von außerhalb und 2. viel, viel später...

Beitrag 04 Dezember 2009 12:05 
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