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Gesundheitswahn
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  Autor    Thread Dieses Forum ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren, schreiben oder beantworten. Dieses Thema ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.
Aria



Geschlecht: Geschlecht:weiblich


Anmeldungsdatum: 24.01.2012
Beiträge: 2986
Wohnort: München


germany.gif
Gesundheitswahn

Wer alt genug ist, hat in seinem Leben schon sehr viel Unsinn darüber gelesen, was gesund bzw. ungesund sei. Weil dies hier ein Forum ist, in dem auch viel darüber geschrieben wird, will ich hiermit einen Thread starten, in dem man mehr oder weniger krasse Beispiele dieses Gesundheitswahns bringt und darüber diskutiert.

Ich will nun den Anfang machen mit einem Artikel, den die Süddeutsche jüngst brachte: Weizen in der Schurkenecke. Daraus ein Zitat:

Zitat:
Die Dealer treten offen auf. Sie bewerben ihre Waren aus weißem und braunem Pulver ungeniert und betreiben feste Verkaufsstellen. Dort versammeln sich täglich Süchtige, um Nachschub zu kaufen und ihren Entzug zu bekämpfen. Viele Junkies ahnen nicht, dass ihr Konsum sie an den Abgrund treibt. Was sie erwartet? ADHS, Adipositas, Alzheimer, Autismus, Diabetes, Depressionen, Fehlgeburten, Glatzenbildung, Krebs, Migräne, Parkinson, Schizophrenie, Unfruchtbarkeit, Verlust der Libido und mehr. Die Liste der Wirkungen des höllischen Stoffes lässt sich um viele weitere Gemeinheiten strecken. Die Vertreter der Anklage setzen immer noch eins drauf - Epilepsie! Osteoporose! Hashimoto-Thyreoiditis! - und entwerfen ein Panoptikum des Siechtums.

Wie der Titel schon sagt: Bei dem Stoff handelt sich um Weizenmehl. Aber es gibt viele andere Stoffe, die periodisch auf die Anklagebank kommen – bis sie von anderen Stoffen, vielleicht schon mal dagewesenen, abgelöst werden.

Wir könnten in diesem Thread gemeinsam all den Wahnsinn rund um die Gesundheit protokollieren - und nicht nur Freude daran haben, sondern das alles auch zu relativieren, was zu weniger Sorgen im Alltag führen dürfte.

Bitte nur zitier fähige/belegbare Nachrichten anführen, d.h. keine vom Typ: „Habe mal gehört/gelesen …“ oder gar: „Ein Bekannter von mir hat …“

Beitrag 05 November 2014 11:41 
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guenni



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Alter:63

Anmeldungsdatum: 24.07.2009
Beiträge: 1602
Wohnort: Westsachsen


germany.gif

hallo,

hier zum thema ein interessanter, zwar etwas älterer aber dennoch aktueller artikel von manfred lütz. wer nicht weiss wer das ist, findet die aufklärung am ende des beitrages.

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/krankheitenstoerungen/tid-25044/eine-warnung-von-manfred-luetz-der-wunsch-nach-gesundheit-wird-krankhaft_aid_705717.html

Beitrag 05 November 2014 14:09 
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Tim007



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 29.11.2005
Beiträge: 7783
Wohnort: Bremen


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Manfred Luetz ist ein gutes Beispiel.
Er ist ein gerngesehener Gast bei Talkshows.

Ein anderer: Udo Pollmer:

http://www.brigitte.de/figur/ernaehrung/gesund-bio/udo-pollmer-570709/

Beitrag 05 November 2014 14:29 
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Pan meets Lilith




Alter:81

Anmeldungsdatum: 24.02.2005
Beiträge: 15054
Wohnort: EUdSSR


blank.gif

Tim007 hat folgendes geschrieben::
Manfred Luetz ist ein gutes Beispiel.
Er ist ein gerngesehener Gast bei Talkshows.

Er redet auch gern sehr viel, wenn der Tag lang ist. (Ich gebe zu, ich mag den nicht sonderlich, von seiner Art her. Ist mir also ähnlich sympathisch wie Harald Lesch - also GAR nicht. icon_smile.gif

Der Sache nach - Artikelbezug - lässt sich freilich nicht widersprechen.

Beitrag 05 November 2014 15:58 
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Aria



Geschlecht: Geschlecht:weiblich


Anmeldungsdatum: 24.01.2012
Beiträge: 2986
Wohnort: München


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An Manfred Lütz sieht man, dass man auch als Nestbeschmutzer, Pardon, Kritiker des Gesundheitswahns, gut leben kann. Sein Rundumschlag in dem verlinkten Focus-Artikel ist so allgemein gehalten, dass ihm keiner widersprechen kann: Eine simple Aneinanderreihung von Behauptungen, durch keinerlei Beispiele untermauert.

Dabei sind es gerade Beispiele, die das Gesagte belegen sollen. Ich wünsche mir, dass hier konkrete Fälle genannt werden, die in der Summe den gegenwärtigen Gesundheitswahn beweisen könnten. Es gibt, auch in diesem Forum, nicht wenige, die von bestimmen Ernährungs- bzw. Lebensweise so sehr eingenommen sind, dass sie geradezu missionarischen Eifer an den Tag legen, andere von den Vorzügen zu überzeugen.

Ich habe gestern etwas gelesen, was mich den letzten Schub dazu gab, diesen Thread zu starten. Es handelt sich um die Gesundheitstipps vom Mobiltelefon – Zitat aus der Süddeutschen:

Zitat:
Verschlafen schleppt sich der Büroarbeiter in Richtung Aufzug. Plötzlich vibriert das Mobiltelefon. Nein, der Chef ist nicht dran. Auch in der Chat-Gruppe des Kegelvereins herrscht um diese Zeit noch Ruhe. Der Störenfried ist das Handy selbst. Es möchte nur kurz daran erinnern, dass man auch die Treppe nehmen könnte. Das sei besser für den Kreislauf - und das Lauftraining habe man auch schon drei Mal sausen lassen.

Das ist keine Satire und auch keine Zukunftsvision, das ist Realität: Im amerikanischen Gesundheitsministerium.

Noch ein Zitat:

Zitat:
Die Technik soll über Körper und Gesundheit wachen. Kapitalgeber aus dem Silicon Valley sprechen seit Monaten von kaum etwas anderem. Wer ein neueres iPhone besitzt, hat von Apple kürzlich eine Gesundheitssoftware spendiert bekommen, die vom Körperfettanteil über den Blutdruck fast alles messen und analysieren kann. Die Armbanduhr, die Apple bald verkaufen will, soll dazu dienen, diese Daten unkompliziert zu erheben.

Konkurrent Google denkt derweil darüber nach, seinen Kunden eines Tages Nanopartikel ins Blut zu verabreichen. Die Partikel sollen über eine Handy-App Alarm schlagen, wenn Krebsgefahr besteht. Nebenbei entwickelt der Konzern eine Kontaktlinse, die Diabetiker vor einem raschen Blutzuckerabfall warnen soll. Das alles geschieht einerseits, weil viele in Kalifornien glauben, man könne die Welt mit Technik jeden Tag ein Stück besser machen.

Man sieht: Der bestehende (analoge) Gesundheitswahn kann noch (digital) gesteigert werden.

Beitrag 05 November 2014 18:48 
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harzkowsky



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 05.08.2009
Beiträge: 716
Wohnort: Nördlich des Harzes


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Dazu fällt mir ein:
Leben ist eben lebensgefährlich! - Oder anders: "Wasde machst machsde falsch, imma!"
meint Harzkowsky

Beitrag 07 November 2014 22:12 
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Zett



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Alter:57

Anmeldungsdatum: 29.03.2010
Beiträge: 1357
Wohnort: Osterland, Sachsen


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Unsere Wirtschaft braucht und fördert ja beides: Die Sucht nach Gesundem und die Sucht nach Krankem. Beides Krankhaftes, beides gut zu Geld zu machen. Unsere Wirtschaftskraft fußt zum Großteil auf der Krankhaftigkeit unserer Menschen: Unzufriedenheit > Arbeiten > Konsumieren > noch größere Unzufriedenheit. Da wundert es nicht, dass fast alles Kostenlose, Natürliche totgeschwiegen und belächelt wird. (zitierfähiger Beleg? Wer sich traut, gegen dieses System zu denken oder gar zu argumentieren, wird zu keiner zitierfähigen Veröffentlichung kommen)

Beitrag 07 November 2014 23:46 
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Ralf-abc
Ehemaliger User










Zett hat folgendes geschrieben::
Unsere Wirtschaft braucht und fördert ja beides: Die Sucht nach Gesundem und die Sucht nach Krankem. Beides Krankhaftes, beides gut zu Geld zu machen. Unsere Wirtschaftskraft fußt zum Großteil auf der Krankhaftigkeit unserer Menschen: Unzufriedenheit > Arbeiten > Konsumieren > noch größere Unzufriedenheit. Da wundert es nicht, dass fast alles Kostenlose, Natürliche totgeschwiegen und belächelt wird. (zitierfähiger Beleg? Wer sich traut, gegen dieses System zu denken oder gar zu argumentieren, wird zu keiner zitierfähigen Veröffentlichung kommen)


Bei 99% Deiner Beiträge halte ich Dich ja für einen Dummschwätzer; dieser hier gehört zu den 1%, wo ich Dir Recht gebe.
Was sollte die Wirtschaft auch für ein Interesse daran haben, wenn die Menschen auf einfache Art und Weise gesund leben, wenn dies nicht gleichzeitig auch Konsum bedeutet.


Aber abgesehen davon:
Das Leben ist eine Krankheit, die durch Sex übertragen wird und die immer tödlich endet.

Beitrag 08 November 2014 09:41 
 
 
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Pan meets Lilith




Alter:81

Anmeldungsdatum: 24.02.2005
Beiträge: 15054
Wohnort: EUdSSR


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@ralf_abc:
Zitat:
Das Leben ist eine Krankheit, die durch Sex übertragen wird und die immer tödlich endet.

icon_biggrin.gif Schön. Kannte ich, in dieser Formulierung, als Aphorismus noch nicht. Gefällt mir - wie man heute wohl sagt ...

Beitrag 08 November 2014 12:13 
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Aria



Geschlecht: Geschlecht:weiblich


Anmeldungsdatum: 24.01.2012
Beiträge: 2986
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Zett hat folgendes geschrieben::
Unsere Wirtschaftskraft fußt zum Großteil auf der Krankhaftigkeit unserer Menschen: Unzufriedenheit > Arbeiten > Konsumieren > noch größere Unzufriedenheit. Da wundert es nicht, dass fast alles Kostenlose, Natürliche totgeschwiegen und belächelt wird. (zitierfähiger Beleg? Wer sich traut, gegen dieses System zu denken oder gar zu argumentieren, wird zu keiner zitierfähigen Veröffentlichung kommen)

Na ja, ganz so ist es nicht – in der Wissenschaft und in der Ärzteschaft wird auch vernünftig geforscht, und die Ergebnisse dieser Forschungen erreichen einen informierten Menschen durchaus: Zwei simple google-Abfragen nach "Nocebo-Effekt" bzw. Nozeboeffekt führten mich zu diesem Dokument:

Dt Ärztebl 1998; 95: A-91–94 – ausgewählte Zitate (Hervorhebungen durch mich):

Zitat:
Ärzte werden gelegentlich mit Patienten konfrontiert, die an Symptomen der sogenannten Multiple Chemical Sensitivity (MCS) leiden. Diese Patienten klagen über die Exposition durch Chemikalien, welche in den nachgewiesenen Konzentrationen normalerweise keine negativen Effekte hervorrufen. Die toxikologische Analyse der Körperflüssigkeiten ergibt Meßwerte, die weit unter denen liegen, die normalerweise solche Symptome auslösen.
(…)
Das MCSKrankheitsbild ähnelt demjenigen, das im 19. Jahrhundert als Neurasthenie beschrieben wurde.
(…)
Das Krankheitsbild könnte von dem festen Glauben der Patienten ausgehen, vergiftet zu sein. Die Bedeutung des Glaubens bei Arzneimittelwirkungen ist dem Pharmakologen und Psychologen schon lange als „Plazeboeffekt“ bekannt. Der Bedeutung psychologischer Einflüsse wird in der klinisch-pharmakologischen Prüfung durch den Doppelblindversuch Rechnung getragen. In Analogie zur Plazebowirkung könnte man die auf dem Glauben beruhende Vergiftung als „Nozeboeffekt“ bezeichnen.
(…)
Analog zur Forschung über den Plazeboeffekt kann man davon ausgehen, daß dem Nozeboeffekt starke kognitive Erwartungshaltungen zugrunde liegen, die zu Änderungen im Verhalten, Denken von emotionalen Reaktionen und vor allem auch zu realen endokrinen Effekten und Änderungen des autonomen Nervensystems führen. Für den Plazeboeffekt konnte man zeigen, daß erhöhte Suggestibilität und Angst – entweder konstitutionell bedingt oder ausgelöst durch externe Faktoren – zu einer Verstärkung der Glaubens- und Erwartungshaltung führen. Entsprechend würde man beim Nozeboeffekt davon ausgehen, daß besonders suggestive und ängstliche Personen und jene, die unter psychischer Belastung stehen, eher zu Nozeboreaktionen neigen.

Der zweite psychologische Faktor, der bei Plazebo- und Nozeboreaktionen eine entscheidende Rolle spielt, ist die positive oder negative Verstärkung der Nozeboreaktionen durch die Umwelt, vor allem durch Familie, Freunde, Ärzte und andere Personenkreise. Nozeboreaktionen – sowohl auf Verhaltensebene wie auch auf endokriner Ebene – können durch unmittelbare Zuwendung für die Äußerungen dieser Reaktionen aufrecht erhalten und dauerhaft verstärkt werden.

Ein dritter Faktor, der ebenfalls im Rahmen von Verhaltensanalyse, Befragungen und psychophysiologischen Messungen objektiviert werden müßte, stellt die klassische Geruchs- und Geschmackskonditionierung dar. Es konnte in einer Vielzahl von Studien gezeigt werden (2), daß klassisches Pawlowsches Konditionieren vor allem bei Geruchs- und Geschmacksreizen zu dauerhaften konditionierten Reaktionen (zum Beispiel Geschmacks- und Geruchsaversionen) führen kann, die auch ohne Bestehen eines objektiven Geruchs- oder Geschmacksreizes über Monate bis Jahre aufrecht erhalten werden können. Geschmacksvorlieben und Geruchsvorlieben sind ein gutes Beispiel dafür. Auch die Konditionierung immunologischer Reaktionen (9) kann erklären, warum gelernte immunologische Reaktionen als Folge starker Glaubenshaltungen auftreten. Es genügt die einmalige zeitliche Paarung eines völlig neutralen Reizes (zum Beispiel der Anblick einer Wiese oder einer Speise) mit einem zufällig auftretenden scharfen Geruch oder Geschmack, der von einer umstehenden Person auf einen toxischen Einfluß zurückgeführt wird, um über Monate und manchmal auch lebenslang anhaltende Aversionen auf den Anblick dieser völlig neutralen Objekte zu konditionieren.

Beitrag 10 November 2014 14:44 
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Zett



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Anmeldungsdatum: 29.03.2010
Beiträge: 1357
Wohnort: Osterland, Sachsen


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Ralf-abc hat folgendes geschrieben::

Bei 99% Deiner Beiträge halte ich Dich ja für einen Dummschwätzer; dieser hier gehört zu den 1%, wo ich Dir Recht gebe.


Hättest Du etwas mehr Intellekt und eine gesündere Weltanschauung, würdest Du einige Prozente des von mir Gesagtem mehr begreifen und entsprechend für gut befinden. Aber 1% ist doch auch schon ein Anfang.

Beitrag 10 November 2014 18:04 
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Zett



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Alter:57

Anmeldungsdatum: 29.03.2010
Beiträge: 1357
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Aria hat folgendes geschrieben::
Zwei simple google-Abfragen nach "Nocebo-Effekt" bzw. Nozeboeffekt führten mich zu diesem Dokument: ...


Was hat das mit dem Postauto zu tun?

Beitrag 10 November 2014 18:07 
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Ralf-abc
Ehemaliger User










Zett hat folgendes geschrieben::
Ralf-abc hat folgendes geschrieben::

Bei 99% Deiner Beiträge halte ich Dich ja für einen Dummschwätzer; dieser hier gehört zu den 1%, wo ich Dir Recht gebe.


Hättest Du etwas mehr Intellekt und eine gesündere Weltanschauung, würdest Du einige Prozente des von mir Gesagtem mehr begreifen und entsprechend für gut befinden. Aber 1% ist doch auch schon ein Anfang.

Ich fürchte nur, je mehr ich wirklich begreife, was Du hier so von Dir gibst, desto größer wird der Schwachsinn, den ich darin erkenne.
Aber egal - geh Du mal lieber im Hochsommer mit Deinen komischen Taucherstiefeln (oder was das für Dinger waren) "eisjoggen"

Beitrag 10 November 2014 19:20 
 
 
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Puistola



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Beiträge: 5271
Wohnort: Nicht weit vom Alpstein


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Luft; Frische, saubere Luft!

Aria hat folgendes geschrieben::
Dt Ärztebl 1998; 95: A-91–94 – ausgewählte Zitate (Hervorhebungen durch mich):

Zitat:
Ärzte werden gelegentlich mit Patienten konfrontiert, die an Symptomen der sogenannten Multiple Chemical Sensitivity (MCS) leiden. Diese Patienten klagen über die Exposition durch Chemikalien, welche in den nachgewiesenen Konzentrationen normalerweise keine negativen Effekte hervorrufen. Die toxikologische Analyse der Körperflüssigkeiten ergibt Meßwerte, die weit unter denen liegen, die normalerweise solche Symptome auslösen.
(…)
Das MCSKrankheitsbild ähnelt demjenigen, das im 19. Jahrhundert als Neurasthenie beschrieben wurde.
(…)
Das Krankheitsbild könnte von dem festen Glauben der Patienten ausgehen, vergiftet zu sein. Die Bedeutung des Glaubens bei Arzneimittelwirkungen ist dem Pharmakologen und Psychologen schon lange als „Plazeboeffekt“ bekannt. Der Bedeutung psychologischer Einflüsse wird in der klinisch-pharmakologischen Prüfung durch den Doppelblindversuch Rechnung getragen. In Analogie zur Plazebowirkung könnte man die auf dem Glauben beruhende Vergiftung als „Nozeboeffekt“ bezeichnen.
(…)
Analog zur Forschung über den Plazeboeffekt kann man davon ausgehen, daß dem Nozeboeffekt starke kognitive Erwartungshaltungen zugrunde liegen, die zu Änderungen im Verhalten, Denken von emotionalen Reaktionen und vor allem auch zu realen endokrinen Effekten und Änderungen des autonomen Nervensystems führen. Für den Plazeboeffekt konnte man zeigen, daß erhöhte Suggestibilität und Angst – entweder konstitutionell bedingt oder ausgelöst durch externe Faktoren – zu einer Verstärkung der Glaubens- und Erwartungshaltung führen....



So, nun muss ich mich doch mal einschalten:

Jahrelang hab ich an spontan auftretenden, aber unerklärlichen Schwächen,
gelitten samt Durchfall, Hautläsionen, Bronchitis und Depression.

Schliesslich durch Beobachtungen und Versuche entdeckt, dass durch eine
Tiereiweiss- und glutenfreie Diät die Symptome gebessert werden.

Irgendwann hab ich dann erkannt, dass auch ein Zusammenhang bestehe mit
Luftqualität, Sommer- und Wintersmog, Verkehrs- und Feuerungsabgasen und Innenraumbelastung mit Duftstoffen, Lösungsmitteln, Laserprinterstaub etc.

Ähnliches hatte ich erlebt in einer Wohnung, in der, wie sich später
herausstellte ein neuer Parkettbelag verlegt worden war, notabene
mit einem "garantiert geruchfreien", aber VOC-haltigen Kleber. Ich zog aus,
spontane Besserung trat ein, ohne dass ich damals verstanden hätte, warum.

Bei konsequenter Meidung solcher Belastungen geht die Eiweiss- und
Glutenempfindlichkeit innert Wochenfrist zurück, kommt aber wieder
bei längerer Belastung.

Derzeit ess ich Alles und tu alles um saubere Luft zu geniessen.
Mein spätherbstlicher Abgang Richtung Kanaren steht bevor, um dem
Wintersmog auszuweichen, der üblicherweise in dieser Jahreszeit wabert.
Für Flughafengebäude und derlei hab ich stets eine Aktivkohlemaske dabei.


Meine Ärzte sehen diese Zusammenhänge heute als real gegeben an,
zumal sich die Einflüsse retrospektiv bis in die Jugendzeit nachweisen lassen,
obwohl ich fast 40 Jahre lang keinerlei Kenntnis von diesen Zusammenhängen hatte.
Schriftlich eiern sie aber rum, wohl weil das "System" sie sonst zu den
Esotherikern abschieben würde und sie ihre Glaubwürdigkeit verlieren würden,
siehe oben zitierten Text.

Klar, dass mir in einem Gutachten wahnhafte Ideen vogeworfen wurden,
wie tausenden Mitbetroffenen, egal, ob in Korea, Indien, USA, Mazedonien
oder hier. Nach jahrelangen solchen Erfahrungen ist auch klar, dass man auf
Geruchreize erst mal mit Ablehnung reagiert, bevor man sich voll exponiert.
Zu gross könnte der Schaden sein.
Das ist aber egal, weil es ohnehin nur ein einziges 'Medikament' gibt,
dafür ein umso wirksameres:

Luft; Frische, saubere Luft!
So falsch kann das nicht sein.


Puistola

Beitrag 10 November 2014 19:47 
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Aria



Geschlecht: Geschlecht:weiblich


Anmeldungsdatum: 24.01.2012
Beiträge: 2986
Wohnort: München


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Re: Luft; Frische, saubere Luft!

Du brauchst saubere Luft, Puistola, und bei einer Freundin von mir musste ihr Mann mit Mitte 40 plötzlich sterben, bis sie ihr Asthma los wurde – innerhalb wenigen Wochen, ohne in der Wohnung, bei der Ernährung oder in ihrem Leben sonst etwas zu verändern.

Okay, das Letzte stimmt nicht ganz: Jetzt kann sie wieder Theater und Konzerte besuchen. icon_smile.gif

Beitrag 10 November 2014 20:19 
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