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Nackt im Park sonnen (dskret)?
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  Autor    Thread Dieses Forum ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren, schreiben oder beantworten. Dieses Thema ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.
Bummler



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Alter:61

Anmeldungsdatum: 05.12.2005
Beiträge: 2367
Wohnort: Lübben


germany.gif

Nein, wegen Punkt 3.

Wenn ich schon mal die Zeit habe und das Wetter passt und ich endlich einen Ort gefunden habe, an dem ich nackt sein kann, dann will nicht nur Männer und hässliche Frauen sehen.

Da müsste ich mir ja wieder an der Tanke im Zeitschriftenständer links oben die Heftchen kaufen. Also wenn ich schon für eine Monatskarte löhnen soll, dann sollte doch auch eine Sparmöglichkeit da sein. icon_lol.gif

Caro hat folgendes geschrieben::
Stört mich ein Nackter am Tisch neben mir im Straßencafé so sehr, dass ich ein hoheitliches Einschreiten gegen ihn für sogar wünschenswert halte?

Ja, allerdings!


Dann solltest Du nicht nach San Francisco fahren.
http://www.fkk-freun.de/viewtopic.php?t=27247&highlight=san+francisco

Gruß
Bummler

Beitrag 22 Mai 2013 09:20 
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Tim007



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 29.11.2005
Beiträge: 7783
Wohnort: Bremen


germany.gif

Wieso?

Seit Februar besteht doch nicht mehr die Gefahr, dass jemand nackt in der Öffentlichkeit die Gefühle anderer verletzt. Oder ist das Gesetz doch noch gekippt worden?

Mir persönlich ist es vollkommen wurscht, ob jemand neben mir nackt seinen Kaffee schlürft. Solange es beim Kaffeekonsum bleibt.

Was mich sehr beeindruckt, Bummler, ist Dein Pragmatismus, der der Mangelwirtschaft vergangener ostalgischer Zeiten entstammen dürfte. Doch Vorsicht! Deine Einstellung kann gerade bei Männern verräterisch sein. Damit darf man heutzutage nicht spaßen. Pfefferspray und Schere finden im kleinsten Handtäschlein Platz.

Und es wäre doch schade drum, wenn Dein kleiner Proletarier ("kleiner Prinz" mag ich angesichts Deiner unaristokratischen Einstellung gar nicht sagen) dran glauben müsste.

Beitrag 22 Mai 2013 09:43 
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Klaus_59



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 05.03.2007
Beiträge: 5424



germany.gif

Tim007 hat folgendes geschrieben::
Mir persönlich ist es vollkommen wurscht, ob jemand neben mir nackt seinen Kaffee schlürft.

Da gibt es aber ganz andere Zeitgenossen bzw Genossinnen.
So geschah es am 7.8.2010 in Waren Müritz (Ich weiß das Datum so genau, weil ich an dem Tag auch Fotos machte. - Von der Stadt, nicht von der Zeitgenossin.), dass mich eine Frau, in einem Straßencafe sitzend, lieber nicht sehen wollte und dies sehr theatralisch zum Ausdruck brachte:
"NEIN! - NEIN! - Das will ich jetzt gar nicht sehen! NEIN!", so ungefähr klang es, während sie angewidert schaute, als ich vorbei ging.
Ich war wohlgemerkt nicht nackt, wenn auch nur spärlich bekleidet. Es war HEIß an dem Tag und ich trug lediglich Shorts, aber keine außergewöhnlich kurzen.
Ich blieb einen Moment stehen und fand keine Worte. Tatsächlich zog ich in diesem Moment in Erwägung, die Polizei anzurufen und die Frau wegen Beleidigung und Angriff auf meine Würde anzuzeigen, so angewidert gebärdete sie sich bei meinem Anblick. Letztlich ließ ich es wohl nur deshalb sein, weil ich meiner ebenfalls anwesenden Frau und einer meiner Töchter den Ärger ersparen wollte.
Dieses reale Beispiel passt übrigens hervorragend in diesen Thread, zeigt es doch eindrucksvoll, dass man nicht nackt sein muss, um ein Kandidat für §118 OWiG zu werden. Diese Frau FÜHLTE sich DEFINITIV belästigt und es WAR ich ihren Augen grob ungehörig von mir. Die öffentliche Ordnung WAR dadurch NICHT MEHR UND NICHT WENIGER beeinträchtigt, als wäre ich GANZ nackt gewesen. Und wenn die Frau GEDACHT hätte, es gäbe ein Gesetz gegen mein Auftreten, so wie das viele bei Nacktheit DENKEN, hätte sie SEHR wahrscheinlich ihrerseits die Polizei angerufen. (DAS wäre doch mal ein interessantes Experiment gewesen.)
Diese EINE Frau ist äquivalent zu dieser möglichen EINEN Person im Leben eines Nacktwanderers, die vielleicht irgendwann bei einem Zusammentreffen die Polizei anrufen würde, welche dann eventuell einen Bußgeldbescheid anstoßen würde. Wenn das BEIM NACKTWANDERN rechtens WÄRE, dann MÜSSTE es auch in GESCHILDERTEN FALL rechtens SEIN. Und es MÜSSTE dann in JEDEM ÄHNLICH gelagerten Fall, in dem sich jemand, BERECHTIGT ODER NICHT, ehrlich, also nicht künstlich, dermaßen über jemanden aufregt, ein Bußgeldbescheid rechtens sein, nur, weil jemand partout etwas nicht sehen will und es ihn stört.
WILL DAS JEMAND???

Beitrag 22 Mai 2013 10:26 
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Bummler



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Alter:61

Anmeldungsdatum: 05.12.2005
Beiträge: 2367
Wohnort: Lübben


germany.gif

Tim007 hat folgendes geschrieben::
Wieso?

Seit Februar besteht doch nicht mehr die Gefahr, dass jemand nackt in der Öffentlichkeit die Gefühle anderer verletzt. Oder ist das Gesetz doch noch gekippt worden?



Keine Ahnung wie der Stand jetzt ist.

Zitat:
Was mich sehr beeindruckt, Bummler, ist Dein Pragmatismus, der der Mangelwirtschaft vergangener ostalgischer Zeiten entstammen dürfte.


Ich freue mich ja richtig, dass Du das so freundlich formulierst. Aber recht hast Du. Nackte Frauen gab es nur im "Magazin"
http://www.dasmagazin.de/?page_id=188
oder eben am FKK zu sehen. Und das Magazin gab es wirklich nur über Beziehungen.

Zitat:
Und es wäre doch schade drum, wenn Dein kleiner Proletarier (...) dran glauben müsste.


Naja, eigentlich..., also der Verlust meiner Nase würde mich mehr stören.

Klaus_59 hat folgendes geschrieben::
WILL DAS JEMAND???


Ich jedenfalls nicht. Aber wen interessiert schon, was ich will. icon_cry.gif

Beitrag 22 Mai 2013 14:30 
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20°C
Ehemaliger User










20°C hat folgendes geschrieben::
Caro hat folgendes geschrieben::

Stört mich ein Nackter am Tisch neben mir im Straßencafé so sehr, dass ich ein hoheitliches Einschreiten gegen ihn für sogar wünschenswert halte?
Ja, allerdings!


warum ?


icon_question.gif

Beitrag 22 Mai 2013 15:52 
 
 
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Zett



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Alter:57

Anmeldungsdatum: 29.03.2010
Beiträge: 1357
Wohnort: Osterland, Sachsen


germany.gif

Wie im Forum schon mal jemand geschrieben hat (= Wischi-Waschi-Auslegung-Je-Nach-Richter-Laune):

"Für die Erfüllung des Tatbestandes von § 118 OWiG genügt nicht jeder störende Eingriff in die unter dem Schutz der öffentlichen Ordnung stehenden Interessen und Rechte Dritter. Eine grob ungehörige Handlung liegt erst vor, wenn die Handlung in einem so deutlichen Widerspruch zur Gemeinschaftsordnung steht, dass sie jeder billig denkende Bürger als eine grobe Rücksichtslosigkeit gegenüber jedem Mitbürger ansehen würde.
Auch das natürliche Schamgefühl ist ein schutzwürdiges Interesse (vgl. BayObLGSt 1977, 18 [ Der Schamhaftigkeit kann es widerstreben, mit nackten fremden Menschen konfrontiert zu werden. Die Anschauungen darüber, ob das Schamgefühl der Allgemeinheit tangiert wird, sind zeitbedingt und dem Wandel unterworfen. Die Rechtsprechung orientiert sich weder an der Auffassung besonders prüder noch derjenigen ungewöhnlich großzügiger Kreise (vgl. OLG Karlsruhe, NStZ-RR 2000, 309 [ Jedoch sind tief greifende und nachhaltige Änderungen der sittlichen Wertvorstellungen der Allgemeinheit zu berücksichtigen. So ist festzustellen, dass heute eine gegenüber früheren Zeiten unbefangenere und freiere Auffassung hinsichtlich der Konfrontation mit menschlicher Nacktheit vorherrscht.
Ob ein nacktes Auftreten in der Öffentlichkeit im Einzelfall die in der Gemeinschaftsordnung verankerte Toleranzgrenze überschreitet, hängt von den konkreten Umständen ab — insbesondere der jeweiligen Örtlichkeit, dem situativen Rahmen sowie Anlass und Zweck des Nacktseins. So wird bei der Beurteilung z.B. zu unterscheiden sein, ob die Handlung in Wohngebieten zu Zeiten vorgenommen wurde, in denen damit zu rechnen war, dass Kinder damit konfrontiert werden, oder nachts in einem menschenleeren Wald. Die Rechtsprechung stellt entscheidend darauf ab, ob den übrigen Anwesenden der Anblick nackter Körper auf- gedrängt wird, ohne dass diese frei entscheiden können, ob sie mit diesem Anblick konfrontiert werden wollen oder nicht (vgl. VG Karlsruhe, NJW 2005, 3658 f.)

...

Die grundsätzliche Anwendung des § 118 OWiG auf Fälle des unbekleideten Auftretens in der Öffentlichkeit ist auch verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Die grundrechtlich geschützte Verhaltensfreiheit der Person, welche unbekleidet in der Öffentlichkeit auftreten will, darf nicht „zu kurz kommen“ — d.h. eine extreme Sexualmoral darf nicht zum Maß aller Dinge erhoben werden (vgl. VG Karlsruhe, NJW 2005, 3658 [ Sie findet gemäß Artikel 2 Abs. 1 GG ihre Schranke aber in den Rechten anderer. Das Interesse am unbekleideten Präsentieren des menschlichen Körpers muss daher in der Regel zurücktreten, wenn das fragliche Verhalten von einer Mehrheit missbilligt wird. Es ist Aufgabe der zuständigen Gerichte, die gegenläufigen Belange abzuwägen und gemäß dem Prinzip der praktischen Konkordanz zu einem Ausgleich zu bringen."



aus: http://fkk-freun.de/viewtopic.php?t=24209&sid=2815f7771d707c7e6a9ac58d258788ba (Beitrag vom 13.09.2011)

Originalquelle nicht bekannt, offensichtlich ist es aber eine Antwort auf eine schriftliche Anfrage (Ende des Textes: "... Im Auftrag").

Beitrag 22 Mai 2013 20:52 
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hajo



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Alter:67

Anmeldungsdatum: 19.11.2002
Beiträge: 3444
Wohnort: Paderborn


germany.gif

Zett hat folgendes geschrieben::
... jeder billig denkende Bürger ...


Warum spielen eigentlich die wertig denkenden Bürger keine Rolle? icon_wink.gif

Oder können Bürger nichts als billig?

Denken.

Dann könnten sie doch auch das Andersein anderer billigen...

Denk ich.

Beitrag 22 Mai 2013 21:03 
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Zett



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Alter:57

Anmeldungsdatum: 29.03.2010
Beiträge: 1357
Wohnort: Osterland, Sachsen


germany.gif

Ja da ist wieder dieses juristische "gesunde ..?" - nein es kommt mir nicht mehr aus der Feder, überhaupt scheint schon "gesund" ansich etwas ganz Unangenehmes zu sein.

Also beim zitierten Juristen heißt es "billig denkende" - das ist halt eine erlaubte, unbraune Formulierung für immer wieder das gleiche.

Interessanter für uns wäre aber vielleicht der Urteilstext des OLG Karlsruhe.

Beitrag 22 Mai 2013 21:11 
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Klaus_59



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 05.03.2007
Beiträge: 5424



germany.gif

Zett hat folgendes geschrieben::
Die Rechtsprechung stellt entscheidend darauf ab, ob den übrigen Anwesenden der Anblick nackter Körper auf- gedrängt wird, ohne dass diese frei entscheiden können, ob sie mit diesem Anblick konfrontiert werden wollen oder nicht

Allein schon dieser Satz ist Schwachsinn hoch 3. In dem Augenblick, wo jemand etwas sieht, konnte er NIEMALS frei entscheiden, ob er das sehen wollte. So einen Schwachsinn geben höchste Richter von sich.
Und dann der Schwachsinn mit den Kindern. Als wenn der Anblick eines nackten Menschen für Kinder anders wäre als für Erwachsene.
Diese ganze Urteilsbegründung - so weit ich das sehe, ist das aus einem Niehenke-Urteil - ist Geschwafel auf hohem Niveau, ohne Hand und Fuß. Da gibt ein Richter einfach nur seine persönliche Meinung preis und verkauft sie als Recht und Gesetz. Nicht mehr und nicht weniger.
Einerseits heißt es erst:

Zitat:
Eine grob ungehörige Handlung liegt erst vor, wenn die Handlung in einem so deutlichen Widerspruch zur Gemeinschaftsordnung steht, dass sie jeder billig denkende Bürger als eine grobe Rücksichtslosigkeit gegenüber jedem Mitbürger ansehen würde.

Dann aber wird das wieder relativiert und durch das Fremdschamargument schachmatt gesetzt. Mit billig denkenden Bürgern sind hier übrigens nicht auf niedrigem Niveau denkende Menschen gemeint. Hier Synonyme aus dem Duden: angebracht, angemessen, berechtigt, gebührend, gerecht, gerechtfertigt, in Ordnung, rechtmäßig, recht und billig.
Der zitierte Satz trifft doch auf Nacktheit in der Natur niemals zu! Demnach könnte es auch nicht geahndet werden.

Beitrag 22 Mai 2013 23:01 
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Aria



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Anmeldungsdatum: 24.01.2012
Beiträge: 2986
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Zett hat folgendes geschrieben::
So wird bei der Beurteilung z.B. zu unterscheiden sein, ob die Handlung in Wohngebieten zu Zeiten vorgenommen wurde, in denen damit zu rechnen war, dass Kinder damit konfrontiert werden, oder nachts in einem menschenleeren Wald. Die Rechtsprechung stellt entscheidend darauf ab, ob den übrigen Anwesenden der Anblick nackter Körper auf- gedrängt wird, ohne dass diese frei entscheiden können, ob sie mit diesem Anblick konfrontiert werden wollen oder nicht (vgl. VG Karlsruhe, NJW 2005, 3658 f.)

Nacktheit in der Öffentlichkeit ist verpönt, aber das gilt nicht, wenn sie einem „guten“ Zweck dient - Hauptsache, die Leute schauen hin:



Allerdings geht das nur mit "schönen" Menschen – folgende Werbung wurde dagegen zumindest in Italien verboten:

Beitrag 23 Mai 2013 01:15 
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Klaus_59



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 05.03.2007
Beiträge: 5424



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Klaus_59 hat folgendes geschrieben::
Zett hat folgendes geschrieben::
Die Rechtsprechung stellt entscheidend darauf ab, ob den übrigen Anwesenden der Anblick nackter Körper auf- gedrängt wird, ohne dass diese frei entscheiden können, ob sie mit diesem Anblick konfrontiert werden wollen oder nicht

Allein schon dieser Satz ist Schwachsinn hoch 3. In dem Augenblick, wo jemand etwas sieht, konnte er NIEMALS frei entscheiden, ob er das sehen wollte.

Noch ein Gedanke zu dieser Aussage:
Wenn es darum geht, dem Bürger die freie Entscheidung zuzusichern, nirgends ungewollt nackte Menschen sehen zu müssen, kommt das faktische einem Gesetz gleich, welches Nacktheit in der Öffentlichkeit explizit verbietet, mit Ausnahme ausgewiesener FKK-Zonen, in denen der Anblick ja nicht überraschend wäre. Es käme dann auch nicht mehr auf die Umstände und den Zweck der Nacktheit an. Auch nicht darauf, ob die TAT - es wäre dann ja eine - in der freien Natur oder inmitten einer Stadt begangen wurde. Eine Einzelfallprüfung wäre nicht mehr notwendig, denn die Nacktheit wurde anderen Anwesenden ja AUF JEDEN FALL aufgedrängt.
Nun ist es Richtern aber ZUM GLÜCK nicht gestattet, Gesetze zu formulieren, und deshalb ist diese Aussage völliger Nonsens!

Indes gibt es ja Gesetze, die genau regeln, vor welchem Anblick Anwesende zu schützen sind. Es sind der Anblick von Menschen, die sich aus sexueller Motivation zeigen (Exhibitionismus) und der Anblick sexueller Handlungen (unabhängig davon, wie sinnvoll diese Gesetze sind). Ein Gesetz, welches Nacktheit darüber hinaus verbietet gibt es nicht und ist auch nicht etwa vergessen worden. Es war NICHT GEWOLLT!

Beitrag 23 Mai 2013 08:17 
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riedfritz



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Beiträge: 1760
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Gummiparagrafen

Zitat:
in einem so deutlichen Widerspruch zur Gemeinschaftsordnung steht,


Hallo Klaus, da interpretierst Du m.E. den Satz wirklich zu eng und hast das oben fett geschriebene "so deutlichen Widerspruch"nicht mit eingezogen.
Lt. dem Urteil muss es also schon ein heftiger Verstoss sein und über ein zumutbares Mass deutlich hinausgehen.

Ich sehe ein: Kaugummiiiiiiii, aber das sind eigentlich die meisten Gesetze.
Vor Gericht lässt sich dann trefflich streiten.

Viele Grüsse,

Fritz

Beitrag 23 Mai 2013 10:55 
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Aria



Geschlecht: Geschlecht:weiblich


Anmeldungsdatum: 24.01.2012
Beiträge: 2986
Wohnort: München


germany.gif
Wer weicht hier eigentlich wovon ab?

Interessante Einblicke in das Thema „Kriminalität und soziale Normen. Wer weicht hier eigentlich wovon ab?“ verspricht das Oktoberheft des Soziologiemagazins zu werden – hier das entsprechende Call4Papers.

Zitat daraus:

WIR WOLLEN WISSEN, was abweichendes Verhalten eigentlich ist, und wer (oder was) das festlegt. Inwiefern gefährdet es die soziale Ordnung? Kann abweichendes Verhalten auch konstitutiv für eine Gesellschaft sein?

Ein Augenmerk kann hierbei auch auf der Kreativwirtschaft liegen, die nicht selten mit Definitionen des „Normalen“ spielt und eigene Konzepte hervorbringt.

Verstöße gegen die und Abweichungen von der sozialen Norm müssen nicht per se kriminelles Handeln implizieren. Mit der Abstufung in Muss-, Soll- und Kann-Normen ist ein weites Feld für Regelbrüche gegeben, die unterschiedlich geahndet werden. Dabei sind es gesellschaftliche Aushandlungsprozesse, die diese Normen festlegen – und aufweichen können.
(…)
Wie wird ein Mensch zu einer „abweichenden Person“, und welche Folgen hat dies für das Individuum wie auch für die Geltung einer Norm in einer Gesellschaft?

Beitrag 24 Mai 2013 12:16 
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Klaus_59



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 05.03.2007
Beiträge: 5424



germany.gif
Re: Gummiparagrafen

riedfritz hat folgendes geschrieben::
Zitat:
in einem so deutlichen Widerspruch zur Gemeinschaftsordnung steht,


Hallo Klaus, da interpretierst Du m.E. den Satz wirklich zu eng und hast das oben fett geschriebene "so deutlichen Widerspruch"nicht mit eingezogen.
Lt. dem Urteil muss es also schon ein heftiger Verstoss sein und über ein zumutbares Mass deutlich hinausgehen.


Lies dir dieses ganze Zitat noch mal durch. Daraus geht hervor, dass das Tangieren des Schamgefühls die Toleranzgrenze derart überschreiten können soll, dass §118 OWiG anwendbar wird. Da ist zwar auch immer die Rede vom Abwägen und Wandel der Zeit etc., aber letztlich kann der Richter entscheiden, ob die Grenze halt überschritten wurde, und zwar nach eigenem Geschmack.

In einer Urteilsbegründung gegen Niehenke und auch in den immer wiederkehrenden Antworten des Petitionsausschusses zu eingereichten Petitionen das Thema betreffend, wird immer wieder behauptet, dass es nach wie vor so sei, dass öffentliche Nacktheit eben dermaßen gegen die Gesellschaftsordnung verstieße, dass es der Definition einer groben Ungehörigkeit wie von dir hervorgehoben gerecht wird. Damit wird der Passus praktisch außer Kraft gesetzt, weil die Behauptung dessen bereits für eine Verurteilung ausreicht.

Beitrag 25 Mai 2013 19:01 
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NacktmannBerlin
Ehemaliger User










also ich sonne mich nackt im Tiergarten ... und mir ist es egal, ob andere sich dran stören. In Parks, wo's nicht so üblich ist, lasse ich es ... schade eigentlich!

Ich bewundere Menschen, die das können!

Beitrag 05 Juli 2013 20:46 
 
 
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