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Der Zinssklave - Dies dürfte uns alle intressieren!
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Naturfan
Ehemaliger User










Der Zinssklave - Dies dürfte uns alle intressieren!

Der Zinssklave
Thursday, 23. April 2009
"Sein Geld arbeiten lassen" - hört sich gut an, verschleiert aber die Tatsache, dass es tatsächlich jemand anders ist, der arbeitet, um Zinsen zu erwirtschaften. Und dieser "Andere" hat kaum eine Chance, der Zinsknechtschaft zu entkommen. Da Zinsen generell nicht zurückbezahlt werden können, entsteht eine Gesellschaft der Zinseszinsknechte, deren Zusammenbruch programmiert ist.

Die Finanzkrise ist eigentlich keine "Finanzkrise" - sondern eine Geldsystemkrise. Um diese besser zu begreifen und die Auswirkungen beurteilen zu können, muss man wissen, was Geld eigentlich ist: Geld ist nichts anderes als Schulden.

Es gibt kein "Geld" ansich, sondern es gibt nur Schulden, und entsprechend Schuldscheine, die wir "Geld" nennen. Der Geldschein ist eine Forderung, die Schuld zurück zu verlangen. Ob dies jedoch funktioniert, ist nicht nur fraglich. Es ist faktisch unmöglich - wegen der Zinsen.

Banken verleihen kein vorhandenes Geld, sie geben Kredit. Das ist ein kaum beachteter aber wesentlicher Unterschied. Geld entsteht dabei aus dem Nichts und völlig ohne eigene Anstrengung einfach per Knopfdruck im Bankensystem, von dem es sich Unternehmen, Staat und Bürger gegen Zinsen ausleihen müssen.

Das für die Rückzahlung notwendige Geld ist dann zwar im Umlauf, jedoch nicht das Geld für die Zinsen. Das muss man sich wiederum vom Bankensystem gegen weitere Zinsen ausleihen. Wenn alle ihre Schulden zurückzahlen würden, gäbe es kein Geld mehr aber weiterhin Zinsschulden.

Egal wie lange das Spiel gespielt wird, die Summe allen existierenden Geldes ist immer kleiner als die Summe aller Schulden plus Zinsschuld. Deshalb benötigen die Banken auch immer Sicherheiten. Jedes Jahr müssen etwa fünf Prozent davon zwangsversteigert werden, wenn sie nicht durch neue Schulden mit noch mehr Zinsen refinanziert werden können.

Das ist einfache Mathematik. Sobald sich die Menschen nicht mehr weiter verschulden wollen oder mangels Sicherheiten können, bricht der gesamte Geldbetrug zusammen. Dieses Ereignis tritt zwangsläufig ein, da die Schulden exponentiell wachsen, die Sicherheiten das aber in einer begrenzten Welt nicht können.

Am Ende des Systems muss der Staat diese Schuldenlücke durch explosionsartig wachsende Staatsverschuldung auffüllen. Nur der Staat gilt dann noch als vertrauenswürdiger Schuldner, denn er kann seine Bürger durch Zwang enteignen.

Mit faschistischen Methoden wie die Einschränkung der Bürgerrechte, die Abschaffung des Bankgeheimnisses, den Aufbau eines Überwachungsstaates (alles mit vorgetäuschten Gefahren begründet) lässt sich das System noch eine Weile künstlich am Leben erhalten. Doch auch hier gibt es Grenzen, die spätestens dann erreicht sind, wenn die Zinszahlungen des Staates das Brutto-Einkommen aller Bürger übersteigen.

Durch die in das Geldsystem eingebaute permanente Notwendigkeit, gesamtwirtschaftlich immer neue Schulden für die Zinsen und Zinseszinsen aufzunehmen, entsteht eine Spirale von immer stärker wachsender Verschuldung auf der einen und immer schneller wachsenden Vermögen auf der anderen Seite. Die Umverteilung von Arm (Zinssklaven) nach Reich (Feudalherren) durch Zinsen und Steuern wird automatisch immer dynamischer. Staatschulden und Steuern steigen in diesem System zwangsläufig exponentiell an.

Es ist wie am Ende eines Monopoly-Spiels, in dem schon alle Straßen, Häuser, Bahnhöfe, das Elektrizitätswerk und das Wasserwerk vergeben sind. Wer nichts davon besitzt, soll nun im Kreis laufen (=arbeiten). Doch das Geld, das man dafür bei Erreichen von Los bekommt (=Einkommen), reicht nicht mehr aus, um über die Runden zu kommen.

Jeder der weniger als ca. 400.000 Euro Eigenkapital besitzt ist ein Zins-Sklave, weil er mehr Zinsen bezahlen muss als er einnimmt. Und er muss für diejenigen arbeiten, die mehr besitzen. Das ist so in unserem Geldsystem mit Zwangsverschuldung und Zinseszinseffekt eingebaut. Wir haben ein feudalistisches Geldsystem:

* Zinssklaven: weniger als ca. 400.000 Euro Eigenkapital
* freie Bürger: ab ca. 400.000 Euro Eigenkapital aufwärts
* Feudalherren: mehrere Tausend Euro Zinseinnahmen pro Tag


Ein solches System begünstigt diejenigen, welche über eine bestimmte Kapitalmasse verfügen. Diese vermehrt sich per Zins quasi automatisch. Keine Chance dagegen haben jene, welche unterhalb der "kritischen Kapitalmasse" leben.

Jeder Zinssklave, der versucht, die ca. 400.000 Euro Eigenkapital durch ehrliche Arbeit aufzubauen, wird durch progressiv steigende Einkommenssteuern und Abgaben zu Tode geschröpft.

Der Teufelskreis des Zinseffekts: Zinszahlungen sind in jedem Produkt "eingepreist", verteuern dieses also. Zinsen bedeutet automatisch, dass Schulden steigen und damit noch mehr Zinsen bezahlt werden müssen. Folge: Das System braucht immer mehr Schuldner. Und das ist die breite Masse.

So kann man die sogenannte Subprime-Krise auch als Systemkrise bezeichnen, weil das System eben ständig nach neuen Wegen Ausschau halten musss, um Menschen zu verschulden. Ist dies nicht mehr möglich, muss zuletzt der Staat herhalten. Damit schließt sich der Teufelskreis allmählich.

Erhöht der Staat den Schuldenstand, hat dies zwangsläufig höhere Steuern wegen höherer Zinsszahlungen zur Folge. Der Einzelne hat damit kaum einen Chance, diesem Teufelskreis zu entkommen.

Am Ende steht dann der Staatsbankrott, gleichbedeutend mit Totalenteignung seiner Untertanen. Dieser kann ausgelöst werden entweder durch eine extreme Deflation/Depression oder durch eine Hyperinflation.

Das eigentliche Dilemma des Systems besteht also aus der Tatsache, dass durch Zinsen zwangsweise immer mehr Schulden entstehen. Ist die breite Masse nicht mehr in der Lage, Schulden aufzunehmen, dann springt der Staat ein. Ab einer bestimmten Schuldenhöhe allerdings dürfte auch dem Letzten klar werden, dass diese Schulden nicht mehr zurück gezahlt werden können.

Dem Kenner des Systems dürfte allerdings auch klar sein, dass Schuldner in letzter Instanz ihre Schulden nie zurückzahlen dürfen. Denn das Geld ist bekanntlich aus Schulden entstanden. Werden diese zurückgezahlt, verschwindet auch das Geld. Es löst sich auf.

Dieses Paradoxon darf ebenfalls nicht an die Öffentlichkeit dringen. Denn wieso müssen "kleine Schuldner" ihre Schulden zurückzahlen, während große Schuldner dies auf keinen Fall dürfen - weil sonst das System kollabiert?

So haben wir es am Ende mit dem zu tun, was der Insider "Geld-Illusion" nennt. Es gibt gar kein Geld, es gibt nur Schulden. Die Tatsache, dass Schuldscheine (also Geld) als Zahlungsmittel akzeptiert werden, beruht auf der Illusion, dass die Schulden zurück gezahlt werden können. Das ist aber in dem System niemals möglich.

Sollte dies einer breiteren Öffentlichkeit bewusst werden, könnte es zu einer großen Krise der Menschheit kommen. Denn das Geldsystem funktioniert überall gleich. Entsprechend ist überall auch der Zusammenbruch programmiert.

Es gibt zwar Geldsystem-Experten (nur sehr wenige auf der Welt), welche die These vertreten, dass man Schulden unendlich ausweiten könne. Dem spricht allerdings entgegen, dass bei stark steigenden Schulden die "Rückzahlungs-Illusion" schwindet. Darüber hinaus erzeugen höhere Schulden bei vielen Menschen einen Bewusstseinswandel in Sachen Geld. Mehr und mehr Menschen interessieren sich für diesen Mechanismus und fragen sich: "Was ist Geld eigentlich?".

Wird aber die Mehrheit auf das Geld-Paradoxon aufmerksam, verliert sie den Glauben an das "Zahlungsmittel" - und damit verliert es seine Kaufkraft.

Der Glaube ans "Geld" ist also nur noch zu vergleichen mit der Vorstellung von früher, die Welt sei eine Scheibe. Damals war es die Kirche, welche mit allen Mitteln gegen die neue Weltanschauung vorging - um ihre Machtstellung zu erhalten. Wir dürfen gespannt sein, was demnächst passieren wird, um mit aller Gewalt die Vorstellung von "Geld" - so wie wir es kennen - zu erhalten.

Was danach kommt, weiss allerdings niemand.

In Zusammenarbeit mit: --->www.steuerboykott.de

Quelle: http://www.mmnews.de/index.php/200904232805/MM-News/Der-Zinssklave.html

Beitrag 02 April 2010 18:59 
 
 
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Lucilla



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Anmeldungsdatum: 10.09.2007
Beiträge: 1108
Wohnort: Im schönen Frankenland


germany.gif

Zitat:
Dies dürfte uns alle intressieren!

Nicht wirklich. Was da steht ist zwar prinzipiell nicht falsch, aber vollkommen überreizt und demagogisch überdramatisiert. Sowas wird gewöhnlich von Leuten verbreitet, die sich was davon versprechen, wenn Menschen ihr Bar- und Buchgeld gegen reelle Wertgegenstände wie Schmuck eintauschen wollen. Mit anderen Worten: Sowas verbreiten bevorzugt Goldhändler, Juweliere und auch Privatleute, die ihren Schmuckramsch zu übertrieben hohen Geldbeträgen absetzen möchten. Vor allem in Krisenzeiten haben solche Untergangstheorien Konjunktur. Die Schmuckhändler freuen sich drüber. icon_wink.gif

Beitrag 02 April 2010 19:49 
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Nacktfrosch2



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Alter:44

Anmeldungsdatum: 27.03.2008
Beiträge: 151
Wohnort: Finsterwalde


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Siggi

Sehr gut geschrieben. Das mit den Finanzen hat mich irgendwie erinnert an die sogenannte Finanzkrise. Ich habe übrigends niemals daran geglaubt. Aber was hat der Staat gemacht, um die Banken zu stützen? Er hat ihnen Geld geliehen (Kredit gegeben). da der Staat aber kein Geld hat, hat er sich von eben diesen Banken Geld geliehen (Kredit aufgenommen). Da die Bank aber kein Geld hat, hat sie es sich von den Menschen geliehen (die Menschen ermuntert, ihr Geld bei den Banken zu hinterlegen, Konten)

Oder einfach ausgedrückt.

Der Staat nimmt einen Kredit bei einer zahlungsunfähigen Bank auf, um eben dieser Bank einen Kredit zu geben, damit die Bank wieder zahlungsfähig wird. Damit die Bank dem Staat den Kredit geben kann, muß die Bank mit dem Kontoinhalt der Kunden wirtschaften. Wenn jetzt alle Kunden gleichzeitig ihre Konten dort aufgelöst hätten, wäre die Bank Bankrott Damit das nicht passiert, muß der Staat nun die Menschen beruhigen, dass es keinen Grund gibt, sein Vertrauen in die Bankwirtschaft zu verlieren.

Ist doch völlig logisch, oder? icon_eek.gif icon_eek.gif icon_eek.gif icon_redface.gif icon_redface.gif icon_redface.gif

Beitrag 02 April 2010 20:06 
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Naturfan
Ehemaliger User










@Lucilla

Na wenn Du meinst, dann genieße Deine Kuschelecke weiter... Es ist ja gut, wenn es Positivdenker gibt, ist ja auch das Beste, was dem Staat passieren kann.
Wir werden weiter sehen...

Gruß Siggi

Beitrag 02 April 2010 20:22 
 
 
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Ralf-abc
Ehemaliger User










Re: Dies dürfte uns alle intressieren!

Naturfan hat folgendes geschrieben::

Der Glaube ans "Geld" ist also nur noch zu vergleichen mit der Vorstellung von früher, die Welt sei eine Scheibe.


So ein Blödsinn.
Eine Gesellschaft ohne Geld wäre nur als frühzeitliche Tauschgesellschaft möglich - i.d. R. eine bäuerliche Gesellschaft, in der die Menschen einen großteil der zum Leben benötigten Gegenstände (Nahrung, Baumaterial etc.) selber erzeugen. In unserer heutigen arbeitsteiligen Gesellschaft und der heutigen Bevölkerungsdichte unmöglich.

Dass es auf dem Finanzmarkt und auch im Staat sehr viele Entwicklungen gibt, die einfach nur als pervers zu bezeichnen sind, ist ein anderes Thema, dass aber diese generelle Verdammung des Geldes nicht rechtfertigt.


Hast Du hier nicht schon des öfteren so einen Beitrag verlinkt, demzufolge es Deutschland als Staat aufgrund der geltenden internationalen Verträge überhaupt nicht gibt?

Und wenn Du Lucilla und wahrscheinlich jetzt auch mir noch so oft ein Kuschelecken-Denken vorwirfst - das ändert nichts daran, dass Du einfach nur ein weltfremder Spinner bist, der hier auf irgend welche Verschwörungstheorien abfährt, ohne auch nur ansatzweise die nötige Grundlagenkenntnisse zu besitzen, um das alles wirklich beurteilen zu können.

Beitrag 02 April 2010 20:43 
 
 
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Lucilla



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Anmeldungsdatum: 10.09.2007
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Re: @Lucilla

Naturfan hat folgendes geschrieben::
Na wenn Du meinst, dann genieße Deine Kuschelecke weiter... Es ist ja gut, wenn es Positivdenker gibt, ist ja auch das Beste, was dem Staat passieren kann.

Hmmmm, weißt du, eigentlich ist das das beste, was JEDEM nur passieren könnte. Es mag in deiner Natur liegen, immer und überall den Weg des Außenseiters zu bestreiten und das Schlechte im Leben zu suchen, und das will ich dir auch nicht ausreden. Es ist wahrscheinlich das, womit du dich am wohlsten fühlst, also mach weiter damit, wenn du dich damit bestätigt fühlst. Ich will dir auch zugestehen, auf andere, die deine Weisheit nicht für bare (unverzinste icon_wink.gif ) Münze nehmen, herabzuschauen.

Glaube aber nicht, dass du mit irgendeiner Erkenntnis (ob sie nun zutreffend ist oder nicht) irgendetwas verbessern oder ändern könntest. Du und auch jeder andere Mensch kann nur den Augenblick beeinflussen. Jeder Augenblick ist kostbar, daher sollte man so viele wie möglich zu etwas besonderm machen. Verzeih also, wenn ich nicht auf deine Panikmache oder sonstigen Verschwörungstheorien anspringe, sondern lieber das Leben genieße, indem ich meinen Fokus nicht auf das Schlechte und Unwegbare richte, sondern auf Dinge, die mir unmittelbar von Bedeutung und wichtig sind - z. B. Freunde und Familie. icon_razz.gif

Mir geht nicht recht ein, was du mit diesem Thread bezwecken willst. Dass sich alle, die das lesen, noch ein wenig schlechter als vorher fühlen und Angst vor der Zukunft bekommen? Oder paranoid werden?

Ob das Geldsystem nach Jahrhunderten irgendwann vielleicht mal ausgediehnt haben könnte, weiß keiner von uns. Und wenn doch, könnte auch keiner was dagegen tun. Und selbst wenn es irgendwann so kommt, na und? Warum sollte mich oder wen auch immer das scheren? Geht dann die Welt unter?

Oder wird Nacktbaden verboten? icon_wink.gif

Beitrag 02 April 2010 20:44 
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Froeschin



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Anmeldungsdatum: 12.12.2009
Beiträge: 358
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Zitieren

Hallo @Siggi,

hast Du die Erlaubniss vom Autor eingeholt,
um den ganzen Artikel hier zu zitieren.?
Sonst könnte es etwas teuer werden.

Es wäre reeller,
wenn Du den ziterten Text kenntlich machen würdest.


die Froeschin

Beitrag 02 April 2010 20:56 
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Naturfan
Ehemaliger User










Vielleicht bin ich auch nur ein Panikmacher...

.. mag ja sein. Aber ich bin als Unternehmer gewohnt, realistisch zu denken, unter Einbeziehung aller Tatsachen. Auch wenn diese Tatsachen mir nicht ins ursprüngliche Bild passen, blende ich sie aber nicht aus. Sie sind mir wichtig, nämlich weil sie mich tag-täglich begleiten und ich mich danach richten muss- da muss man kein Finanzexperte sein, um zu erkennen, was uns bevor steht.
Ich hoffe ja immer noch, dass es nicht zutrifft...

Gruß Siggi

Beitrag 02 April 2010 22:18 
 
 
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Pan meets Lilith




Alter:81

Anmeldungsdatum: 24.02.2005
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Wohnort: EUdSSR


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@siggi:
Ich find es schön, dass du dich für das THEMA interessierst!

@lucilla:
Du hast wohl Recht, dass diese "Edelmetall-Fritzen" tierisch nerven können mit ihren Weltverschwörungs-Theorien. Aber abgesehen davon, dass sie ein gerichtetes Eigeninteresse haben, ändert das m.E. nichts daran, dass sie in der Analyse eines Desasters richtig liegen. (Ob dem Übel nun mit einem großangelegten Überfall auf den Goldspeicher von Fort Knox icon_wink.gif beizukommen wäre, steht ja erst auf einem zweiten Blatt).

@siggi:
Die "Neoliberalen", die die letzten dreißig Jahre den Ton angegeben haben (und immer noch an den Hebeln der Macht sind), bestimmen aufgrund Einfluss-Situation freilich auch, was volkswirtschaftliche Theorie zu sein habe.

Gängig wird dabei der Zins gerechtfertigt als "Lohn" für das Aufschieben von Konsumption. Muster: "Weil du als junger Mensch aufs Leben verzichtet hast, darfst du ausgleichhalber als alter Mensch deinen Ruhestand genießen."

Das die Theorie nicht mit der Praxis übereinstimmt, konnte man schön in den USA besichtigen. Millionen von Menschen dort waren es "gewohnt", ihre Alterssicherung über Aktienfonds zu betreiben. Die ersten, die ihre Rente von heute auf morgen los waren, das waren diejenigen, deren Fonds-Portfolio den Schwerpunkt auf den Immobilienmarkt gelegt hatte.


Die Kritik der sog. "Physiokraten" (oder der "Freiwirte" oder der Gesellianer - alle ideologisch miteinander verwandt) an den Kapitalisten lautet ja, sie würden über das Instrument Zins "Werte" schaffen, die gar nicht existent seien.
(Die lehnen den Zins (bzw. Zinseszins) zwar nicht AB, setzen jedoch AUCH Situationen an, in denen der Zins auf Kapital sehr niedrig sein kann, den Wert Null beträgt - oder gar eine Negativ-Ausprägung erfährt.

-> siehe sog. "Schwundgeld". Die Idee fand ich persönlich schon lange gut. Sie gefährleistet, dass Geld (in dienender Funktion) AKTIV im Wirtschaftskreislauf bleibt, nicht zu Zwecken der Spekulation oder des Nichtstuns gehortet werden kann (oder eben nur um den sinnlosen Preis, dass man eben nichts mehr davon bekäme, nicht einmal einen Laib Brot oder 'ne Forelle).

Die Marxisten hingegen sagen, die Werte seien DURCHAUS existent - allerdings nicht in den Händen derer, die sie geschaffen hätten (Mehrwert-Theorie).


Ich denke, Fakt ist jedenfalls: KAPITAL ist DERJENIGE Produktionsfaktor, der zwar die wichtigste Rolle in unseren Wirtschaftssystemen SPIELT, jedoch die geringste (nämlich eine dienende) Rolle HABEN SOLLTE.


Nun je. An den Entscheidungen der Pastorentochter Frau Merkel hat man ja gesehen, dass sie die Banken ungeschoren davon kommen lassen will. Die Banken (bzw. diejenigen, die dort große Mengen Kapital angelegt haben) zahlen NICHT für das, was sie durch ihre Gier an Elend angerichtet haben. Im Gegenteil: Sie sehen ihre Brutalität durch die Entscheidungen der Schwarz-Geld-Regierung aus CDU und FDP als "sinnvoll" bestätigt.

Beitrag 02 April 2010 23:02 
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Lucilla



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Anmeldungsdatum: 10.09.2007
Beiträge: 1108
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Zins ist aber auch was, was der Inflation entgegenwirkt bzw. sie je nach Wirkungsgrad wieder aufhebt, wenn man ihn arbeiten lässt. Ohne Zins würde auch das Rentensystem nicht so wirklich rund funktionieren. Denn wenn jeder nur das an Rente ausbezahlt bekäme, was er irgendwann eingezahlt hat (ohne Mehrung), würde Siggi (und viele andere) wohl erstmal böse schlucken, wenn es soweit ist. icon_wink.gif

Beitrag 02 April 2010 23:40 
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Naturfan
Ehemaliger User










ach Lucilla...

Du bist zwar daran interessiert, mehr zu erfahren, aber du musst die Sache viel kompakter sehen, nicht nur unsere Renten, die sowieso nicht mehr sicher sind- zumindest nicht unsere... Aber was ist, wenn der Staat seine Schulden nicht mehr zurück zahlen kann, weil das Zugpferd- der Sklave- fehlt. Meinst du wirklich, dass dann Deine- unsere Renten- noch sicher ist, ganz zu schweigen von den übrigen Sozialleistungen, wie hartz 4...
Ach so, ich vergaß ja ganz, dass Du träumen willst. Also gut, träum oder denk so schön weiter- hoffentlich hast du Recht!

Gruß Siggi

Beitrag 02 April 2010 23:56 
 
 
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Lucilla



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Ok, also springen wir jetzt alle aus dem Fenster, um diesem furchtbaren Leben mit seinem blöden Zinssystem zu entgehen.

Ist es das, was du der Welt rätst?

Gräm dich ruhig weiter über Dinge, die vielleicht ganz eventuell unter Umständen gegebenermaßen eines Tages noch zu unseren Lebzeiten eintreten könnten. Ich lebe inzwischen. icon_biggrin.gif
Und sollte es dann so kommen ... ja, coool, warum nicht! Mal schauen was draus wird. icon_biggrin.gif

Beitrag 03 April 2010 00:08 
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Naturfan
Ehemaliger User










,,Ist es das, was du der Welt rätst?"

Nein, das ist es nicht!
Mein Rat ist es auch nicht, sich in seine Kuschelecke zu verziehen: Du:
,,Ich lebe inzwischen."
Jeder von uns hat zumindest soviel Bildung erfahren dürfen, um zu erkennen,
dass dies eine Systemkrise ist, in der unterm Strich Arm und Reich auf einan- der prallen werden und das hat leider schon oft Kriege ausgelöst. Dann gehts nämlich ums nackte Überleben, nicht mehr darum, wer Geld hat und wer im Recht ist. Darum habe ich Angst- und um meine Kinder! Ich glaube nicht nur ich...

Was ist es, was ich der Welt raten will? Information ist alles! Noch nie war es so leicht, im Netz Begriffe einzugeben, welche einen gerade interessieren. Die Schulbildung alleine reicht bei weitem nicht mehr aus, um dem heutigen Leben paroli bieten zu können, Probleme zu hinterfragen. Bildung von Interessengruppen wäre das Nächste, um gemeinsam aktiv zu werden. Allerdings wirds schon daran scheitern, dass jeder hier und in der Gesellschaft sein eigenes Ding macht.

Gruß Siggi

Beitrag 03 April 2010 00:40 
 
 
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Pan meets Lilith




Alter:81

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@lucilla:
Zitat:
Zins ist aber auch was, was der Inflation entgegenwirkt

Ich persönlich bin ja doof. Ich verstehe das noch nicht so ad hoc. Bitte erkläre das auch so Dummen wie mir!

Zitat:
bzw. sie je nach Wirkungsgrad wieder aufhebt, wenn man ihn arbeiten lässt.

Wie ist das gemeint, "arbeiten lässt"? Der "Zins" kann arbeiten?
Auf wessen Kosten?

Zitat:
Ohne Zins würde auch das Rentensystem nicht so wirklich rund funktionieren.

Wie meinst du das mit "nicht so wirklich rund"? icon_eek.gif
Nach meinen - möglicherweise falschen Informationen - funktioniert das weder rund noch sonstwie ...
Und das gilt für das solidarische Umlageprinzip ebenso wie für die kapital"gedeckte" "Alterssicherung".

Dass die "Rente" unseres Herz-Jesu-Sozialisten Norbert Blüm (CDU-Alibi-"Sozialer") sicher ist, das stand nie zur Frage. KLAR ist dessen Altersalimentierung durch den deutschen Steuerzahler gesichert!
Was kannst DU dir davon kaufen? Was Siggi? Was ich?

Es würde mich ja sehr beruhigen, wenn du gestehst, gerade mal die Naive zu spielen. Du hast so einen hübschen heidnisch klingenden Namen. Und ganz häßlich warst du ja AUCH nicht, zumindest nicht auf deinem Avatar.

Ich wehre mich ganz einfach gegen die Vorstellung, dass hübsche Frauen automatisch blöd seien. Wer befiehlt denn das? He?!

Zitat:
Denn wenn jeder nur das an Rente ausbezahlt bekäme, was er irgendwann eingezahlt hat (ohne Mehrung),

... ähem ... Wie nun? Was meinst du mit "Mehrung"?
Ein Haus bauen, ein Bäumchen pflanzen, ein Kind zeugen?
Ich versteh gerade nich. Hab Balken vor Kopf.

Zitat:
würde Siggi (und viele andere) wohl erstmal böse schlucken, wenn es soweit ist.

Was meinst du mit "soweit ist"? WIE WEIT mit WAS ist? Bislang dachte ich ja immer, wenn das Leben zu Ende sei, sterbe man, um anschließend so tot zu sein?
Wenn es bei Siggi "soweit ist" und er selbständig ist, wird es - genau wie bei mir - keine "Rente" geben. Wir arbeiten folgerichtig so lange, bis wir sterben. (Wenn wir das kleine Glück des Lebens hatten, haben wir zuvor von den Wonnen der Liebe gekostet ...)

Lucilla, ich darf davon ausgehen, du bist Beamtin? Anders vermag ich mir deine Ausführungen erst mal nicht zu erklären ...
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Och, so eine Beamtin im Haushalt könnt ich eigentlich ganz gut gebrauchen, denk ich gerad. Weniger jetzt zum Anwesendsein und Nerven. Aber für Finanzeinlagen, Lucilla, könnt ich dich noch gebrauchen. Wenn dich dein Held abschiebt, meld dich ruhig. Ich hab Investitionsbedarf noch und nöcher. Und dir scheint ja irgendwie langweilig zu sein ...

Ach ja, und in MEINEM Haushalt hängt nicht dein "Kinderfreund" Jesus an der Wand am Kreuz, sondern mein Giordano Bruno als Büste. icon_cool.gif - Nur, um es vorab klarzustellen.

Beitrag 03 April 2010 00:58 
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Naturfan
Ehemaliger User










@Pan

,,Lucilla, ich darf davon ausgehen, du bist Beamtin?"
Falls dem so ist, würde das schon mal vieles erklären: sie werden vom Staat bezahlt, wären also doof, die Welt so zu sehen, wie sie eben nun mal ist. Falls dem nicht so ist (keine Beamtin), käme wieder ihre ,,Kuschelecke" in Frage, die ja kein Mensch so gerne verlassen möchte, irgend wie auch nachvollziehbar...

Aber egal: solange die eigentlich Schuldigen ihre Sünden beichten und danach genau so weiter machen wie vorher, kann ja nur alles besser werden...

Mit vergrämten Grüßen
Siggi

Beitrag 03 April 2010 01:19 
 
 
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