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Kinder, Kinder..
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  Autor    Thread Dieses Forum ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren, schreiben oder beantworten. Dieses Thema ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.
Pan meets Lilith




Alter:81

Anmeldungsdatum: 24.02.2005
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@ralf_abc / @momme:

Wer von euch will denn nun WAS?

Abschaffung der Schulpflicht - ja oder nein?
Privatschulen statt staatl. Schulen - ja oder nein?

Ich muss euch ehrlich sagen: Ich halte Privatschulen für un-konstruktiv.
WARUM?

Ein privater Schulträger möchte KUNDEN rekrutieren - und Kunden HALTEN.
Eltern, also die KUNDEN, möchten gute Abschlüsse für ihre Kinder.

SEHT ihr den Konflikt bereits?

Nein? Dann nenn ich ihn!
Wer von den Eltern am besten zahlt, kriegt die besten Schulabschlüsse für seine Kinder. UNABHÄNGIG von der Leistungfähigkeit oder Leistungsbereitschaft der Kinder!

Lehrer sind da in einem Dauerkonflikt, die Schüler gerecht zu bewerten (Eigenverständnis des Lehrerberufs) oder dem Kundenrekrutierungskalkül der Geschäftsführung gerecht zu werden.

Das führt zu einer Negativauslese - also einer weiteren VERSCHÄRFUNG der bereits in Deutschland bestehenden Verhältnisse:
Menschen, die sich via Elternhaus anmaßen, sich "Leistungsträger" oder gar "Leistungselite" zu nennen. Stichwort: unproduktive Eliten - WIE im Feudalzeitalter. Adam Smith hätte gesagt: Anspruchsvolle, aber unnütze Fresser! Kopf ab. Ab nach Frankreich, 1789. Guillotine.

Das Hauptproblem an den staatlichen Schulen ist m.E. ein anderes: der Beamtenstatus der Lehrer. Zwei Jahre lang wird da im Referendariat ALLES gegeben. Inklusive der Schleimerei gegenüber den Prüfern. Das ist eine Horrorzeit für alle Lehrer. Dieses Horrorzeit wird von vielen extrem sicherheitsfixierten Menschen IN KAUF GENOMMEN, um hinterher in den Paradies-Status des Beamtentums einzugehen.

Das mit den mangelnden Arbeitsplätzen, Ralf, ist m.E. keine Begründung. Lernen, Wissen, Anwenden - das ist ein Wert für sich, der muss nicht an abhängige Arbeitsplätze gebunden sein.


Ach, übrigens:
Dreisatz (Standard und umgekehrt) hab ich mit 13 oder 14 von meinem Schwager gelernt.
Prozentrechnen in der gleichen Zeit von meinen Brüdern.
(Sehr spät also).
Einem "humanistischen Gymnasium" war derlei unmittelbar praktisch nutzbarer Mathematikstoff anscheinend zu "profan" ...

Ich habe aus Dozententätigkeit allerdings den Vergleich, dass 15- und 16-Jährige HEUTE das Wort Dreisatz in diesem Alter zum ersten Mal ganz erstaunt hören. Man verkneift sich da erst mal die Schockstarre - und denkt an die eigene Lehrerschaft (beamtet zwar!) der eigenen Kindheit / Jugend zurück.

Wo ist der Knackpunkt, am Beispiel Mathematik?

In der fünften, sechsten oder siebten Klasse (bin mittlerweile nicht mehr ganz up to date) wird, der Erinnerung nach, vor allem Bruchrechnen gemacht. (Echte und unechte Brüche), die Zahlenarten werden erweitert (von den Natürlichen zu den Reellen Zahlen) ... Einzelheiten: siehe Jahrgangsstufen-Curriculum der jeweiligen Bundesländer).
Zu Beginn der Oberstufe sind bereits Reihen und Folgen angesagt - was später auf die Differenzialrechnung, im Leistungskurs auch auf die Integralrechnung hinführt.
Dazwischen wird kurzerhand Inhalt WEGGEKÜRZT. Diese Situation hat sich durch das Abitur mit 12 Schuljahren (Vorstoß konservatives Koch-Hessen) noch verschärft.

Die Kinder KÖNNEN das gar nicht wissen. Die sind nie mit praktisch nutzbarer Mathematik konfrontiert worden. Ist euch das klar?

Kinder können nix dafür, wenn sie reiche Karriere-Eltern haben, die sie eben verwahrlosen lassen. Es war in den letzten Jahren auch im Sommer, abends am See, zu beobachten: nein, es waren NICHT die Kinder der Armen, die Pfand("PET")-Flaschen als "Müll" in den See geschmissen haben. Es waren die Kinder der Reichen! Jedes davon hat mit 14 Jahren sein Mopedchen. Und damit wird DIREKT - noch drei Kilometer durchs Landschaftsschutzgebiet - an das Ufer gefahren - um dort dann rumzuprollen.

Beitrag 13 April 2010 21:41 
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Ralf-abc
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Pan meets Lilith hat folgendes geschrieben::
Wer von euch will denn nun WAS?
Abschaffung der Schulpflicht - ja oder nein?


Weiß ich selber nicht.
Ich kann nur feststellen, dass das gesamte System (Schulbildung, Jugendarbeitslosigkeit etc.) in einer dermaßen tiefen, grundlegenden Krise steckt, dass mir keine wirkliche Lösung einfällt. Dies vor allem deshalb, da ich davon ausgehe, dass das kein Zufall ist, sondern von Politik (dumm lässt sich besser regieren) und Wirtschaft (dumm ist ein unkritischerer Konsument) absichtlich in den letzten Jahren so herbeigeführt wurde.

Beitrag 13 April 2010 22:05 
 
 
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Pan meets Lilith




Alter:81

Anmeldungsdatum: 24.02.2005
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@ralf:
Zitat:
Ich kann nur feststellen, dass das gesamte System (Schulbildung, Jugendarbeitslosigkeit etc.) in einer dermaßen tiefen, grundlegenden Krise steckt, dass mir keine wirkliche Lösung einfällt. Dies vor allem deshalb, da ich davon ausgehe, dass das kein Zufall ist, sondern von Politik (dumm lässt sich besser regieren) und Wirtschaft (dumm ist ein unkritischerer Konsument) absichtlich in den letzten Jahren so herbeigeführt wurde.


Du gehst da RICHTIG von aus, Ralf.
Was ich zwar NICHT glaube, ist, dass sie bewusst "das Volk" verdummen WOLLTEN.
Ich vermute eher, sie waren VERBLENDET von einer dummen sozialdarwinistischen (und davon abgesehen: uralten und immer wieder neu aufgewärmten) Idee.

Warum hab ich mir hier über Jahre das MAUL fusselig gequatscht und euch genervt mit diesen dubiosen Worten a la "WTO" und "GATS".

Weise ich aus LANGEWEILE auf so etwas wie "GATS" hin?

Warum tat ich das bei "euch Nackten"? Weil ich einmal so vermessen war, euch zuzutrauen, dass ihr euch nicht lächerlich machen wolltet mit einer Nacktheit um ihrer selbst willen.
Weil ich dachte, man könne diesen Topos Nacktheit in einen sinnvollen politischen Kontext setzen.

Reagan und Thatcher haben in den 80-ern in USA bzw. UK die Theorien von August von Hayek und Milton Friedman umgesetzt. Friedman war ein kleiner Wichser, der einen RIESIGEN Minderwertigkeitskomplex gegenüber einem intelligenten Mann wie John Maynard Keynes hatte.

Was Friedman dann unter dem Label "heiliger freier Markt" verkauft hat, war die erhellende, großartige Aussage "Der Stärkere frisst den Schwächeren", kultivierter: "Homo homini lupus" / "Der Mensch ist des Menschen Wolf".

Kruder Sozialdarwinismus, diesmal nicht von dem durchgeknallten Anstreicher aus dem österreichischen Braunau, sondern diesmal von einem größenwahnsinnigen (und zutiefst menschenfeindlichen) Juden.

Aber FREILICH WAR und IST Bestandteil des Abkommens "GATS" (Der Staat BR Deutschland hat dieses Abkommen mit unterzeichnet, m.W. bereits während der Kohl-Ära), dass "BILDUNG" als kauf- und verkaufbare Wirtschaftsware zu betrachten sei.

http://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeines_Abkommen_%C3%BCber_den_Handel_mit_Dienstleistungen#Geschichte

GATS trat 1995 in den unterzeichnenden Staaten bzw. Staatengemeinschaften in Kraft.
Wo WART ihr? Habt ihr euch mit NACKTSEIN beschäftigt?
Soll ich euch Nackt-Typen mal den kleinen Vogel zeigen?

Ich hatte Roger Willemsen zu seinem 2002 neu erschienenen Buch "Deutschlandreise" interviewt. Darin beschrieb er seine Befremdung darüber, dass alles und jedes auf einmal nur noch Waren- und Dienstleistungscharakter habe - und wie sich die Gesellschaften aufgrund dieses Paradigmenwechsels in Deutschland und anderswo auf der Welt verändert hätten. Bis zum ersten und letzten Kuss des Lebens, abgewogen nach den Finanzmöglichkeiten einer Ehe bis zu den Pflegeoptionen eines Sterbenden.

Muss man in diesem PRIMITVEN Scheißland "Deutschland" ein "Intellektueller" sein, um mitzukriegen, was sich in sieben Jahren aktiver "politischer" Tätigkeit verändert hat? Aufgrund des Willens einer herrschenden "Elite"?

Du hast in Erwägung gezogen, es sei vielleicht DOCH ZUFALL, dass wir heute diese Situation haben?
Na, dann träum (mit den anderen) weiter!

Bis sie merkte, dass sie damit nicht mehr ihrer privatwirtschaftlichen Fähnchen-in-den-Wind-Politik gerecht wird, hat Angela Merkel, nach ihrer Phase als stramme SED-Nachwuchskraft, an marktradikalen Altären gebetet. Und sie würde es noch HEUTE offiziell tun, wenn sie nicht wüsste, damit verlöre sie GANZ SICHER die Wahl.

Ich weiß nicht, wie man so dumm sein kann, auf offenkundigen Bullshit einzugehen. Die Amis haben den Freihandel (Dschungel! Fressen und Gefressenwerden) immer nur an ANDERE empfohlen. Glaubt ihr mal nicht, die waren blöde genug, ihre EIGENEN Schutzzölle abzuschwächen!
Und glaubt nicht, die wären jemals so BLÖDE, den Nettozahler in sowas wie eine "EU" zu machen!

Beitrag 13 April 2010 22:27 
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Ralf-abc
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Pan meets Lilith hat folgendes geschrieben::
Was ich zwar NICHT glaube, ist, dass sie bewusst "das Volk" verdummen WOLLTEN.

Stimmt. "Bewusst" im Sinne von "langfristig geplant" haben die das nicht gemacht. Dafür müssten die ja länger im Voraus denken, als bis zur nächsten Wahl. Und DAS können wir bei unseren Politikern ja wohl ausschließen. Diese Entwicklung hat sich einfach so ergeben, weil sie von den Politikern die geringste Initiative und den geringsten Kostenaufwand erfordert hat. Und dieses Grundprinzip hat uns dann über mehr als 20 Jahre in die jetzige Situation gebracht. Aber: wohin uns das führt, wird seit Jahren immer wieder angeprangert. Und - was hat es genützt?


Zitat:
Du hast in Erwägung gezogen, es sei vielleicht DOCH ZUFALL, dass wir heute diese Situation haben?

Wo habe ich denn das getan? Ich habe mich hier lediglich etwas zurückhaltender ausgedrückt. (Bei Deinem ganzen Freihandelsgedöns etc. kann ich nicht wirklich mitreden)

Beitrag 13 April 2010 23:06 
 
 
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Pan meets Lilith




Alter:81

Anmeldungsdatum: 24.02.2005
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@ralf:
Zitat:
Wo habe ich denn das getan? Ich habe mich hier lediglich etwas zurückhaltender ausgedrückt. (Bei Deinem ganzen Freihandelsgedöns etc. kann ich nicht wirklich mitreden)


Das solltest du aber - und jeder andere AUCH.
Ralf, bitte sag mir, dass du mich veralbern willst! (Es würde mich zutiefst beruhigen, weil ich bislang nahezu ausschließlich Vernünftiges von dir hier las).

Von einem über 40-Jährigen erwarte ich, dass er weiß, was 1973 in Chile geschah. Dafür braucht man kein Gymnasium besucht zu haben. Dafür musste man damals einfach nur Zeitung lesen.

Die "Chicago-Boys" waren keine mythologische Gruppe, sondern Interessensvertreter der herrschenden Großgrundbesitzer-Schicht.


@all:
Ich bin mir hier immer sehr unsicher, ob ich nerve, weil ich allgemein Bekanntes repetiere - ODER, umgekehrt, weil ich mit (lästig) Unbekanntem konfrontiere.

Ich hoffe, es ist wenigstens rübergekommen, dass Walter Eucken und Mitstreiter ein deutscher SPEZIALWEG ! des sog. "Neoliberalismus" waren. Es ist freilich schwer, den als extremen Gegensatz zu den herrschenden Neoliberalen des AMERIKANISCHEN Mainstreams darzulegen. Denn geschickterweise BERUFEN sich neofeudale Lobbygruppen wie etwa die "INSM" (mit gigantischen Propaganda-Mitteln aus Schwerindustrie-Kreisen) u.a. auf Menschen wie Adam Smith.

Der Witz ist, dass sie da ihren politischen Gegner als einen der ihren benennen.

Bei Eucken sind sie freilich weniger mutig. icon_biggrin.gif Denn falls sie ihn gelesen haben, dürften sie sich sehr erschreckt haben. icon_biggrin.gif Da sie ihn nicht als "Kommunisten" oder "Roten" zu diffamieren vermögen (Sie würden sich lächerlich machen), ignorieren sie seinen Namen - und nennen stattdessen Ludwig Erhard, der Euckens Theorie in TEILEN umsetzte. Dass er die Theorie nicht in den WESENTLICHEN Teilen umsetzte, dürfte vor allem an Erhards Widerpart, dem kleinen katholischen Reaktionär Adenauer gelegen haben.

Beitrag 13 April 2010 23:15 
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Momme
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@PmL

Zitat:
Nein? Dann nenn ich ihn!
Wer von den Eltern am besten zahlt, kriegt die besten Schulabschlüsse für seine Kinder. UNABHÄNGIG von der Leistungfähigkeit oder Leistungsbereitschaft der Kinder!


Was fürn Quatsch!!!! Das beweise mal, und in jeder privaten Schule ist Krieg. Da meine Große auf einer Privatschule ist, weiß ich wo von ich rede.

Zitat:
Ein privater Schulträger möchte KUNDEN rekrutieren - und Kunden HALTEN.
Eltern, also die KUNDEN, möchten gute Abschlüsse für ihre Kinder.


Haben die gar nicht nötig. Nun sag mal, wir zahlen 40 €/p.M., kannst mich ja als konservativen Geldsack beschimpfen. Weiß aber nicht, ob sich das bei 40 € lohnt?

Zitat:
Das Hauptproblem an den staatlichen Schulen ist m.E. ein anderes: der Beamtenstatus der Lehrer.


In dem Punkt stimme ich mit dir überein. Vielleicht wäre die Lösung, ein hauptberuflicher Klassenlehrer als Angestellter, und Fachlehrer als freie Mitarbeiter?

PS: Die Hauptfächer in der Schule meiner Tochter sind immer zwei Lehrkräffte tätig !!!

Beitrag 14 April 2010 07:00 
 
 
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Fred
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Pan meets Lilith hat folgendes geschrieben::
Von einem über 40-Jährigen erwarte ich, dass er weiß, was 1973 in Chile geschah. Dafür braucht man kein Gymnasium besucht zu haben. Dafür musste man damals einfach nur Zeitung lesen.

Dann weißt Du aus Deiner Dozententätigkeit ja sicher auch, wieviele Kids heutzutage Zeitung lesen?

Frag doch mal Deine (Berufs?-) Schüler, ob sie wissen, wer zur Zeit Bundespräsident ist. Oder Vizepräsident der USA. Oder welche Koalition zur Zeit regiert.

Fazit: die Kids kennen eher Dieter Bohlen als Frank-Walter Steinmeier. (Ob zu Recht oder zu Unrecht sei dahingestellt).

Wer ist daran schuld? Immer wieder das Bildungssystem?

Wie kann man das ändern? Durch marktwirtschaftliche Radikalreform? Durch Erhöhung der Hartz 4-Sätze, damit sich die armen Kids endlich eine Bild-Zeitung leisten können? Durch sofortiges Tempolimit auf allen Autobahnen? Durch ein sofortiges Verbot aller Kirchen und Steinigung aller Priester und aller, die im Verdacht stehen, jemals gebetet zu haben?

Vorschläge bitte.

Beitrag 14 April 2010 10:14 
 
 
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Ralf-abc
Ehemaliger User










Pan meets Lilith hat folgendes geschrieben::
Von einem über 40-Jährigen erwarte ich, dass er weiß, was 1973 in Chile geschah. Dafür braucht man kein Gymnasium besucht zu haben. Dafür musste man damals einfach nur Zeitung lesen.


1973 - da war ich 5 Jahre alt, ging noch nicht in die Schule und konnte daher damals auch nicht die Zeitung lesen. In der Schule habe ich von diesem Thema noch nie gehört.
Ich weiss inzwischen der Sache nach, was damals los war, kenne aber nicht wirklich die Zusammenhänge. Du als Journalist arbeitest in diesem Bereich und musst Dich daher zwangsläufig mit so etwas beschäftigen. Für mich gab es dazu bisher noch keine direkte Veranlassung. Sorry Pan, auch wenn ich da jetzt zutiefst enttäuschen muss - ich schaffe es kaum, beruflich in allen von mir bearbeiteten Bereichen immer auf dem Laufenden zu bleiben. Da kann ich mich nicht auch noch um alle Details und Zusammenhänge der jüngeren Weltgeschichte kümmern. Es ist schon zeitaufwändig genug, die nötigen Informationen zu lesen, um zu erkennen, was für eine Scheiße hier in Deutschland und der Welt derzeit so abläuft. Und dann soll ich mich auch noch damit beschäftigen, wie es dazu kam? Da muss ich einfach passen.

Beitrag 14 April 2010 14:21 
 
 
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Ralf-abc
Ehemaliger User










@Pan

Anders herum gefragt: Angenommen, ich wäre 10 Jahre älter und hätte das damals verfolgen können - glaubst Du wirklich, ich hätte aus den damaligen Medienberichten erfahren können, was da wirklich los war?
Bei solchen Ereignissen wie damals in Chile, die Franco-Diktatur in Spanien, Kuba-USA-Schweinebucht, oder auch NAZI-Deutschland - da kannst Du zeitnah unmöglich die weltweiten Zusammenhänge erkennen. Und alle Leute, die darüber zeitnah "Enthüllungsbücher" schreiben, die arbeiten auch nur mit Halbwahrheiten. Es dauer bei solchen Dingen i.d.R. Jahrzehnte, bis wichtige Akten (z.B. der CIA) zugänglich werden und solche Akten lassen die damaligen Ereignisse oft in einem ganz anderen Licht erscheinen.
Von daher weiß ich nicht, was Dein Vorwurf hier soll. Bist Du Dir so sicher, dass Du alle Zusammenhänge wirklich objektiv erfasst hast und dass Dir dafür auch wirklich alle nötigen Informationen vorliegen? Oder kann es sein, dass Du Dir in Detailfragen auch hin und wieder nur Deine eigene Wahheit zusammenreimst.

Beitrag 14 April 2010 15:57 
 
 
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Pan meets Lilith




Alter:81

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@momme:
Zitat:
Haben die gar nicht nötig. Nun sag mal, wir zahlen 40 €/p.M., kannst mich ja als konservativen Geldsack beschimpfen. Weiß aber nicht, ob sich das bei 40 € lohnt?

Nein, das lohnt sich nicht. icon_biggrin.gif Ich stelle mir eher die Frage nach der Betriebskalkulation der Schulleitung und den Löhnen der Lehrer.

@fred:
Zitat:
Fazit: die Kids kennen eher Dieter Bohlen als Frank-Walter Steinmeier. (Ob zu Recht oder zu Unrecht sei dahingestellt).

Na, wenn du schon SOLCHE Vergleiche nimmst! Dann - freilich - hat Dieter Bohlen eine große relative Vorzüglichkeit. Beide sind Dummschwätzer - aber der Bohlen langweilt dabei wenigstens nicht.

@ralf:
Zitat:
1973 - da war ich 5 Jahre alt, ging noch nicht in die Schule und konnte daher damals auch nicht die Zeitung lesen.

Sorry, du offenbarst mir gerade, dass du 5 Jahre jünger bist als ich. Du hast völlig recht.
Und ich hab mich mit 10 AUCH nicht mit solchen Themen auseinandergesetzt.
Ich überlege gerade, wann bei mir so etwas wie "politisches Denken" einsetzte. Dürfte so etwa im Alter von 14, 15 gewesen sein. Ich spekuliere, das ist alterstypisch.

Zitat:
Du als Journalist arbeitest in diesem Bereich und musst Dich daher zwangsläufig mit so etwas beschäftigen.

Nee du. Lass mal! Willst du, dass ich verhungere?
Es gibt seit geraumer Zeit keinen Journalismus mehr in Deutschland. Das ist ein ausgestorbener freier Beruf. Dafür zahlt niemand Geld, Ralf. Geh getrost davon aus, dass ein Journalist heute keinen Presse-Ausweis mehr vom Deutschen Journalistenverband bekommen würde. Dafür verdient man als Journalist (jedenfalls als freier) zu wenig. 90 Prozent derer, die heute ihren Presseausweis vorzeigen, sind PR-Leute. (Und die nutzen den nicht für Recherche, sondern, um irgendwo kostenlos reinzukommen icon_biggrin.gif )

Beitrag 14 April 2010 20:02 
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Pan meets Lilith




Alter:81

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Zitat:
Zitat:
Nein? Dann nenn ich ihn!
Wer von den Eltern am besten zahlt, kriegt die besten Schulabschlüsse für seine Kinder. UNABHÄNGIG von der Leistungfähigkeit oder Leistungsbereitschaft der Kinder!


Was fürn Quatsch!!!! Das beweise mal

Das BRAUCH ich nicht zu beweisen, Momme. Das liegt in der Logik der Dinge offen begründet.

Zitat:

und in jeder privaten Schule ist Krieg. Da meine Große auf einer Privatschule ist, weiß ich wo von ich rede.

Nu, in öffentlichen Schulen ist es sicher nicht anders - in Sachen "Krieg und Frieden".

Zitat:

Zitat:
Ein privater Schulträger möchte KUNDEN rekrutieren - und Kunden HALTEN.
Eltern, also die KUNDEN, möchten gute Abschlüsse für ihre Kinder.


Haben die gar nicht nötig.


Nicht? Diese Aussage bedarf aber einer Erläuterung, Momme.
Sonst spekuliere ich in DIESE Denkrichtung: "Ich selber war schon blöd und hab das Geld von Großvaters Unternehmen verzockt - und die Zinsen reichen auch noch für DEINE Faul- und Blödheit."

Zitat:
Nun sag mal, wir zahlen 40 €/p.M., kannst mich ja als konservativen Geldsack beschimpfen. Weiß aber nicht, ob sich das bei 40 € lohnt?

Man müsste da genaueres wissen:
A) WIE - sind die Lehrer ausgebildet?
B) WIE (in welcher Höhe) - sind sie entlohnt? (Je unattraktiver, desto weniger INTERESSE haben Sie daran, sowohl ihr eigenes Wissen weiterzugeben als auch Schüler zu eigenständigem Wissenserwerb und zur eigenständigen Handlungsfähigkeit zu führen.
C) Welche Art Prüfungsabnahme findet durch staatliche Stellen bzw. staatliche Schulen statt? (Die Privatschulen sind ja auch an einen Rahmenlehrplan gebunden).

Vergiss auch bitte nicht, Momme, dass die Privatschulen bis zu 65 % vom deutschen Steuerzahler finanziert werden. Von ALLEN Steuerzahlern! Nicht nur von den Besserverdienenden und "Leistungsträgern".

Zitat:
In dem Punkt stimme ich mit dir überein. Vielleicht wäre die Lösung, ein hauptberuflicher Klassenlehrer als Angestellter, und Fachlehrer als freie Mitarbeiter?

Nö, glaub ich nicht. Denn dann hättest du schon WIEDER eine Hierarchiebildung in der Lehrerschaft zwischen relativen Sicherheitsinhabern und Leistungsträgern (diesmal ohne Ironie Leistungsträger) - aber das wären Leistungsträger aus der Not der rel. Unsicherheit heraus.

Das wäre schon ganz okay so, dass die Lehrer einen Angestellten-Status hätten. Es ist m.E. nicht sinnreich, einen Lehrer auf eine staatliche Verfassung einzuschwören. Verfassungen können wechseln. - Bei der Polizei ist das ein anderer Fall. DA - ist es DURCHAUS sinnreich.

Wenn wir hier weitermachen, kommen wir irgendwann auf die Zwickmühle des (Wilhelm von)-Humboldtschen Bildungsideals. Man hat Humboldt immer vorgeworfen, er sei ein Träumer, allen Menschen das an Wissen und Informationszugang zubilligen zu wollen, was das Privileg zweier begabter junger Menschen aus der preußischen Adelsschicht gewesen sein könnte (eben Wilhelm und Alexander von Humboldt).

Ach, ich weiß es AUCH nicht! Ich hatte mir damals auf dem Gymnasium immer gewünscht, auch praktische Dinge machen zu können. Und fand es schade, dass die Realschüler, die in der Oberstufe zu uns stießen, zwar Sinn für Praktisches hatten - aber in anderen Themen gänzlich unbeleckt waren. Da fehlten inhaltliche Berührungspunkte.
Warum muss alles so einseitig sein?
Warum spaltet man die Welt bereits in der Schule in Theorie-Hengste und Verwalter-Typen einerseits, in Ingenieure zum anderen?

Meine Güte, Gottfried Benn war Arzt - und schrieb Gedichte.
Ernesto Guevara war Arzt - und jobbte als Revolutionär.
Esther Vilar ist AUCH Ärztin - und arbeitet als Schriftstellerin.

Das gleiche gibt es auch bei den Ingenieuren - zumindest bei denjenigen, die auf Vielseitigkeit statt Wissenstiefe angelegt sind.

Beitrag 14 April 2010 20:29 
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Momme
Ehemaliger User










@PmL

Sag mal was schreibst du da für ein Bullshit??? Du übertriffst dich mal wieder selber. Zitierst mich unvollständig, erwartest von mir Beweise, während deine Sätze deiner Logik Beweis genug sind.

Nur ein Beispiel!



Zitat:
Man müsste da genaueres wissen:
A) WIE - sind die Lehrer ausgebildet?
B) WIE (in welcher Höhe) - sind sie entlohnt? (Je unattraktiver, desto weniger INTERESSE haben Sie daran, sowohl ihr eigenes Wissen weiterzugeben als auch Schüler zu eigenständigem Wissenserwerb und zur eigenständigen Handlungsfähigkeit zu führen.
C) Welche Art Prüfungsabnahme findet durch staatliche Stellen bzw. staatliche Schulen statt? (Die Privatschulen sind ja auch an einen Rahmenlehrplan gebunden).


Moment mal, hallooo? Ich kenne die Lehrer/innen, die Motivation von Lehrer/Schüler, den Wissenstand, das Arrangement, die Zeitinvestition, wir haben Elterngespräche und ein Wochenarbeitstagebuch.
Die Lehrer arbeiten mit viel Freude und das merken die Kinder/Schüler und ziehen so mit. Die Kinder gehen gerne in DIESE Schule!!!

Was man von Staatlichen nicht immer behaupten kann.

Wenn du schon krampfhaft nach Kritikpunkten an privaten Schulen suchst, um unser System in Frage zu stellen, dann mache es ehrlich.

Privatschule hat mit REICH und GIERIG nichts zu tun, und käufliche gute Zeugnisse, das Beweise mir hier mal. Nicht teure PS haben keine schlechteren Lehrkräfte. Wirkliche gutsituierte Familien schicken ihre Kids nicht auf deutsche Privatschulen, sondern ins Ausland, schon alleine der Fremdsprache wegen. Und das ist auch ihr Recht, laß sie doch.
Was glaubst du wohl warum sie das machen??? Ok, weil sie mal erben, oder weil sie mehr Gribs haben? Die meisten haben keinen zweiten Wohnsitz in Schickimicki und sind grundsolide.

Sorry Pan......tut mir Leid für dich, das der Zug für Intellektuelle von deinem Schlag die Türen zu hat. Aber gib nicht den anderen die Schuld.

mfG

Beitrag 14 April 2010 21:36 
 
 
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Pan meets Lilith




Alter:81

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@momme:
Zitat:
Aber gib nicht den anderen die Schuld.

Langsam, Momme. Und immer mit der Ruhe bitte!

Du solltest dich nicht von mir angegriffen fühlen. Mich persönlich betrifft das gar nicht. Es gibt also keinerlei Grund für dich, mich in diesem Zusammenhang persönlich zu beleidigen.

Ich gebe niemandem "die Schuld" für irgendetwas.
Dieses Denken in "Schuld und Sühne" ist nicht meines.

Ich gebe zu BEDENKEN.

Freilich steht da immer die FRAGE: WAS - will man (mit einem speziellen Schulsystem) für WEN erreichen?

DANN kommt erst die Frage: WIE - erreicht man das zuvor als gewollt Definierte.

Wenn wir uns mehrheitlich dafür entscheiden, eine hierarchische Gesellschaft (statt einer kooperativen) zu wollen, so müssten wir FREILICH das dreigliedrige Schulsystem beibehalten (MIT implizierter Schulpflicht).
Und dann müssen wir auch Privatschulen gemeinschaftlich subventionieren, die den ANSPRUCH haben, "Eliten" zu rekrutieren. (Ob diesem Anspruch GERECHT werden, ist eine zweite, häufig aber wesentliche Frage).

Fakt bleibt: Privatschulen werden auch und vor allem von Eltern mit Kindern beschickt, die Lernschwierigkeiten haben. Sei es Faulheit aufgrund von Wohlstand, sei es Dummheit.

Ich hab dabei insofern ein ungutes Gefühl, dass sich die Einzelgruppen der Gesellschaft zu WEIT voneinander abschotten. Das birgt m.E. hohen innerstaatlichen Sprengstoff. Insofern ist gegen eine bildungsdurchlässige Konsensgesellschaft absolut nichts einzuwenden.

Ich kenne - FREILICH - ebenso die Problematik, dass man von sichtbar begabten Schülern als Lehrer begeistert ist, sie in den vorhandenen Anlagen fördern möchte. Und von den Minderbegabten (ohne Wertung! Deskriptiv gemeint) dabei gehemmt wird, Rücksicht nehmen müssend.

Ich kann eine Geschichtsklausur so in Multiple Choise konzipieren, dass die absolut objektiv bewertet werden kann. Und was mach ich, wenn ich auch nur EIN Freifeld zur freien Darlegung eines Sachverhalts lasse, dabei weiß, dass der Schüler das Richtige meint, es aber nicht zu formulieren vermag - oder trots deuscher Härkunv nurin aina Sprasche di misch vermuhten läst das där Deutchleera mit ainen näuen pedagogichen Eksperimänt beauvtracht wah?

Genies fördern? Um welchen Preis?
Insel-Begabungen fördern? - Um welchen Preis?
Soziale Kompetenz fördern? Um welchen (anderen) Preis?

Die Diskussion öffentliche Schule versus Privatschule ist dabei nur EIN Mosaikstein.
Ich bin nicht grundsätzlich GEGEN Privatschulen. Ich versuche nur, eine Grundproblematik deutlich zu machen.

Du vermagst dir nicht vorzustellen, dass WISSEN (Fakten- oder Ableitungswissen) gleichbedeutend sein kann mit LUST? (Falls christlich sozialisiert: ersetze Wort "Lust" durch "Lebensbejahung", "Lebensneugierde", "Ehrung des Lebens" (nicht nur des eigenen, sondern des Lebens, GRUNDSÄTZLICH, UMFASSEND).

Ich will dir nix Böses, Momme. Fühl dich bitte nicht immer sofort vom Grundsätzlichen her angegriffen!

Momme, ich selbst habe keine Kinder gezeugt. Du darfst da von meiner Unvoreingenommenheit ausgehen.

Dein Bashing gegenüber "Intellektuellen" betreffend: Sie waren zu allen Zeiten das Korn, häufig auch Schmirgelsand zwischen den beiden Mühlsteinen Macht und Proletariat. Wer zugehörige Haltungen vertritt, vertritt sie aus "Glaubensgründen", nicht aus solchen des ökonomischen Wohlstands.

Du stellst Behauptungen auf, die ich ohne persönliche Anschauung nicht verifizieren kann.

Zitat:
Wirkliche gutsituierte Familien schicken ihre Kids nicht auf deutsche Privatschulen, sondern ins Ausland, schon alleine der Fremdsprache wegen. Und das ist auch ihr Recht, laß sie doch.

Ich lass sie doch! MEINE GÜTE!
Ein Einspruchsrecht reklamiere ich DANN, wenn die Leute, die solche Schulen durchlaufen haben, einen Elite-Anspruch anmelden auf eine Gesellschaft, in der ICH lebe. DANN hinterfrage ich diesen Elite-Anspruch - wenn du großzügigerweise gestattest, mein Guter!

An Internaten wie Salem oder auch Odenwaldschule siehst du ja, dass nicht alles Gold ist, was glänzt.
So was in Richtung Ypsilanti-Bashing dürfte Menschen wie DIR doch gerade zupass kommen? icon_smile.gif (Du erinnerst dich an ihre schulpolitischen Aussagen - und ihre private Entscheidung, die Privatschule ihrer Kinder betreffend).

Wenn du über das Privatschul-Thema einen Ausländerhass verbrämen solltest - DAMIT ist es nicht getan. Für die Integration von durch die deutsche Industrie herangeorderten Fremdarbeitskräften war Jahrzehnte lang Zeit ...

Beitrag 16 April 2010 01:08 
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Tim007



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 29.11.2005
Beiträge: 7783
Wohnort: Bremen


germany.gif

Bei mir ist es genau umgekehrt. Ein Anti-Ypsilanti gewissermaßen:

Meine Kinder besuchen eine staatliche Schule. Trotzdem bin ich ein entschiedener Befürworter auch von Privatschulen. Vielfalt ist immer von Vorteil.

Zumindest in Bremen ist es so (m.W. aber auch anderswo), dass der Zugang zu Privatschulen grds. auch Minderbemittelten (in finanzieller Hinsicht, versteht sich) offenstehen muss. Die Beiträge sind einkommensabhängig gestaffelt. Förderungsmöglichkeiten bestehen. Das meint Momme.

Was ich fatal finde, ist der Gesamtschulgedanke. Natürlich hat Pan recht, dass Karriere nicht nur den Gutbetuchten offenstehen muss. Auch stellt es ein enormes Potential dar, auch unter den Kindern aus "bildungsfernen" Familien nach lernfähigen Schülern zu suchen. Auch sie müssen bestmöglich gefördert werden.

Das darf aber nicht dazu führen, dass das Gesamtniveau nach den Schwächsten ausgerichtet wird. Diese wiederum wären oftmals in eigenen Klassenverbänden besser aufgehoben, um angemessen gefördert zu werden. Ebenso wie Hochbegabte.

Daher hätte ich noch nicht einmal etwas gegen das bisherige dreigliedrige Bildungssystem, wenn eine ausreichende Durchlässigkeit gewährleistet wäre. Das ist natürlich die absolute Voraussetzung. Gesamtschulen sind nicht die Lösung.

Ansonsten: wer meint, seine/ihre Kinder in Privatschulen besser fördern zu können: warum nicht? Auch das gehört zum vielzitierten mündigen Bürger, dass er auch diese Freiheit haben muss.



Beste Grüße

Tim

Beitrag 16 April 2010 05:42 
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Pan meets Lilith




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@tim:
Zitat:
Ansonsten: wer meint, seine/ihre Kinder in Privatschulen besser fördern zu können: warum nicht? Auch das gehört zum vielzitierten mündigen Bürger, dass er auch diese Freiheit haben muss.


Tim, das ist alles in Ordnung so. SOLANGE keine öffentliche Subventionierung vorliegt!

Die sich verschärfende Problematik besteht in weiten Teilen DARIN, dass mit Mitteln der GESAMTEN Gemeinschaft privatwirtschaftliche Einzelinteressen bedient werden. Also das berühmt-berüchtigte "Kosten sozialisieren, Gewinne privatisieren". Diese Mittel FEHLEN ja bei den öffentlichen Schulen!

In einem Punkt möchte ich dir - aus befangener Perspektive - recht geben:

Zitat:
Das darf aber nicht dazu führen, dass das Gesamtniveau nach den Schwächsten ausgerichtet wird. Diese wiederum wären oftmals in eigenen Klassenverbänden besser aufgehoben, um angemessen gefördert zu werden. Ebenso wie Hochbegabte.


Ich weiß zwar nicht, ob die Befangenheit (Jeder, der Wissen vermittelt oder den Erwerb von Wissen fördern möchte, lebt emotional auf durch Feedback und Mitziehen) ... ob die Befangenheit dieses "recht geben" relevant macht.

Beitrag 16 April 2010 08:33 
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