Menschenrechte gegen Widerstand der Kirche durchgesetzt

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hhnude
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Beitrag von hhnude » 30 Januar 2010 11:49

Ralf-abc hat geschrieben: Dann musst Du ja auch wissen, was Norbert und auch Du mit diesen Worten eigentlich sagen wolltest. Ich zumindest finde Eure Worte recht eindeutig. Aber Euch fällt dazu bestimmt noch eine philosophische Spitzfindigkeit ein.


lol - ja ja, die blöde Philosophie.

Ich denke, das Problem ist nicht philosophischer Natur, sondern eher ein Logisches.

Was mich betrifft, ich behaupte, es ist problemlos möglich, gar nicht erst von einer Existenz eines Gottes auszugehen.

Norbert sagte, dass die Versuche, die er kennt, die die Existenz Gottes negieren sollten, am Ende von dessen Existenz ausgingen. Dies bedeutet ja nun nicht, dass er alle kennt. Und dies bedeutet auch nicht, dass jeder Versuch die Existenz Gottes direkt oder indirekt zu verwerfen zum Scheitern verurteilt wäre. Aber, dass es solche Beweise gibt, die nach hinten losgehen, will ich ihm glatt abnehmen.

Wenn du ihn negieren möchtest, muss er erst mal sagen, welche "Beweise" er alle so kennt, und dann an mindestens einen zeigen, dass er irrt. Und am Arsch sind wir beide, wenn er eigentlich gar keinen kennt (verflixte Logik), da seine Aussage gültig ist, und nicht an einem einzigen Beispiel wiederlegbar wäre, eben in Ermangelung an Beispielen. (Universalienproblem)


hhnude

Ralf-abc

Beitrag von Ralf-abc » 30 Januar 2010 12:15

hhnude hat geschrieben:Ich denke, das Problem ist nicht philosophischer Natur, sondern eher ein Logisches.



Eben. Und Norberts Aussage "Um etwas verneinen zu können, muss es vorhanden sein. " ist einfach logisch falsch.
Wenn ich sage, dass etwas nicht existiert, dann muss es dafür nicht wirklich existieren, sondern es muss nur Menschen geben, die an die Existenz glauben.
Genau so wenig wie Jesus wirklich existiert haben muss, um Ihn "auf den Müllhaufen der Geschichte" zu werfen. Jesus als reine Idee reicht dafür völlig aus. Es ist dafür weder nötig, dass er wirklich existierte, noch dass ich von seiner Existenz ausgehe. Es reicht völlig aus, dass andere von seiner Existenz überzeugt sind.

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hhnude
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Beitrag von hhnude » 30 Januar 2010 12:47

Ralf-abc hat geschrieben:Wenn ich sage, dass etwas nicht existiert, dann muss es dafür nicht wirklich existieren, sondern es muss nur Menschen geben, die an die Existenz glauben.


Das ist ja klar. Das hattest du aber schon gesagt.

Ralf-abc hat geschrieben:Genau so wenig wie Jesus wirklich existiert haben muss, um Ihn "auf den Müllhaufen der Geschichte" zu werfen. Jesus als reine Idee reicht dafür völlig aus.


Moment. Dieser UdSSR Gottlosen-verband hätte den auch auf den Müllhaufen geworfen, wenn es den gäbe. D.h. ob es Gott gibt oder nicht, war völlig egal. Man folgte der Doktrin "Gott ist tot." Aber sie warfen ja nicht Gott auf den Müll, sondern Jesus. Damals glaubten auch die Atheisten dass Jesus existierte. Nur sie waren nicht davon überzeugt, dass er Gottes Sohn sein sollte. Sie sahen ihn als Prediger. D.h. man ging hier schon eben nicht von einer Idee Jesus aus. Sonst hätte man ja auch gleich Gott in den Müll kippen können.

Meine Zustimmung bezog sich auf seine Aussage bezüglich der Beweise , die er andeutete (und ich eher unterstelle, dass er zB den nihilistischen Ansatz meinte.)


hhnude

Ralf-abc

Beitrag von Ralf-abc » 30 Januar 2010 13:22

hhnude hat geschrieben:Moment. Dieser UdSSR Gottlosen-verband hätte den auch auf den Müllhaufen geworfen, wenn es den gäbe. D.h. ob es Gott gibt oder nicht, war völlig egal. Man folgte der Doktrin "Gott ist tot." Aber sie warfen ja nicht Gott auf den Müll, sondern Jesus. Damals glaubten auch die Atheisten dass Jesus existierte. Nur sie waren nicht davon überzeugt, dass er Gottes Sohn sein sollte. Sie sahen ihn als Prediger. D.h. man ging hier schon eben nicht von einer Idee Jesus aus. Sonst hätte man ja auch gleich Gott in den Müll kippen können.


Ich kann da den Widerspruch, den Du hier offensichtlich aufzeigen möchtest, nicht so recht entdecken. Kannst Du mir das erläutern?


Meine Zustimmung bezog sich auf seine Aussage bezüglich der Beweise , die er andeutete (und ich eher unterstelle, dass er zB den nihilistischen Ansatz meinte.)


Zuerst sagst Du, das sei ein logisches und kein philosophisches Problem und jetzt gehst Du mit dem Nihilismus selber in den philosophischen Bereich.
Was ist denn nun richtig?

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hhnude
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Beitrag von hhnude » 30 Januar 2010 14:02

Ralf-abc hat geschrieben:
Meine Zustimmung bezog sich auf seine Aussage bezüglich der Beweise , die er andeutete (und ich eher unterstelle, dass er zB den nihilistischen Ansatz meinte.)


Zuerst sagst Du, das sei ein logisches und kein philosophisches Problem und jetzt gehst Du mit dem Nihilismus selber in den philosophischen Bereich.
Was ist denn nun richtig?


Ich selbst habe mich eher hier neutral verhalten.

Logisch, weil der logische Fehler sich auf deinen Schluss bezog, dass sich aus dem von mir Gesagtem ergäbe:

Ralf hat geschrieben:Deine bzw. Norberts Aussage bedeutet ja, dass Gott zwangsläufig existieren muss, weil es ja auch Menschen gibt, die seine Existenz bestreiten.


Die Aussage, Gott ist tot, ist eine Nihilistische Aussage. Das kann ich ja nun nicht ändern.

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