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"Toleranz" / Gemeinschaft
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  Autor    Thread Dieses Forum ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren, schreiben oder beantworten. Dieses Thema ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.
Georg N



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Alter:52

Anmeldungsdatum: 27.09.2007
Beiträge: 331



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"Toleranz" / Gemeinschaft

Der Begriff "Toleranz" wird heute zunehmend im Sinne des Gender Mainsteams missbraucht, um eine einseitig sexuelle Sicht zwischenmenschlicher Beziehungen zu propagieren und gleichzeitig Meinungsfreiheit zu unterdrücken. Natürlich mag es da unterschiedliche Veranlagungen und Neigungen geben, die jeder aber versuchen sollte in den Griff zu bekommen, um sie konstruktiv einzusetzen. Wird hier aber immer wieder einseitig die "sexuelle Orientierung" vorrangig angesprochen, so hat man den Eindruck, dass hier nur darum geht, alle anderen Maßstäbe zu verdrängen. Ich finde es inakzeptabel, wenn die Aussage "Ich habe einen Freund" mich als homosexuellen abstempelt - da geht es nicht um Toleranz, sondern um das Verständnis von Freundschaft. Auch Freundin bedeutet noch nicht gleich sexuelle Beziehung. In diesem Licht sehe ich auch Freundschaften zu Kindern, die mich ja eben nicht zum Päderasten machen.
In einer einseitig sexuellen Interpretation jedes freundschaftlichen Zusammenseins wird natürlich auch gemeinschaftliche Nacktheit in ein entsprechendes Licht gestellt. Es ist nicht mehr familiäre Vertrautheit und Unbefangenheit, sondern sexuelle Wertungen schieben sich in den Vordergrund. Und genau dagegen stelle ich mich. Ich bin nicht Bereit sexuelle Orientierungen aller Coleur zu tolerieren, wo sie die Unbefangenheit zerstören. Gerade die vermeintlichen Toleranzforderungen diskriminieren hier mit einer Voreingenommenheit, in dem sie jeden in eine vermeintlich tolerierte Schublade stecken. Vielmehr ist es nötig, sich in Freundschaft zu korrigieren. Das geschieht in der Regel spontan, sei es nun eine abwehrende Geste oder eine Zurechtweisung. Man braucht die Gemeinschaft, in der man erfahren muss, wass akzeptiert ist und was als störend abgewiesen wird. Da kann sich niemand auf angeborene Neigungen berufen, um ein freies Ausleben der eigenen Launen einzufordern. Es geht vielmehr darum, eine tragbare Gemeinschaft mitzuformen. Gemeinschaftliche Nacktheit fordert in besonderer Weise seine sexuellen Neigungen im Griff zu behalten. Damit trägt sie dazu bei, eben das zu erlernen und einzuüben. 

Beitrag 26 November 2014 13:29 
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Aria



Geschlecht: Geschlecht:weiblich


Anmeldungsdatum: 24.01.2012
Beiträge: 2986
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Re: "Toleranz" / Gemeinschaft

Georg N hat folgendes geschrieben::
Der Begriff "Toleranz" wird heute zunehmend im Sinne des Gender Mainsteams missbraucht, um eine einseitig sexuelle Sicht zwischenmenschlicher Beziehungen zu propagieren und gleichzeitig Meinungsfreiheit zu unterdrücken.

Das sehe ich nicht so. Bevor wir weiter reden: Hast Du ein Beispiel parat, in dem sich die von Dir beobachtete Unterdrückung der Meinungsfreiheit gezeigt hat?

Beitrag 26 November 2014 14:22 
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Tim007



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 29.11.2005
Beiträge: 7783
Wohnort: Bremen


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Ja, das wäre nett, Georg, wenn Du ein Beispiel brächtest.

Ich verstehe nämlich nicht, worauf Du hinaus willst.

Klar, sexuelle Orientierung und nacktes Beisammensein sind zweierlei. Zumindest für die Leute, mit denen ich etwa nach dem Laufen nackt in den See springe, ist das allerdings eine Selbstverständlichkeit. Und zwar einschließlich meiner Person. Wir verhalten uns nicht anders als mit Badeklamotten.

Beitrag 26 November 2014 14:48 
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Ralf-abc
Ehemaliger User










Re: "Toleranz" / Gemeinschaft

Georg N hat folgendes geschrieben::
Der Begriff "Toleranz" wird heute zunehmend im Sinne des Gender Mainsteams missbraucht, um eine einseitig sexuelle Sicht zwischenmenschlicher Beziehungen zu propagieren und gleichzeitig Meinungsfreiheit zu unterdrücken.

Also ich habe im Sinne des Gender-Mainstream die Forderung nach Toleranz immer so verstanden, dass Menschen mit einer abweichende sexuellen Orientierung das Recht haben sollen, ihre Sexualität - die nun einmal ein wichtiger Teil ihres Wesens ist - genau so ausleben zu dürfen, wie alle Menschen, die "der Norm entsprechen" das auch tun dürfen.

Zitat:
Natürlich mag es da unterschiedliche Veranlagungen und Neigungen geben, die jeder aber versuchen sollte in den Griff zu bekommen, um sie konstruktiv einzusetzen.

Wie sollen sich diese Menschen denn Deiner Meinung nach verhalten, damit sie zeigen, dass Sie Ihre Veranlagung "im Griff" haben und wie setzt man eine sexuelle Neigung konstruktiv ein?

Beitrag 26 November 2014 14:58 
 
 
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Eule



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Alter:71

Anmeldungsdatum: 08.07.2009
Beiträge: 1711
Wohnort: Wegberg


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@ Georg N
Was ist eigentlich deine Botschaft? Du bist so entschlossen allgemein, dass ich unter deinem Beitrag alles oder nichts verstehe. Kannst du deine Botschaft mal konkretisieren?

Beitrag 26 November 2014 19:31 
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Horst
Moderator


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Alter:59

Anmeldungsdatum: 08.11.2002
Beiträge: 9262
Wohnort: Nähe Frankfurt am Main


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Re: "Toleranz" / Gemeinschaft

Georg N hat folgendes geschrieben::
..."Toleranz" ...

Hallo,

sicher ist es Dir nicht entgangen, dass die diesjährige ARD-Themenwoche, die vom 15.11.2014 bis 21.11.2014 stattgefunden hat, dass Thema "Toleranz" hatte.

Linkverweis: http://www.ard.de/home/themenwoche/Startseite_ARD_Themenwoche_2014_Toleranz/1095226/index.html

Gruß
Horst

Beitrag 26 November 2014 19:42 
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Tim007



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 29.11.2005
Beiträge: 7783
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Re: "Toleranz" / Gemeinschaft

Ralf-abc hat folgendes geschrieben::

Also ich habe im Sinne des Gender-Mainstream die Forderung nach Toleranz immer so verstanden, dass Menschen mit einer abweichende sexuellen Orientierung das Recht haben sollen, ihre Sexualität - die nun einmal ein wichtiger Teil ihres Wesens ist - genau so ausleben zu dürfen, wie alle Menschen, die "der Norm entsprechen" das auch tun dürfen.


Sollen sie doch. Jedenfalls wenn das nicht zu Lasten anderer geht.

Was mich stört: dass sich ständig irgend ein Suppenstrulli wichtigtuerisch "outet". Was geht es andere an, welche sexuellen Vorlieben ein Schauspieler, Politiker oder Wirtschaftsboss hat?

Du hast zu recht Deiner Verwunderung Ausdruck verliehen, Ralf, wie sehr manche Leute mit ihren Daten hausieren gehen. Dazu gehört auch das Breittreten irgendwelcher Intimitäten in der Öffentlichkeit. (Was macht eigentlich der Loddar? Und Bobbele? Und der Penisbruch von Dieter? ....)

Doch jetzt bin ich gespannt, was Georg noch ausführen wird.

Beitrag 26 November 2014 19:46 
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Georg N



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Alter:52

Anmeldungsdatum: 27.09.2007
Beiträge: 331



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Individualistische Beliebigkeit ignoriert die Gemeinschaft. Wir leben nicht für uns, sondern bringen uns mit unseren Veranlagungen in die Gemeinschaft ein - zumindest (auch wenn wir uns da verweigern) wirkt unser Verhalten auf die Gemeinschaft zurück. Wenn nun eine Ideologie individuelle Bedürfnisse absolut setzen und jede Kritik daran verurteilen, ist das alles andere als tolerant. Zur Toleranz gehört die Meinungsfreiheit. Wir sind gefordert, unser Verhalten im Blick auf seine Wirkung zu überprüfen und zu hinterfragen - und das nicht nur für uns allein, sondern im Dialog mit anderen. Korrigiert werden wir in der Regel im Gegenüber, d. h. durch die Reaktion anderer in Gemeinschaft. Das sollte in freundschaftlicher Haltung geschehen. Hier alles hinzunehmen, ist Gleichgültigkeit. Gefordert ist aber Akzeptanz des anderen als Menschen in Mitverantwortung für ihn. Gemeinschaftlich geht es auch darum, Maßstäbe zu setzen. Wo individuelle Bedürfnisorientierung ihre Grenzen nur da sieht, wo die Freiheit des anderen eingeschränkt wird, verweigert sie sich. Freiheit bedeutet nicht individuelle Beliebigkeit, sondern Spielraum für Eigeninitiative im Blick auf andere und die Gemeinschaft im ganzen. Es reicht also nicht, nur die eigenen Bedürfnisse einzuschränken. Ich fordere nicht ideologische Toleranz, sondern freundschaftliches korrektiv. Es geht nicht darum, ideologisch die Akzeptanz aller Bedürfnisse zu fordern, sondern dem Gegenüber zu antworten, ihn nicht allein zu lassen - d. h. auch ihn zurückzuweisen, wo er zu weit geht. Da ist niemand unfehlbar. Aber die spontane Reaktion halte ich für zuverlässiger als jede Ideologie. Ziel ist ein Leben mit dem anderen - nicht neben ihm! Und eben deshalb kann ich nicht alles zulassen. Eine Toleranz, die das ignoriert, ist unmenschlich, denn der Mensch ist ein Gemeinschaftswesen.

Beitrag 26 November 2014 23:48 
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Tim007



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 29.11.2005
Beiträge: 7783
Wohnort: Bremen


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Nein, Georg, "die Gemeinschaft" ist kein Wert an sich.

Natürlich ist niemand eine Insel. Daher mag es sein, dass die Reaktion anderer für einen selbst und man selbst für andere wichtig ist.
Das bedeutet jedoch nicht, dass die Individualität zurückzutreten hat oder das Leben eines Einsiedlers erforderlich macht.

"Die Gemeinschaft" ist obskur und Quell tragischer Fehlgriffe. Keine Diktatur kommt ohne sie aus, nicht ohne Grund. Nur eine Gesellschaft selbstbestimmter Indivduen ist frei.

Beitrag 27 November 2014 00:18 
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Ralf-abc
Ehemaliger User










@Georg_N

Wenn ich Deinen Text richtig verstehe, dann meinst Du mit Gemeinschaft eine sehr große Menschenmenge. Die Schwulen etc. sollen sich doch bitte im Ausleben Ihrer Persönlichkeit etwas zurücknehmen, weil Du das für falsch hältst.
Aber warum sollten die das tun? Im Zweifelsfalle gehörst Du doch gar nicht zum näheren Lebensumfeld dieser Menschen. Die kennen Dich nicht persönlich und Du die auch nicht. Ihr habt kein gemeinsames soziales Umfeld, über das Ihr direkt verbunden wäret. Abgesehen davon, dass Du in der Zeitung etc. von solchen Forderungen nach Toleranz liest oder bestenfallls in Deiner Wohngegend eine entsprechende Demonstration miterlebst, bist Du doch gar nicht direkt davon betroffen. Du wirst von diesen Menschen nicht wirklich in Deiner Lebensgestaltung nrgativ beeinflusst. Von daher ist es doch wohl eher für Dich zumutbar, dass Du einfach wegguckst, wenn Dir das nicht passt, als das Du von Dir völlig fremden Menschen verlangst, dass die gefälligst Ihr Verhalten an Deinen Vorstellungen ausrichten sollen.

Beitrag 27 November 2014 00:54 
 
 
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Ralf-abc
Ehemaliger User










Tim007 hat folgendes geschrieben::
"Die Gemeinschaft" ist obskur und Quell tragischer Fehlgriffe. Keine Diktatur kommt ohne sie aus, nicht ohne Grund. Nur eine Gesellschaft selbstbestimmter Indivduen ist frei.


Absolut d'accorde.
Das hatten wir hier in D-Land in den letzten 80 Jahren schon 2 mal, dass der Mensch als Individuum von klein auf dazu erzogen wurde, sich einer ganz bestimmten Vorstellung von Gesellschaft anzupassen.

Beitrag 27 November 2014 00:57 
 
 
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Georg N



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Alter:52

Anmeldungsdatum: 27.09.2007
Beiträge: 331



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Genau darum geht es:
" Das bedeutet jedoch nicht, dass die Individualität zurückzutreten hat oder das Leben eines Einsiedlers erforderlich macht. "
Ein tolerierter Mensch ist ein Einsiedler. Es geht darum, ihn einzubeziehen - und das setzt eben etwas "Zurücktreten" voraus. Hier muß man ein Gleichgewicht von Individualität und Gemeinschaft finden. Da möchte ich sogar noch weiter gehen: Erst in der Gemeinschaft entfaltet sich die Individualität. Das gelingt meines Ermessens nicht durch Ideologie, sondern (am besten noch) durch gegenseitiges Korrektiv. Im Gegenüber spürt man, wo man zu weit gegangen ist und wo man Erwartungen enttäuscht hat. Gefährlich sind Ideologen und Schreibtischtäter. Dem Gender Mainstream werfe ich vor, dass er jede Kritik als Intoleranz diskreditiert. Genau das ist nicht tolerant. Wo ich Toleranz einfordere, muß ich mein Verhalten auch hinterfragen und Kritik akzeptieren.


Zuletzt bearbeitet von Georg N am 27 November 2014 01:00, insgesamt 1-mal bearbeitet

Beitrag 27 November 2014 00:57 
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Georg N



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Alter:52

Anmeldungsdatum: 27.09.2007
Beiträge: 331



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Georg N hat folgendes geschrieben::
Genau darum geht es:
" Das bedeutet jedoch nicht, dass die Individualität zurückzutreten hat oder das Leben eines Einsiedlers erforderlich macht. "
Ein tolerierter Mensch ist ein Einsiedler. Es geht darum, ihn einzubeziehen - und das setzt eben etwas "Zurücktreten" voraus. Hier muß man ein Gleichgewicht von Individualität und Gemeinschaft finden. Da möchte ich sogar noch weiter gehen: Erst in der Gemeinschaft entfaltet sich die Individualität. Das gelingt meines Ermessens nicht durch Ideologie, sondern (am besten noch) durch gegenseitiges Korrektiv. Im Gegenüber spürt man, wo man zu weit gegangen ist und wo man Erwartungen enttäuscht hat. Gefährlich sind Ideologen und Schreibtischtäter. Dem Gender Mainstream werfe ich vor, dass er jede Kritik als Intoleranz diskreditiert. Genau das ist nicht tolerant. Wo ich Toleranz einfordere, muß ich mein Verhalten auch hinterfragen und Kritik akzeptieren.

Beitrag 27 November 2014 00:59 
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Aryan






Anmeldungsdatum: 15.12.2013
Beiträge: 111



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@Georg N:

Mir ist noch nicht ganz klar, worauf du hinauswillst. Ich werde versuchen deine Argumentation zusammenzufassen. Bitte korrigiere mich, wenn ich deine Argumentation noch nicht richtig verstanden habe.

Im Eingangspost beklagst du dich, dass heutzutage alles sexistisch interpretiert wird - sei es Nacktheit, die Aussage "ich habe einen Freund" oder Freundschaft zwischen Erwachsenen und Kindern. In allen diesen Fällen scheinst du negative Reaktionen erfahren zu haben. Du stellst fest, dass diese negativen Reaktionen falsch sind und scheinst zu glauben, dass diese ausbleiben würden, wenn alle Menschen "hetero" wären. Daraus ziehst du den Schluss, dass andere sexuelle Orientierungen nicht zu tolerieren sind.

Ralf-abc hat folgendes geschrieben::
Georg N hat folgendes geschrieben::
Der Begriff "Toleranz" wird heute zunehmend im Sinne des Gender Mainsteams missbraucht, um eine einseitig sexuelle Sicht zwischenmenschlicher Beziehungen zu propagieren und gleichzeitig Meinungsfreiheit zu unterdrücken.

Also ich habe im Sinne des Gender-Mainstream die Forderung nach Toleranz immer so verstanden, dass Menschen mit einer abweichende sexuellen Orientierung das Recht haben sollen, ihre Sexualität - die nun einmal ein wichtiger Teil ihres Wesens ist - genau so ausleben zu dürfen, wie alle Menschen, die "der Norm entsprechen" das auch tun dürfen.


Richtig. Bei den FKK'lern gibt es ja eine sehr ähnliche Situation: Nacktheit in der Öffentlichkeit wird gesellschaftlich ebenso wenig akzeptiert wie sichtbare Homosexualität. Viele FKK'ler kämpfen ebenso vehement für eine Tolerierung ihrer Neigung wie Homosexuelle für die Tolerierung des Auftretens als homosexuelles Paar. Mit exakt der gleichen Argumentation, mit der FKK'ler gegen Homosexualität argumentieren, könnte man auch gegen öffentliche Nacktheit argumentieren. Obwohl in beiden Fällen keine sexuellen Absichten im Vordergrund stehen, sondern schlicht der Wunsch, den Grundsatz "Leben und leben lassen" anzuwenden.

Dass man andere Lebensstile toleriert und niemanden anfeindet, sollte eigentlich selbstverständlich sein.

Beitrag 27 November 2014 08:10 
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Klaus_59



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 05.03.2007
Beiträge: 5424



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Georg N hat folgendes geschrieben::
Genau darum geht es:
" Das bedeutet jedoch nicht, dass die Individualität zurückzutreten hat oder das Leben eines Einsiedlers erforderlich macht. "
Ein tolerierter Mensch ist ein Einsiedler. Es geht darum, ihn einzubeziehen - und das setzt eben etwas "Zurücktreten" voraus. Hier muß man ein Gleichgewicht von Individualität und Gemeinschaft finden. Da möchte ich sogar noch weiter gehen: Erst in der Gemeinschaft entfaltet sich die Individualität. Das gelingt meines Ermessens nicht durch Ideologie, sondern (am besten noch) durch gegenseitiges Korrektiv. Im Gegenüber spürt man, wo man zu weit gegangen ist und wo man Erwartungen enttäuscht hat. Gefährlich sind Ideologen und Schreibtischtäter. Dem Gender Mainstream werfe ich vor, dass er jede Kritik als Intoleranz diskreditiert. Genau das ist nicht tolerant. Wo ich Toleranz einfordere, muß ich mein Verhalten auch hinterfragen und Kritik akzeptieren.

Das ist insgesamt widersprüchlich.
Ein Einsiedler braucht keine Toleranz. Ein Individuum, welches sich an die Masse anpassen muss, um geduldet zu sein, erfährt keine Toleranz und ist auch nicht mehr individuell. Toleranz heißt ja gerade, die Abweichung, das anders Sein, hinzunehmen. Was du beschreibst ist nichts anderes, als ein verringertes Maß an Toleranz, also nur Duldung möglichst geringer Abweichungen. Weichgespülte Toleranz sozusagen.

Beitrag 27 November 2014 08:44 
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