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Wie macht man Erwachsene? - "Kinder-Labeling"

  Autor    Thread Dieses Forum ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren, schreiben oder beantworten. Dieses Thema ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.
Pan meets Lilith




Alter:81

Anmeldungsdatum: 24.02.2005
Beiträge: 15054
Wohnort: EUdSSR


blank.gif
Wie macht man Erwachsene? - "Kinder-Labeling"

JEDES Kind wird "gelabelt" - faktisch.


Eine Geschichte, nicht ohne Augenzwinkern. Was offensichtlich auch der hpd erkannt hat:
http://hpd.de/node/8329

Pro Christliches Medienmagazin schreibt:
"Kinder auf Atheisten-Plakat kommen aus christlicher Familie":
http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft.html?&news[action]=detail&news[id]=2575


Zitat:
Glücklich sehen sie aus, die zwei Kinder, die dem Betrachter des neuen Plakates der britischen Atheisten um den Biologen Richard Dawkins entgegenstrahlen. Kinder leiden, wenn man sie religiös erzieht, will die Kampagne warnen; frei sind sie nur, wenn man sie selbst entscheiden lässt. Wie sich jetzt herausstellt, gehören die befreit lachenden Kinder ausgerechnet einem in England bekannten Christen.


So, jetzt gibt es freilich ZWEI MÖGLICHKEITEN:

a) Entweder hat das "Christliche Medienmagazin Pro" Dawkins und Co. bewusst fehlinterpretiert. Oder

b) Dawkins und Co. sind tatsächlich "naiv".


Meine Thesen:

- Kinder (welch alters-undifferenzierter Begriff übrigens) brauchen Halt, um einmal zu selbstbewussten, in sich ruhenden Menschen heranwachsen zu können. Freiheitsspielräume (individuelle Entscheidungshoheiten) werden in DEM Maße gewährt, wie seitens der Kinder gemeinschaftsverantwortliches Handeln demonstriert wird.

- Dieser Halt äußert sich - durchaus vergleichbar zur Erziehung von Hunden - weniger in polarisierten Extremkategorien wie "Härte" ("Prügel", Autokraten-Gehabe) oder betonter "Weichheit" ("Eltern als Freunde").
SONDERN abwägend in

KONSEQUENZ
VERHALTENSVERLÄSSLICHKEIT
BERECHENBARKEIT (in entgegengesetzter Abgrenzung zur "Berechnung")

Zur Diskussion.
Die bekannten Extremlager (liberal - konservativ) bitte ich höflich darum, die Formen zu wahren.

Ich merke an, mit meinen Thesen "falsch" liegen zu können. Denn es liegen kaum Entwicklungsuntersuchungen über "gottfrei erzogene Kinder" vor. Falls sie DENNOCH vorliegen, sind sie entweder vom ideellen Marketing-Interesse monotheistischer Seite oder aber dem Marketing-Interesse der Freidenker-Seite in der Auslegung und Außendarstellung gerichtet.

Weiterhin merke ich vorbeugend an, dass ich selbst weder Kinder gezeugt noch in Situation eines Erziehungsberechtigten / -verpflichteten erzogen habe.

Last not least merke ich an, dass ich SELBSTVERSTÄNDLICH finde, Eltern sollten eine weltanschauliche Erziehungshoheit über ihre Kinder besitzen, SOFERN sie keine staatlichen Leistungen (Solidarfinanzierung) für deren Erziehung in Anspruch nehmen.
(Ich weiß, dieser Punkt wirkt in Deutschland provokant. Mindestens ebenso provokant wie der Umstand, dass verheiratete Paare UNABHÄNGIG von einer Elternschaft ja/nein Anspruch auf eine günstigere Steuerklasse haben. (Eine Begründung dafür ist mir derzeit nicht bekannt).


Hintergrund- und Tiefen-Infos:
http://de.wikipedia.org/wiki/Camp_Quest
http://www.camp-quest.org/

Beitrag 27 November 2009 18:10 
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Ralf-abc
Ehemaliger User










Naja, eine Meisterleistung der britischen Atheisten war es nicht gerade.
Dafür ist das Thema in gesellschaftlicher Hinsicht dann doch etwas zu heiß um sich dafür einfach Kinderbilder von einer Fotoagentur zu kaufen. So viel Ahnung vom Internet sollten die eigentlich haben, dass die die Herkunft der Bilder vorher abklären müssen.
Das ändert natürlich nichts am Inhalt der Aussage aber da bekannt ist, dass die Gegenseite sich nicht mit inhaltlichen Auseinandersetzungen abgibt, wenn sich auch eine andere Reaktionsmöglichkeit gibt, war das ein unnötiges Eigentor.

Beitrag 27 November 2009 21:22 
 
 
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Eule



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Alter:71

Anmeldungsdatum: 08.07.2009
Beiträge: 1711
Wohnort: Wegberg


blank.gif

Pan schreibt:
Zitat:
Meine Thesen:

- Kinder (welch alters-undifferenzierter Begriff übrigens) brauchen Halt, um einmal zu selbstbewussten, in sich ruhenden Menschen heranwachsen zu können. Freiheitsspielräume (individuelle Entscheidungshoheiten) werden in DEM Maße gewährt, wie seitens der Kinder gemeinschaftsverantwortliches Handeln demonstriert wird.

- Dieser Halt äußert sich - durchaus vergleichbar zur Erziehung von Hunden - weniger in polarisierten Extremkategorien wie "Härte" ("Prügel", Autokraten-Gehabe) oder betonter "Weichheit" ("Eltern als Freunde").
SONDERN abwägend in

KONSEQUENZ
VERHALTENSVERLÄSSLICHKEIT
BERECHENBARKEIT (in entgegengesetzter Abgrenzung zur "Berechnung")

Dieser Aussage kann ich nur zustimmen.

Zitat:
Last not least merke ich an, dass ich SELBSTVERSTÄNDLICH finde, Eltern sollten eine weltanschauliche Erziehungshoheit über ihre Kinder besitzen, SOFERN sie keine staatlichen Leistungen (Solidarfinanzierung) für deren Erziehung in Anspruch nehmen.

Der Grundidee von Pan kann ich zustimmen, aber weil er hier zu ungenau argumentiert kann ich dieser Aussage nicht beitreten.

Beitrag 30 November 2009 04:13 
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PundV






Anmeldungsdatum: 19.09.2006
Beiträge: 887
Wohnort: Großraum Frankfurt am Main


germany.gif
Re: Wie macht man Erwachsene? - "Kinder-Labeling"

Pan meets Lilith hat folgendes geschrieben::


a) Entweder hat das "Christliche Medienmagazin Pro" Dawkins und Co. bewusst fehlinterpretiert. Oder

b) Dawkins und Co. sind tatsächlich "naiv".



Sind die Kinder Christen, oder sind (nur) ihre Eltern Christen? Darum geht
es ja.

Zitat:


Die Britische Humanistenvereinigung erklärte, ihr sei es egal, ob die abgebildeten Kinder einen christlichen Hintergrund hätten. "Das ist ein Punkt unserer Kampagne", sagte Andrew Copson, Direktor des Bereiches für Erziehung bei der Atheisten-Organisation, "Menschen, die uns kritisieren, weil wir sagen, Kinder in religiösen Familien könnten nicht glücklich sein oder Kinder sollten keinerlei Kontakt mit Religion haben, sollten sich die Zeit nehmen, unsere Anzeigen zu lesen. Die Botschaft ist, dass das 'Labeln' von Kindern mit der Religion ihrer Eltern die Rechte der Kinder und ihre Autonomie verkennt. Wir sagen, dass Religionen und Philosophien - und 'humanistisch' ist eines der Label, die auf unserem Poster stehen - jungen Kindern nicht umgehängt werden sollten."

Beitrag 30 November 2009 14:20 
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Markus733
Ehemaliger User










also meine großmutter, selbst streng gläubig, wollte nicht, dass ich als kind getauft werde, weil ich später selbst entscheiden müsste, welche religion für mich die richtige ist.
und nur darum geht es bei dieser kampagne.
es gibt bei den katholiken doch diese firmung - so weit ich weiß, sollten die jugentlichen in der zeit bereits bewust über ihr handel selbst entscheiden können. mehrere meiner katholischen freunde wurden von den eltern dazu "gezwungen". bis heute erzählen mir die leute, was ihre eltern für sprüche gebracht haben - wie: "du bist katholisch, also machst du die firmung" oder "dieses thema steht nicht zur diskusion" oder - da bekomme ich den wortlaut nicht mehr hin, aber so was wie "du bist katholisch getauft, jetzt hast pecht gehabt" (wie gesagt, ist bloß der sinn dessen gewesen, was gesagt wurde - wörtlich bekomme ich es jetzt nicht mehr zusammen).
eine freundin hat sich gegen die firmung entscheiden - ihre gründe waren wie bei den anderen eigentlich auch, dass sie an gott glaubt, sich aber selbstständig für eine religion entscheiden möchte, nachdem sie sich damit bewuster außeinander gesetzt hätte. bis zum heuigen tag - sie ist nun 30 - wird ihr das auf jeder familienfeier vorgehalten, weil sie sich zur "anderen seite" gewand hat...
jeder mensch hat das recht selbst über seine religion zu entscheiden und der grundgedanke der kampagne war ja, dass auch kinder nicht zu einer bestimmten religion gezwungen werden dürften. im übrigen passiert das nicht nur bei christen...

Beitrag 22 Januar 2010 11:49 
 
 
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Tim007



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 29.11.2005
Beiträge: 7783
Wohnort: Bremen


germany.gif

@ Markus:

Pan würde mir auf jeder Familienfeier Gegenteiliges vorhalten. Doch er ist von dem schrecklichen Schicksal verschont geblieben, mich zu seiner Familie zählen zu müssen.

Im Übrigen ist Dir beizupflichten: mit Zwang geht nichts. Das wird auch Ralf so sehen, der seinen Kindern, obwohl eher ein "Zweifelnder", mit Sicherheit die Option überlässt, religiös zu werden. Ich stehe dann als Pate zur Verfügung.

Zwang sehe ich in einer Taufe nicht, in einer Kommunion oder Konfirmation ebenfalls nicht. Dabei handelt es sich letztlich um eine Chance. Jeder ist frei in seiner Entscheidung. Bis zum letzten Atemzug. Und das ist auch gut so.

Viele Grüße

Tim

Beitrag 22 Januar 2010 13:21 
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Ralf-abc
Ehemaliger User










Tim007 hat folgendes geschrieben::

Das wird auch Ralf so sehen, der seinen Kindern, obwohl eher ein "Zweifelnder", mit Sicherheit die Option überlässt, religiös zu werden. Ich stehe dann als Pate zur Verfügung.


Danke Dir vielmals für das großzügige Angebot.
Aber ich habe in der Verwandschaft so viele religiöse Menschen (bis hin zum Pfarrer), die wären dann echt beleidigt, wenn da ein "externer" als Pate gewählt würde. icon_wink.gif
Aber der Sache nach gebe ich Dir recht. Wenn meine Kinder von sich aus religiös würden, so würde ich es nicht verhindern. Die dürften allerdings nicht erwarten, dass ich sie dabei unterstütze oder gar eine religiöse Veranstaltung besuche. Da würde ich dann von meinen Kindern erwarten, dass sie meine Einstellung akzeptieren.

Beitrag 22 Januar 2010 14:00 
 
 
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Tim007



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 29.11.2005
Beiträge: 7783
Wohnort: Bremen


germany.gif

@ Ralf:

... das ist auch in Ordnung.
Umgekehrt verhielte ich mich genauso.

Gruß

Tim

Beitrag 22 Januar 2010 15:28 
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